The Whiskey Hell – Bitchhiker

Südstaaten-Boogie aus Hamburg

Artist: The Whiskey Hell

Herkunft: Hamburg, Deutschland

Album: Bitchhiker

Spiellänge: 57:57 Minuten

Genre: Rock, Bluesrock, Southernrock, White-Trash-Rock

Release: 10.05.2019

Label: Keiler Records / Soul Food Distribution

Links: www.whiskeyhell.com
https://www.facebook.com/whiskeyhell/

Bandmitglieder:

Gitarre, Gesang – Olly Wallenberg
Bass – Doc Joe Achim
Schlagzeug – Lars Lindner

Tracklist:

  1. Bad Ass Boogie
  2. Trailer Park Queen
  3. Bitchhiker
  4. Whorehouse Love Affair
  5. Memphis 97
  6. Final Destination
  7. Burning Man
  8. Back To The River
  9. Whiskey Dick Contest Blues
  10. Keep On Searching
  11. Cocaine Cowboys (unplugged)
  12. Weed´N`Whiskey (unplugged)

Die Reeperbahn als Heimat und Herkunft von dreckigem Southern Rock ist ungewöhnlich, aber funktioniert wunderbar.

Doc Eisenhauer, eine der ersten deutschsprachigen Metalbands, prägte Sänger und Gitarrist Olly Wallenberg. Rückkehrer Lars Lindner ist auch Sänger und Drummer der Family-Rockband Dockerrock. Bassist Doc Joe, der ebenfalls mit Doc Eisenhauer, The Skindocks und sogar mit diversen Bands in Florida unterwegs war, ergänzt das Trio mit internationalem Einfluss.

The Whiskey Hell bringen nun das dritte Album heraus, das wieder so klingt, als sei es gerade in Georgia aus einem V8 gefallen. Tief verwurzelter Blues Rock mit Boogie Elementen, wie man es selbst in den Südstaaten nur noch selten hört. Klischeehaft, das mag sein. Jedoch alles Songs, die den Fans dieser Stilrichtung Spaß machen. Seit dem 2015er Output Bullets & Burritos warteten die Fans nun auf eine neue Scheibe mit neuen Songs. Zehn plus zwei gibt es nun auf Bitchhiker. Ein knackiges Bad Ass Boogie eröffnet den Spaß. Auch das funkige Trailer Park Queen, der Titelsong Bitchhiker und Whorehouse Love Affaire halten das Tempo hoch.

Ich hatte gehofft, das Tempo der ersten Titel setzt sich fort, das ist dann aber nicht so. Die Stücke sind zwar nicht so schnell, entwickeln aber eine Menge Tiefgang. Den Abschluss des Albums bilden Songs, die klassischer nicht sein könnten. Whiskey Dick Contest Blues und das anschließende Keep On Searching erinnern stark an die alten Zeiten von ZZ Top und Lynyrd Skynyrd. Die Unpluggedversion des 2013er Cocaine Cowboys bestätigt schließlich den Eindruck, indem das markante Riff von Skynyrds Simple Man auftaucht. Weed’n’Whiskey aus 2015 bildet mit einer akustischen Neufassung einen herrlichen Abschluss des neuen Albums. Ein entspanntes Album ohne Ausfälle, aber auch nicht mit innovativen Neuerungen. Will man das denn eigentlich? Ich glaube nicht.

Bitchhiker erscheint als Digipak und digitaler Download. Colorierte Doppel-Vinylalben sind nicht im Handel, sondern nur über die angegebenen Adressen auf www.whiskeyhell.com erhältlich!

The Whiskey Hell – Bitchhiker
Fazit
Der perfekte Soundtrack für die nächste Biker- oder Truckerparty! Authentischer und ehrlicher geht Southern Rock selbst in den Südstaaten nicht.

Anspieltipps: Bad Ass Boogie und Whorehouse Love Affaire
Norbert C.
7.5
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