Terminal Prospect – Redefine Existence

“Standardmäßig skandinavisch hohes Niveau!“

Artist: Terminal Prospect

Herkunft: Stockholm, Schweden

Album: Redefine Existence

Spiellänge: 34:25 Minuten

Genre: Melodic Death Metal

Release: 2013

Label: Gravity Etertainment

Link: http://www.terminalprospect.com/

Klingt wie: In Flames und Disborn

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Kristian Norelius
Gitarre – Jussi Niiranen
Bass – Mikael André
Schlagzeug – Sebastian Rojas

Tracklist:

  1. The Exodus
  2. Chains Of Guilt
  3. The Edge Of Confusion
  4. A Memory To Keep
  5. Price Of The Age
  6. Unfortunately Not
  7. Resurrection
  8. Unleash The Fury
  9. Aggressive Obsession
  10. Redefine Existence
  11. Liquid Mind

Terminal Prospect - Redefine Existence

Klischeekeule oder die Mut zur Lücke: Heutzutage haben es Newcomer nicht unbedingt einfach. Alte Hasen haben in den meisten Genres stark gewildert und feste kaum zu erreichende Positionen eingenommen. Daher versuchen viele neue Bands durch einen gefährlichen Genremix die Aufmerksamkeit der Hörer zu erhaschen, so auch Terminal Prospect aus Stockholm, die als Grundgerüst Melodic Death Metal-Einschläge verwenden und sich nebenbei an Thrash Metal-Einschlägen bedienen, die für eine gesteigerte Power in den Songs sorgen.

Nachdem man die beiden recht angenehmen Stücke The Exodus und Chains Of Guilt angetestet hat und vor allem die Gitarrensoli als Aushängeschild zu Buche schlagen, ist der Gesang von Kristian Norelius leider etwas standardmäßig und weist in der Zusammensetzung kaum Wiedererkennungswert auf. Im Verlauf des Redefine Existence-Longplayers findet man immer mehr modernere Anschläge, die tendenziell aber noch mehr in Richtung Melodic Death Metal gehen als in die Metalcore-Schiene. Gerne spielen Terminal Prospect mit Breaks und lassen zeitgleich die Gitarren kreisen. A Memory To Keep hämmert von Beginn an, was das Zeug hält kommt, aber – wie die anderen Stücke – über ein gutes Mittelmaß nicht hinaus – zumindest kann der Track mit klaren Strukturen punkten, die nicht alle Werke der Redefine Existence-Platte aufweisen. Gerne geht es auch mal konfus zur Sache, womit der Hörspaß zumindest ein wenig gedrosselt wird.

Fazit: Den einzigen Vorwurf, den man Terminal Prospect auf Redefine Existence machen kann, ist, dass zu heftig in die Kerben der Genre-Vorreiter geschlagen wird. Dadurch entstehen kaum innovative Momente. Auf der anderen Seite können Terminal Prospect wahrscheinlich genau deswegen die Headbanger mehr begeistern als eine Band, die krampfhaft versucht, das Rad neu zu erfinden. Redefine Existence ist kein Überflieger, aber immerhin eine grundsolide Scheibe, die man sich ruhig mal geben sollte, wenn man In Flames, At The Gates, Soilwork und Co. im CD-Regal beherbergt. Anspieltipps: Chains Of Guilt, A Memory To Keep und Aggressive Obsession
Rene W.
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