All Shall Perish am 11.12.2025 im Musikzentrum in Hannover

Nach einer viel zu langen Pause feiern All Shall Perish in Hannover ein wuchtiges Comeback – unterstützt von einem starken Supportpackage

Event: Europe Slamageddon Tour 2025

Headliner: All Shall Perish

Support: PeelingFlesh, Vulvodynia, Necrotted

Genre: Deathcore, Slam Death, Death Metal

Datum: 11.12.2025

Kosten: 45,10 VVK

Ort: Musikzentrum, Hannover

Veranstalter: sun*day entertainment

Link: https://musikzentrum-hannover.de/

Nach rund 13 Jahren Pause sind All Shall Perish endlich zurück und sorgen bei ihren Fans für große Vorfreude. Mit Eddie Hermida und Ben Orum an der Spitze kommt die Band aus Oakland nicht allein, sondern bringt ein starkes Supportpaket in Form von PeelingFlesh, Vulvodynia und Necrotted mit. Am heutigen Tage zieht es die Tour in das Musikzentrum in Hannover. Die Europe Slamageddon Tour 2025 befindet sich bereits auf der Zielgeraden und neben der heutigen Station warten nur noch die Shows in Aarau und Stuttgart.

Den Abend eröffnen Necrotted, die trotz frühem Slot und noch überschaubar gefülltem Club von Beginn an Vollgas gaben. In ihren 30 Minuten Spielzeit präsentieren sie ihren modernen Death Metal souverän und bringen das Publikum nach und nach in Bewegung. Mit Sow Sorrow For Victory und Zeitenschlächter lassen sie die Korken knallen. Zeitenschlächter ist ein brandneuer Track der Band und wird erst im nächsten Jahr veröffentlicht. Ein spannender Ausblick auf die neuen Werke und Gangart von Necrotted. So gelingt es, den Anwesenden ihren modernen Death Metal schmackhaft zu machen. Nach sieben Songs endet der Auftritt und die Protagonisten dürfen trotz des kurzen Sets zufrieden die Stage verlassen.

Nach einer Umbaupause von rund 15 Minuten betreten Vulvodynia aus Südafrika die Bühne. Die Halle ist inzwischen ganz gut gefüllt und schon nach den ersten Nummern bildet sich der erste Moshpit, dem kurz darauf ein Circlepit folgt. Obwohl die Band bereits seit 2014 existiert, ist es nicht so einfach, die Südafrikaner live zu erleben, dem hannoverschen Publikum sind sie ganz sicher nicht unbekannt und der Zuspruch ist ohne Frage beachtlich. Mit Lwandile Prusent, der 2023 den Gesang übernommen hat, steht ein noch recht neuer Frontmann auf der Bühne, der ursprünglich von der Gitarre ans Mikro gewechselt ist. Er schafft es mühelos, die Menge in Bewegung zu bringen, und schnell wird klar, dass an diesem Abend viele Slam-Fans anwesend sind. Musikalisch wirken Vulvodynia durch ihre zwei Gitarristen sehr technisch und verspielt. Nach nur 25 Minuten und sechs Songs ist der Auftritt leider schon vorbei – das Publikum hätte sich sicherlich noch eine kleine Zugabe gewünscht, die leider nicht erfüllt werden kann.

Neben dem Headliner sind PeelingFlesh eines der Highlights des Abends. Die Slam-Death-Band aus Oklahoma existiert erst seit 2021 und ist erstmals in Europa unterwegs, hat sich aber bereits einen Namen gemacht – nicht zuletzt durch frühere Aktivitäten der Mitglieder bei Strangled. Ihr Sound hebt sich durch Hip-Hop-Einflüsse und Samples deutlich von klassischem Slam-Death ab. Schon vor der Show wird klar, dass viele Besucher wegen PeelingFlesh gekommen sind. Nach einem auffälligen Intro legt die Band sofort los und setzt das Publikum in Bewegung. Moshpits, Wall of Death und Circlepits sorgen für rund 40 Minuten Ausnahmezustand. Auch wenn der Sound für einen Death-Metal-Fan etwas ungewohnt ist, kommt die Energie der Band beim Publikum bestens an.

Nach einer kurzen Umbaupause beginnt das mit Spannung erwartete Set von All Shall Perish. Die Deathcore-Veteranen eröffnen mit Eradication und ziehen das Publikum sofort in ihren Bann. Direkt im Anschluss folgen Klassiker wie There Is No Business… und Black Gold Reign, der von vielen Fans als Highlight gefeiert wird. Auch Songs wie Promises, Deconstruction, Never…Again und Wage Slaves sorgen für ausgelassene Stimmung im Publikum. Ein besonderer Höhepunkt ist The Day Of Justice, bei dem Lwandile als zusätzlicher Gitarrist die Bühne betritt. Bei Laid To Rest entfacht sich ein riesiger Moshpit, der die Energie des Konzerts noch einmal steigert. Nach Jahren der Abstinenz ist es einfach großartig, die Klassiker wieder live zu erleben. Die Intensität ist hoch und das Stimmungsbarometer könnte nicht besser sein. Als All Shall Perish dann noch neue Musik für 2026 ankündigen, tobt die Menge ausgelassen. Nach gut 50 Minuten und zehn mitreißenden Songs beendet die Formation ihr Set mit There Is Nothing Left. Obwohl das Konzert vergleichsweise kurz ist, zeigt es eindrucksvoll die Bedeutung und den Einfluss der Band in der Szene. Die Fans verlassen die Halle begeistert und voller Vorfreude auf neues Material.