Concrete – Ethereal Atrocities

Alte Schule wird in Bulgarien ganz groß geschrieben

Artist: Concrete

Herkunft: Bulgarien

Album: Ethereal Atrocities

Spiellänge: 31:47 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 25.09.2021

Label: Rebirth The Metal Production

Link: https://concretedm.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Kalin Kolev
Gitarre – Peter Dimitrov
Bassgitarre – Zhivko Stoyanov
Schlagzeug – Pavlin Nikolov

Tracklist:

  1. Thinning The Veil
  2. In Darkness They Exist
  3. Crowning The Grotesque
  4. Omnivorous Eradication
  5. Into Lifeless Slumber
  6. Thorns In Utopia
  7. Symbiotic Hatred
  8. The Strain-Ridden Kind
  9. Cinder Deity

Bulgarien ist ja nicht gerade als Mekka für Death Metal Bands bekannt. Abbadon, Bestia Ater, Day Of Execution und natürlich Eufobia kommen mir da spontan in dem Sinn. Concrete hatte ich da nicht wirklich auf dem Plan, obwohl dieses Quartett auch schon seit 2011 dabei ist und eine EP und drei Alben auf dem Buckel hat. Nun steht Album Nummer vier in den Startlöchern.

Thinning The Veil kommt mit einem altbackenen Sound um die Ecke. Death Metal der alten Schule steht auf der bulgarischen Agenda. Schleppend und druckvoll geht es im Midtempo los. Riffing, wie man es aus den Neunzigern kennt. Nicht neu, aber drückend. Macht Laune. Ein melancholisches und melodisches Lead folgt und wird mit einem Midtempo-Part kombiniert. Es kommen einige Vorspieler und dann ab ins Uptempo. Der Gesang wird teilweise gedoppelt. Growls und Screams geben sich die Klinke in die Hand. Kleines Solo zwischendurch und dann wieder Vollgas. Passt, obwohl das Riffing mich bei diesem Part nicht überzeugt. Man bleibt aber weiter aggressiv und kommt dann wieder mit dem melancholischen Riff. Die Vorspieler werden wieder rausgeholt und volle Attacke. Ein ziemlich langes Solo wird zum Besten gegeben und dann ist auch Schluss.

Dass die Burschen in den Neunzigern hängen geblieben sind, hört man auch bei In Darkness They Exist. Morbid Angel lastige Vorspieler und geiles Doublebass-Gerassel. Fängt schon mal gut an. Noch einmal ein paar Vorspieler. Stakkato-Riffing und wieder dieser doppelte Gesang. Klingt alles sehr hektisch und chaotisch. Schockt aber. Wieder dieser Morbid Angel-Gedächtnispart und dann ein ziemlicher geiler Groove. Absolut druckvoll, die Doublebass regiert die Welt und es findet immer wieder eine kleine Tempoverschärfung statt. Dann ist aber aus und das Ende klingt ein wenig unrund.

Dafür ist das lang gezogene, melodische Lead zu Beginn von Crowning The Grotesque hervorragend. Man geht gleich in den Knüppelpart und haut so ziemlich alles kurz und klein, um dann im old schooligen Death Metal Groove zu landen und holt anschließend wieder dieses geile Lead heraus. Nach einem Break kommen dann wieder mehrere Vorspieler und man holt wieder den Knüppel heraus. Cannibal Corpse Freunden wird es gefallen. Kurzer Groove mit durchrasselnder Doublebass und wieder volle Attacke, nachdem wieder einige Vorspieler erfolgten. Ja, der Song geht gut ins Ohr. Mit dem old schooligen Death Metal Groove endet der Spaß. Ziemlich geil, auch wenn man schon wirklich alles mal gehört hat.

So geht es eigentlich immer weiter. Auch das nachfolgende, total brutale Omnivorous Eradication dürfte alten Hasen gefallen, die gerne mal Malevolent Creation oder Cannibal Corpse hören. Auch hier arbeitet man sehr aggressiv und ackert sich an der alten Schule ab. Klingt total brutal und verarbeitet wieder ein geiles, melodisches Lead. Eben alte amerikanische Death Metal Schule.

Das Lead bei Into Lifeless Slumber ist auch nur fett. Auch ein geiler Song. Das Solo ist auch absolut großartig, ansonsten plätschert der Song aber ein wenig vor sich hin.

Bei Thorns In Utopia lassen Death auch mal grüßen.

Die Bulgaren liefern für Freunde des gepflegten Neunziger Death Metal ein gutes Album ab. Kommt ganz fett, aber es fehlt so der Oberhammer und ein wenig die Eigenständigkeit, aber gute Laune hat es allemal verbreitet.

Concrete – Ethereal Atrocities
Fazit
Auf ihrem vierten Album liefern uns diese Bulgaren old schooligen Death Metal, so wie er in den Neunzigern von Bands wie Malevolent Creation, Death, Cannibal Corpse, Pestilence oder Morbid Angel präsentiert wurde. Kommt sehr gut, es fehlt hier und da aber etwas beim Songwriting, um ganz oben mitspielen zu können. Aber das Album kann man sehr geil durchhören, weil man ehrlichen Death Metal geboten bekommt. Der doppelte Gesang und diese melodischen Leads sind besonders zu erwähnen.
br> Anspieltipps: Crowning The Grotesque und Thorns In Utopia
Michael E.
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