Burning Path – Burning Path

27.02.2026 – Heavy Metal, NWoTHM – Dying Victims Productions – 39:04 Minuten

Die Geschichte von Burning Path ist mehr als nur eng mit dem Tod von Sänger und Gitarrist Hades, dem Bruder von Titan, die gemeinsam Lucifer’s Hammer gründeten, verbunden. Hades wurde Ende 2024 ermordet, sodass eine Weiterführung von Lucifer’s Hammer ohne den eigentlichen Sänger und Gitarristen für seinen Bruder nicht vorstellbar war. Die beiden verbliebenen Lucifer’s Hammer-Bandmitglieder, Titan und Hypnos, nahmen den musikalischen Faden von Lucifer’s Hammer in die Hand und veröffentlichen unter dem Namen Burning Path als Duo ihr Debütalbum. Titan übernimmt Gesang, Bass und Drums, Hypnos steuert ebenfalls Gitarren- und Bassspuren bei und sorgt für die Keyboardtöne. Die Ausrichtung ist identisch mit Lucifer’s Hammer. Es geht um die Musik der 80er, von Diamond Head über Virgin Steele bis Dokken.

Aus Lucifer’s Hammer wird Burning Path

Eine mehr als tragische Geschichte führt zu einer Platte, die den Geist des Verstorbenen ebenso beinhaltet, wie die Weiterführung der gemeinsamen Aktivitäten und einen Neuanfang für das Duo. Nach dem Intro heißt es sehr passend Chasing The Future. Schnell gespielter 80er-Jahre-Sound, wobei leider die Vocals viel zu weit im Hintergrund agieren und das Stück sich wie ein Demo anfühlt. Burning Path erinnern authentisch an Undergroundproduktionen des wegweisenden Jahrzehnts, wobei der Gesang mehr als nur gewöhnungsbedürftig rüberkommt. Die Problematik mit den Vocals zieht sich durch die gesamte Platte und dürfte je nach Geschmack ein K.-o.-Kriterium sein. Another Day, Take Me High oder The God Who Dwells The Sword sind kompositorisch und instrumental durchaus ansprechend. Der Mix beim Gesang sorgt wahlweise für die Nutzung der Skip-Taste, Kopfschütteln oder Jubelstürme.

Auch die beiden Langläufer When Darkness Falls und The Darkness That Will Last zum Ende der Scheibe ändern am generellen Eindruck wenig. Instrumental geht es zwischen Hair Metal, Hard Rock und Heavy Metal zur Sache, aber die gesamte Abmischung lässt nur erahnen, welches Potenzial zum Beispiel When Darkness Falls entfalten könnte.

Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen möchte, wird auf Bandcamp fündig.

Hier geht es für weitere Informationen zu Burning PathBurning Path in unserem Time For Metal Release-Kalender

Burning Path – Burning Path
Fazit zu Burning Path
Das Debüt von Burning Path steht und fällt mit dem Gesang und der generellen Abmischung der Platte. Fans von Undergroundproduktionen im 80er-Jahre-Style sollten die Scheibe auf jeden Fall antesten. Wer eher Hochglanzproduktion und sauber abgemischte Instrumente und Vocals benötigt, macht besser einen Bogen um die LP.

Wobei der Gesang nochmals gewöhnungsbedürftiger ist als die Instrumente. Fans, die mit dem Mix und den Effekten bei den Vocals klarkommen, können zwei Punkte auf die Gesamtnote draufaddieren.

Anspieltipps: mit Chasing The Future starten, wenn es gefällt, sich weiter durch die Platte hören.
Jürgen F.
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