African Corpse im Interview

Herkunft: Heilbronn, Deutschland

Genre: Death Metal / Thrash Metal

Label: SAOL

Link: http://www.africancorpse.de/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Christ Aldinger
Gitarre – Alex Klein
Bass – Daniel Rieth
Schlagzeug – Conner Nelson

 

Time For Metal / Rene:
Moin African Corpse,
herzlich Willkommen zu unserem Interview auf Time For Metal. Heute wollen wir über eure Band, eure Musik und natürlich euer neues Album Corpsewar sprechen. Als erstes stellt euch doch mal bitte allen Lesern vor, die euch noch nicht kennen.

Christopher / African Corpse:
Gerne! Wir sind African Corpse, eine Thrash/Death Metal Band aus dem Raum Heilbronn (Baden Württemberg) und haben im Oktober 2013 unser Debut Album Corpsewar Weltweit veröffentlicht. Wir sind zu viert in der Band – Conner Nelson (Schlagzeug), Alexander Klein (Gitarre), Daniel Rieth (Bass) und Ich bin Christopher Aldinger, singe und spiele auch Gitarre, aber du kannst ruhig Chris zu mir sagen. Neben der Musik engagieren wir uns für wohltätige Zwecke und machen selbst auch Aktionen um auf die Missstände in der 3. Welt aufmerksam zu machen und spenden den Erlös der „Water is life“ Hilfsorganisation.

Time For Metal / Rene:
Ihr habt euch 2009 in Heilbronn gegründet und im selben Jahr eure erste EP veröffentlicht, die auf den selbigen Namen African Corpse hört. Wie seid ihr auf den Band Namen African Corpsegekommen und was verbindet ihr damit bzw. welche Message möchtet ihr damit vermitteln?

Christopher / African Corpse:
Wir wollten von Anfang an sozial kritische Themen in unseren Texten mit einfließen lassen und als wir unseren ersten Song geschrieben haben, der genau von dem Thema handelt, welches uns sehr am Herzen liegt, fanden wir den Titel so passend und Ausdrucksstark, dass wir uns für den Songtitel African Corpse als Bandnamen entschieden haben. Zudem kam noch, dass der Name sehr gut in Erinnerung bleibt und es ist natürlich eine kleine Anlehnung an die Death Metal Band schlechthin: Cannibal Corpse!

Time For Metal / Rene:
Mit der besagten African Corpse EP konntet ihr bereits erste Erfolge feiern und ganze 15.000 Downloads verbuchen. Wie habt ihr auf die Download-Möglichkeit hingewiesen und wie ist diese Aktion abgelaufen?

Christopher / African Corpse:
Das meiste lief über Facebook, Youtube, unglaublich viele selbstgebrannte CD’s und anfangs auch noch über Myspace bis es dann vollends im Nichts verschwand. Darüber hinaus gibt es sehr viele coole Online Portale wie z.B. Myownmusic.de bei denen man seine Songs vorstellen und zum Download anbieten kann. Ich denke auch, dass die Entscheidung, unsere erste Veröffentlichung komplett Kostenlos anzubieten einige Leute die sonst nicht drauf gekommen wären ein großer und wichtiger Schritt war, der uns sehr weitergeholfen hat. Uns lag sehr viel daran, dass unsere Songs in Umlauf kommen.

Time For Metal / Rene:
Konzerte habt ihr in der Vergangenheit ebenfalls zum Besten gegeben und mit Bands U.D.O.We Butter The Bread With ButterDebauchery oder Atrocity die Bühne geteilt. In wie weit hat euch diese Erfahrung, die ihr bei der EP noch nicht hattet, beim Debütlabum Corpsewarweitergeholfen.?

Christopher / African Corpse:
Wenn man mit solch tollen und z.T. großen Bands spielt schaut man sich ganz klar das ein oder andere ab, bzw. kommt auch ins Gespräch und bekommt von alten Hasen viele coole Tipps! Das fängt beim persönlichen Equipment wie z.B. Verstärker an und geht bis hin zu Techniken wie man die Live Energie bestmöglich im Studio einfangen kann. Ich habe z.B. immer eine Live CD zum einstimmen auf dem Weg ins Studio gehört, mich körperlich warm gemacht und mir vorgestellt, ich stehe auf einer Bühne vor nem ganzen haufen Metaller und muss jetzt alles geben. Anfangs war dies etwas befremdlich, aber mit der Zeit wurde es immer einfacher und half sehr beim ein singen!

Time For Metal / Rene:
Corpsewar, euer erstes Death Metal-/Thrash Metal-Album beinhaltet zwölf Songs sowie ein Intro. Was erwartet den Hörer auf dem Langeisen und welche Thematik habt ihr in den Werken bearbeitet?

Christopher / African Corpse:
Wir bewegen uns auf Corpsewar sehr facettenreich und wie ich denke auch ein wenig verspielt durch verschiedene Metalgenre, ohne jedoch unsere Wurzeln, den guten alten Thrash/Death Metal auch nur eine Sekunde aus den Augen zu verlieren, gepaart mit modernem Sound. Thematisch geht es bei uns unter anderem sehr viel um sozial kritische Themen wie das Schicksal von Minderheiten in der dritten Welt (African Corpse, Slaves of Terror), um den inneren Kampf mit sich selbst (Enemy Mine, Save my Soul), oder aber auch Gesellschaftskritik in Songs wie unser TitelliedCorpsewar, den Songs Look Behind und Helen of Troy.

Time For Metal / Rene:
Zum Titeltrack Corpsewar hattet ihr bereits vor Release ein Video veröffentlicht. Könnt ihr bitte ein wenig darüber berichten: Woher stammen die Ideen, die zum Video geführt haben, wie hat sich der Dreh abgespielt und welches Feedback habt ihr dazu erhalten?

Christopher / African Corpse:
In dem Song geht es thematisch um den extrem egoistischen Massenkonsum unserer heutigen Gesellschaft und das wir, wenn wir so weitermachen uns im Endeffekt selbst vernichten und nichts bleibt außer Chaos und Zerstörung. Parallel dazu sieht man Ausschnitte von wirklichen Krisengebieten, in denen es Menschen unglaublich schlecht geht und sie jeden Tag aufs neue ums pure überleben kämpfen müssen, sei es mangels sauberem Trinkwasser, oder Opfer von Kriegen… Das Video haben wir in 2 Tagen an jeweils 2 verschiedenen Drehorten gedreht und mit found Footage Material ergänzt. Den ersten Tag haben wir in einer alten Weingärtnergenossenschaft im Weinkeller gedreht – um uns herum abertausende Liter Wein. Das war echt ein cooles Erlebnis! Der zweite Drehtag war etwas einfacher, da er im freien war und dort die Lichtverhältnisse besser waren. Ich wusste vorher gar nicht, wie wichtig das richtige Licht auf eine bestimmte Stelle ist, das ist wirklich eine Kunst für sich! Mittlerweile wurde der Song schon über 6000 mal in Youtube aufgerufen und wir hören immer wieder wie toll der Song zu dem gedrehten Material passt! Das macht uns sehr stolz, da wir wirklich eine ganze Menge Energie in das Video gesteckt haben. Hierbei auch ein großes Lob an den Regisseur Achim Bechtold und an alle Helfer, die sich extrem für uns ins Zeug gelegt haben und ohne die das ganze nicht möglich gewesen wäre!

Time For Metal / Rene:
Bei meinem Kollegen ist das neue Album Corpsewar sehr gut angekommen. Besonders die Thematik und die Umsetzung haben ihm gefallen und er hat es als Thrash/Death Metal-Gewitter beschrieben. Wie hat sich das Songwriting bei euch zusammengesetzt, wie habt ihr die Zeit im Studio empfunden und welcher Künstler hat Hand am Cover angelegt?

Christopher / African Corpse:
Es freut uns immer riesig wenn wir so positives Feedback bekommen! Vielen Dank an deinen Kollegen für das Kompliment. Wir hatten bei dem Album alle Zeit der Welt, da wir von außen keinen Druck verspürten und wir so den Songs Zeit geben konnten sich nach und nach zu entwickeln. Dabei konnten wir auch testen, was live gut funktioniert und was nicht. Das ist bei uns ein sehr wichtiges Kriterium! Ein Song kann noch so toll sein, aber wenn der Zuhörer vor der Bühne steht und nichts damit anzufangen weiß, schadet das sehr der Atmosphäre, der Energie und dem Hörspaß. Da wir von Anfang wussten in welche Richtung die einzelnen Songs, aber auch die Gesamtaussage der Scheibe gehen soll, hatten wir eine sehr entspannte Zeit im Studio. Einen großen Anteil daran hatte aber auch ganz klar an unseren Produzenten Nils Lesser, der einen hervorragenden Job gemacht hat! Ein ultra cooler Typ mit dem ich mir sehr gut vorstellen kann in Zukunft wieder zusammen zu arbeiten. Das Cover der Platte stammt von dem Künstler Jonas De Ro, der u.a. sehr viele Artworks für Videospiele und Filme macht. Als wir das von ihm gezeichnete Bild gesehen haben, wussten wir sofort; Das ist unser Cover. Es spiegelt unsere Vision vom Thema des Albums super wieder und macht das ganze visuell anschaulich.

Time For Metal / Rene:
Wohin geht die Reise für African Corpse nach diesem Release? Arbeitet ihr bereits an neuen Stücken, wollt ihr euch erst einmal bei Konzerten auf den Bühnen der Welt austoben oder habt ihr euch noch gar keine Gedanken für die Zukunft gemacht und wartet erst einmal auf das Feedback der Fans zum ersten Silberling?

Christopher / African Corpse:
Wir haben am 1. Januar 2014 unser neues Musikvideo zu unserem Song African Corpseveröffentlicht, das auf einem Open Air Festival im vergangenen Sommer gefilmt wurde. Wir wollten den Leuten die noch nicht die Gelegenheit hatten uns live zu sehen einen kleinen Einblick ermöglichen, wie es bei uns Live aussieht. Zudem schreiben wir bereits an neuen Songs für den Nachfolger und haben auch schon einige richtig coole Ideen für weitere Wohltätigkeitsaktionen bei denen wir abseits der Musik auf die Missstände in der 3. Welt aufmerksam machen und Spende Aktionen auf die Beine stellen. Wir sind bereits Live unterwegs und im laufenden Jahr sind schon etliche Konzerte geplant um das Album zu promoten und gemeinsam mit den Leuten zu feiern!

Time For Metal / Rene:
Ich bedanke mich für das Interview und wünsche euch für die Zukunft viel Erfolg! Vielleicht sitzen wir uns schon bald wieder für ein Interview gegenüber.

Christopher / African Corpse:
Sehr gerne! Ich bedanke mich auch und wünsche dir auch alles Gute und viel Erfolg!

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