Blackfoot – Southern Native

“Nicht wirklich herausragend“

Artist: Blackfoot

Herkunft: Jacksonville (FL), Vereinigte Staaten von Amerika

Album: Southern Native

Spiellänge: 40:48 Minuten

Genre: Rock, Hard Rock, Southern Rock

Release: 05.08.2016

Label: Loud & Proud Records

Link: https://www.facebook.com/officialblackfoot/ und http://www.blackfootband.com/

Produktion: von Rickey Medlocke

Bandmitglieder:

Gitarre und Gesang – Tim Rossi
Gitarre und Gesang – Rick Krasowski
Bassgitarre – Brian Carpenter
Schlagzeug – Matt Anastasi

Tracklist:

  1. Need My Ride
  2. Southern Native
  3. Everyman
  4. Call Of A Hero
  5. Take Me Home
  6. Whiskey Train
  7. Satisfied Man
  8. Ohio
  9. Love This Town
  10. Diablo Loves Guitar

Blackfoot - Southern Native

 

Meine Suche nach Informationen zur Geschichte der Band Blackfoot, die bislang komplett an mir vorbeigegangen war, hat mich erst mal in tiefste Verwirrung gestürzt. Da fand ich doch tatsächlich nur eine Band gleichen Namens, die aber bereits in den 1970er Jahren gegründet wurde. Das passte nun gar nicht mit den Fotos der aktuellen Bandmitglieder! Aber ein paar weitere Artikel gelesen, noch mehr gestaunt, dann aber die Zusammenhänge mehr oder weniger begriffen. Wie viele Besetzungswechsel es bei dieser Band insgesamt gab, habe ich irgendwann nicht mehr gezählt, aber von den Gründungsmitgliedern ist überhaupt niemand mehr dabei. Nur Rickey Medlocke ist noch insofern mit an Bord, als dass er die vier Mitglieder zusammenführte, die Songs geschrieben und komponiert und das Album produziert hat. Das hat insgesamt mehr als zwei Jahre gedauert, aber am 05.08.2016 erschien über Loud & Proud Records das Album Southern Native. Auf dieser siebzehnten Veröffentlichung der Band findet sich auch eine neue Version des Songs Ohio, ursprünglich von Crosby, Stills, Nash & Young eingespielt.

Aber los geht es erst mal mit dem Uptempo-Track Need My Ride. Bei dem Song kann man sich eigentlich nur vorstellen, in einem dieser riesigen amerikanischen Straßenkreuzer, am besten natürlich ein Cabrio, durch Jacksonville zu cruisen, die Sonne von oben, aus dem Autoradio dieser Song, die Welt ist wunderbar. Leider – zumindest für mich – ist das neben Love This Town der einzige Track, der mal was Tempo aufnimmt. Ansonsten rocken sich die vier Männer in gediegenem Midtempo durch die verschiedenen Songs und erzählen die kleinen Geschichten, die einem manchmal so vertraut, manchmal aber auch so fremd sind. Dabei kann man manchmal einen leichten Blues-Einschlag heraushören, wie bei Everyman, der im Übrigen auch als Ballade durchgehen kann, oder Riffs, die mich ein wenig an ZZ Top denken lassen, hier sei Whiskey Train genannt. Eine „richtige“ Ballade gibt es auch, sie kommt mit Take Me Home daher.

Ansonsten veranlassen mich die Songs zwar ab und zu mal zu einem Kopfnicken oder Fußwippen, aber so richtig angesprochen hat mich dieses Album nicht. Was ich mit dem letzten Track, dem instrumentalen Diablo Loves Guitar anfangen soll, weiß ich nun überhaupt nicht. Südamerikanische Rumba-Rhythmen mit Akustikgitarre, zwischendrin ein Part, der mich stark an Santana erinnert, ein seltsamer Ausklang für dieses Album. Oder ich habe irgendwas verpasst.

Fazit: Puh, um dieses Album wirklich "fachmännisch" beurteilen zu können, müsste ich wohl zum einen die früheren Veröffentlichungen von Blackfoot kennen, zum anderen müsste das eins meiner bevorzugten Genres sein. Ist beides nicht der Fall, und wird sich mit diesem Album auch nicht ändern. Da habe ich schon andere Bands aus dem Bereich Rock / Southern Rock gehört, die mich mehr angesprochen haben. Das soll jetzt nicht die Leistung der Bandmitglieder schmälern, die ausgewiesen gut agieren, aber die Songs sind mir zu 08/15.

Anspieltipps: Need My Ride, Satisfied Man und Love This Town
Heike L.
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