Dead by April – Worlds Collide

“Mix zwischen Boyband und Metal!“

Artist: Dead by April

Herkunft: Schweden

Album: Worlds Collide

Spiellänge: 41:56 Minuten

Genre: Metalcore, Post-Hardcore

Release: 07.04.2017

Label: Spinefarm

Bandmitglieder:

Gesang, Keyboard, E-Gitarre – Pontus Hjelm
Gesang – Christopher „Stoffe“ Andersson
Bassgitarre – Markus Wesslen
Schlagzeug – Marcus Rosell

Tracklist:

  1. Crying over you
  2. I can’t breathe
  3. Playing with Fire
  4. Warrior
  5. Breaking Point
  6. My Heart Is Crushable
  7. Can You See The Red
  8. Our Worlds Collide
  9. This Is My Life
  10. Perfect The Way You Are
  11. For Every Step

Sich einzigartig zu machen innerhalb der Musik kann manchmal etwas schwierig sein, gibt es doch mehr als tausende Bands in den jeweiligen Genres. Dead by April bringen mit Worlds Collide nicht nur ihr neues Album, sondern auch eine neue Platte mit ihrem bekannten Mix aus Pop, Boyband und Metal. Ein Konzept das funktioniert?

Der erste Track Crying Over You ist bereits vorab als Single veröffentlicht worden und kann auch definitiv als der Ohrwurm schlechthin beschrieben werden. Clean-Gesang im Chorus und eine schöne, heftige instrumentelle Untermalung gepaart mit Screaming – ein Konzept, welches Dead By April schon zuvor zum Besten gegeben hat und hier auch direkt zu Beginn mit weitermacht.

I can’t breathe gibt sich zu Beginn etwas ruhiger und wirkt insgesamt ein wenig fokussierter als sein Vorgänger. Auch hier spielt Schmerz und vor allem negative Gefühle eine Rolle, womit die besondere Mischung der schwedischen Band natürlich auch dafür sorgen muss, dass sie berührt. Und das tut sie. Playing With Fire ist weitaus wilder, chaotischer und energiegeladen. Das eben noch angesprochene Gefühl, welches die Band vermittelt, wird hier etwas reduziert – man möchte ja auch nicht immer traurig sein, wenn man Musik hört.

Warrior lässt an Stärke und Energie nur etwas nach im Vergleich, präsentiert sich hiermit also auch als starken Song. Mal mehr Gefühl, mal mehr Energie – Dead by April versucht durch dieses Konzept Abwechslung zu bringen und jeden Song für sich interessant zu machen. Gelingen tut dies teilweise, auch wenn man nicht abstreiten kann, dass das Album ein wenig monoton daher kommt.

Breaking Point ist dann nach zwei energiegeladenen Songs wieder etwas mehr auf das Gefühl fokussiert und präsentiert einen der stärksten Songs des Albums durch den perfekten Mix zwischen Clean und Screamo sowie eingebauten Breakdowns. Diese werden auch in My Heart Is Crushable eingesetzt, wenn auch dieser Song mit etwas mehr Pop-Elementen arbeitet.

Der (fast-) Titeltrack Our Worlds Collide zieht wieder etwas das Tempo an und bringt neue Energie hervor. Auch dieser Track versteht es, eine gesunde Balance zwischen Gefühl und Härte zu präsentieren, welches Spaß macht und gleichzeitig im Kopf hängen bleibt. Ganz so, als würde das Kollidieren dieser zwei Genres wunderbar funktionieren.

This Is My Life ist instrumentell betrachtet wieder stärker auf Experimente aus, so sind doch schnelle Riffs mit vielen Techno-Elementen und Screamo gegeben, womit das Ohr dann doch einiges zu tun hat. Im Vergleich dazu sind dann die letzten beiden Tracks wieder sehr ruhig: Perfect The Way You Are präsentiert sich sanft und positiv, während For Every Step ganz klar das Ende des Albums einläutet und auch wenn der Wechsel zwischen This Is My Life und den letzten beiden Songs etwas radikal erscheint, so ist es doch schön, dass Album auf sanfter Note zu beenden.

Fazit: Dead By April stehen für den Mix zwischen Boyband und Metal – dies funktioniert jedoch auch nur, wenn der Zuhörer sich für beides begeistern kann. Auch wenn das neue Album ein paar gute Songs präsentiert, die definitiv in der Playlist bleiben, so scheint das Album Worlds Collide jedoch nichts zu riskieren, zeigt es sich doch in allbekannter Form und fast schon zu ähnlich zu den anderen Alben der Band. An alten Genres festzuhalten ist wahrlich keine schlechte Sache, dennoch sollte man versuchen, einen Einzigartigkeitsfaktor in jedes Album reinzubringen. Und auch wenn Dead by April auf dieser Ebene etwas schwankt, so macht die neue Platte dennoch Spaß und wird vor allem Fans, aber vermutlich auch nur diese, wieder erfreuen.

Anspieltipps: Crying over you, Our Worlds Collide, Breaking Point
Anabel S.
5.5
Leser Bewertung1 Bewertung
10
5.5
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