Die Geschichte von Burning Path ist mehr als nur eng mit dem Tod von Sänger und Gitarrist Hades, dem Bruder von Titan, die gemeinsam Lucifer’s Hammer gründeten, verbunden. Hades wurde Ende 2024 ermordet, sodass eine Weiterführung von Lucifer’s Hammer ohne den eigentlichen Sänger und Gitarristen für seinen Bruder nicht vorstellbar war. Die beiden verbliebenen Lucifer’s Hammer-Bandmitglieder, Titan und Hypnos, nahmen den musikalischen Faden von Lucifer’s Hammer in die Hand und veröffentlichen unter dem Namen Burning Path als Duo ihr Debütalbum. Titan übernimmt Gesang, Bass und Drums, Hypnos steuert ebenfalls Gitarren- und Bassspuren bei und sorgt für die Keyboardtöne. Die Ausrichtung ist identisch mit Lucifer’s Hammer. Es geht um die Musik der 80er, von Diamond Head über Virgin Steele bis Dokken.
Aus Lucifer’s Hammer wird Burning Path
Eine mehr als tragische Geschichte führt zu einer Platte, die den Geist des Verstorbenen ebenso beinhaltet, wie die Weiterführung der gemeinsamen Aktivitäten und einen Neuanfang für das Duo. Nach dem Intro heißt es sehr passend Chasing The Future. Schnell gespielter 80er-Jahre-Sound, wobei leider die Vocals viel zu weit im Hintergrund agieren und das Stück sich wie ein Demo anfühlt. Burning Path erinnern authentisch an Undergroundproduktionen des wegweisenden Jahrzehnts, wobei der Gesang mehr als nur gewöhnungsbedürftig rüberkommt. Die Problematik mit den Vocals zieht sich durch die gesamte Platte und dürfte je nach Geschmack ein K.-o.-Kriterium sein. Another Day, Take Me High oder The God Who Dwells The Sword sind kompositorisch und instrumental durchaus ansprechend. Der Mix beim Gesang sorgt wahlweise für die Nutzung der Skip-Taste, Kopfschütteln oder Jubelstürme.
Auch die beiden Langläufer When Darkness Falls und The Darkness That Will Last zum Ende der Scheibe ändern am generellen Eindruck wenig. Instrumental geht es zwischen Hair Metal, Hard Rock und Heavy Metal zur Sache, aber die gesamte Abmischung lässt nur erahnen, welches Potenzial zum Beispiel When Darkness Falls entfalten könnte.
Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen möchte, wird auf Bandcamp fündig.
Hier geht es für weitere Informationen zu Burning Path – Burning Path in unserem Time For Metal Release-Kalender.



