Bury Tomorrow – Will You Haunt Me, With That Same Patience

Zwischen Neuanfang und Altbewährtem: Emotionaler Metalcore, der sich oft zu sicher fühlt

Artist: Bury Tomorrow

Herkunft: Großbritannien

Album: Will You Haunt Me, With That Same Patience

Spiellänge: 42:53 Minuten

Genre: Metalcore

Release: 16.05.2025

Label: Music For Nations / Sony Music UK

Produktion: Carl Brown (u.a. Sleep Token, While She Sleeps)

Bandmitglieder:

Gesang – Daniel Winter-Bates
Klargesang, Keyboards – Tom Prendergast
Lead-Gitarre – Kristan Dawson
Rhythmus-Gitarre – Ed Hartwell
Bass – Davyd Winter-Bates
Schlagzeug – Adam Jackson

Tracklist:

    1. To Dream, To Forget
    2. Villain Arc
    3. Wasteland
    4. What If I Burn
    5. Forever The Night
    6. Waiting
    7. Silence Isn’t Helping Us
    8. Found No Throne
    9. Yōkai
    10. Let Go
    11. Paradox

Nach einer ausgedehnten Welttournee und personellen Umbrüchen melden sich Bury Tomorrow mit ihrem neuen Album Will You Haunt Me, With That Same Patience zurück – und knüpfen stilistisch an The Seventh Sun an. Die Ankunft von Gitarrist Ed Hartwell und Sänger/Keyboarder Tom Prendergast hat hörbare Spuren hinterlassen. Der Sound wirkt voller, emotionaler und detailverliebter als je zuvor, ohne jedoch die bewährten Metalcore-Trademarks zu verlassen.

Die ersten Songs – allen voran To Dream, To Forget, Villain Arc und Wasteland – lassen aufhorchen. Mitreißende Riffs, treibende Rhythmen und ein starker Kontrast zwischen aggressiven Screams und emotionalem Klargesang sorgen für einen kraftvollen Einstieg. Besonders Prendergasts Stimme bringt neue Tiefe und Harmonie in das Bandgefüge. Doch je weiter das Album voranschreitet, desto deutlicher wird: Vieles wirkt zu kalkuliert. Songs wie What If I Burn, Waiting oder Found No Throne verlieren sich in bekannten Strukturen und wirken trotz gutem Handwerk wenig aufregend. Die großen Emotionen, die das Album laut Bandbio tragen sollen, bleiben in der Umsetzung oft hinter ihren Möglichkeiten zurück. Dass das Album „intimer und komplexer“ sein soll, wie die Band sagt, lässt sich erahnen – wirklich spürbar wird es jedoch nur stellenweise. Paradox, der finale Track, versucht einen epischen Schlusspunkt zu setzen, bleibt jedoch eher blass. Insgesamt bleibt ein solides, aber wenig mutiges Album zurück, das Fans zufriedenstellen dürfte, aber kaum neue Akzente im Genre setzt.

Bury Tomorrow – Will You Haunt Me, With That Same Patience
Fazit
Will You Haunt Me, With That Same Patience ist ein professionell produziertes Metalcore-Werk, das anfangs emotional und druckvoll beginnt, sich aber zunehmend in sicheren Mustern verliert. Trotz neuer Impulse im Line-Up fehlt es dem Album an Überraschung und echter Dringlichkeit.

Anspieltipps: To Dream, To Forget, Villain Arc und Wasteland
Gunde G.
7
Leserbewertung3 Bewertungen
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