Putrescine – The Fading Flame

Auf den Spuren von Morbid Angel und Carcass

Artist: Putrescine

Herkunft: USA

Album: The Fading Flame

Spiellänge: 41:12 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 26.03.2021

Label: Tridroid Records

Link: https://reek-of-putrescine.bandcamp.com/releases

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Trevor Van Hook
Gesang und Drumprogrammierung – Marie McAuliffe
Gitarre, Bassgitarre und Synth – Zachary Sanders

Tracklist:

  1. Age Of Fire
  2. The Abyss
  3. Devourer Of Gods
  4. Profaned Failure
  5. The Fading Flame
  6. Age Of Dark
  7. That Mountain
  8. Outsider
  9. Reek Of Putrescine
  10. In A Setting Sun

Die Band aus San Diego ist zu dritt unterwegs und das seit dem Jahre 2019. Gleich kam eine EP heraus. In 2020 packten sie zwei Singles dazu und nun also das Debüt. Putrescine sind Gitarrist und Sänger Trevor Van Hook, Sängerin Marie McAuliffe, die auch die Drums programmiert hat, sowie Bassist und Gitarrist Zachary Sanders. Dieser bedient auch die Synth.

Age Of Fire dient als Einleitung und kommt sehr bedrohlich um die Ecke. Erst ein Intro, dann Gitarrenklänge und die Drums setzen auch ein, klingt aber irgendwie sehr merkwürdig. Man legt sehr viel Wert auf das Riffing und geht da sehr technisch vor.

Mit The Abyss legt das Trio dann richtig los. Den Drumcomputer hört man zwar heraus, stört mich aber nicht weiter. Ist vom Prinzip her gut programmiert. Die Vocals sind sowohl growlig, als auch screamig. Die Produktion könnte druckvoller sein. Der Song selber steht stellvertretend für das ganze Album, für die Art der Band, ihre Variante des Death Metals dem Publikum näherzubringen. Man legt sehr viel Wert auf das Riffing und geht da sehr technisch vor. Es werden einige Tempowechsel vorgenommen, besonders im groovigen Bereich klingen sie sehr fett und dann werden immer wieder Erinnerungen an Morbid Angel wach.

Auch zu Beginn von Devourer Of Gods erkennt man Parallelen zu den Amerikanern. Dieses Riffing zu Beginn und die durchlaufende Doublebass kommen schon ganz geil. Irgendwie klingt aber alles ein wenig nach Chaos. Nicht so durchstrukturiert und auf den Punkt gebracht. Kann natürlich gewollt sein. Das Solo sitzt aber. Leider erschwert die Produktion das Raushören der einzelnen Elemente. Mit mehr Transparenz würden die Songs viel druckvoller erscheinen.

Ab Profaned Failure habe ich mich dann langsam daran gewöhnt und ab da kann ich das Album irgendwie richtig genießen. Die Riffs sind wirklich geil und erinnern mich an Carcass. Das Tempo ist überwiegend hoch. Der Drumcomputer ballert so einiges nieder, dazu bieten sie eine interessante Komposition an und bewegen sich technisch auf hohem Niveau. Immer wieder Wechsel innerhalb der Parts machen den Song echt interessant. Die Vocallines sind auch geil und es wird abwechselnd agiert. Wenn sie wieder schleppend unterwegs sind, kommt einem wieder der Pete Azagthoth in den Sinn. Das Solo ist wieder wild und ungestüm.

The Fading Flame schleppt sich am Anfang auch durch das Zeitgeschehen, bietet technisch einwandfreie Riffs an und wieder einmal muss man Morbid Angel erwähnen. Der Song nimmt dann aber schön Fahrt auf und geht ins Ohr. Hier bietet man teilweise auf der einen Seite ein wenig Eingängigkeit, auf der anderen Seite klingt man wieder total vertrackt und verschachtelt. Hat aber irgendetwas. Klingt wieder total nach Chaos, aber im positiven Sinne.

That Mountain ist auch wieder so ein Song, der vom fetten Riffing lebt und die ganze Zeit einen gewissen Groove innehat. Muss man selber hören, kann man gar nicht so beschreiben.

Und so bietet man 41 Minuten lang sehr komplexen und technisch anspruchsvollen Death Metal an. Meines Erachtens hätte man mit einem Drummer und einer besseren Produktion aber noch mehr rausholen können.

Putrescine – The Fading Flame
Fazit
Putrescine bieten eine Mischung aus Morbid Angel und Carcass, bauen aber viele eigene Ideen mit ein. Wer auf technisches Riffing und schwierige Arrangements abfährt, ist hier genau richtig. Mir ist es manchmal zu viel, aber es ist gut gemachter Death Metal.

Anspieltipps: The Fading Flame und That Mountain
Michael E.
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