Artist: Eden Rider
Herkunft: Hannover
Album: Anima (EP)
Spiellänge: 16:59 Minuten
Genre: Grunge/Alternative Rock
Release: 27.01.2025
Label: Eigenproduktion
Links: https://www.instagram.com/edenrider_band/
https://www.facebook.com/EdenRiderband
https://edenrider.bandcamp.com/album/anima
Bandmitglieder:
Gesang/Gitarre – Melik Melek Khelifa
Gitarre – Sascha Mordtmann
Bassgitarre – Andreas Halbfaß
Schlagzeug – Björn-Christian Seela
Tracklist:
- Bring Down The Sky
- Painless
- Romanticide
- Eden Rider
Seit 2021 aktiv, haut die Grunge-/Alternative-Rock-Band Eden Rider die EP Anima raus. Dabei ist der Stil, trotz nur vier Songs, extrem abwechslungsreich.
Bring Down The Sky geht zügig nach vorne und hat einen gewagten orientalischen Touch. Ungewöhnlich in dem Kontext, da hier gerade auf den Vocals „orientalische Rhythmen“ eingeworfen werden und in einem coolen, catchy Refrain enden. So kann das für meinen Geschmack weitergehen.
Tut es aber nicht.
Stattdessen latscht man auf die Bremse und wird mit Painless gefühlvoll, mit an der Grenze zu schnulzig. Bei mir tun sich hier leichte HIM-Vibes auf und ich war anfangs etwas verwundert. Denn das hätte ich nach dem Opener wirklich nicht erwartet. Irgendwie schräg und auch irgendwie cool.
Und schräg sowie cool geht es mit Romanticide weiter, bei dem mein 80er-Jahre-Sister-Of-Mercy-Herz aufgeht: Ich will meine Neonröhren anmachen und nachts über eine Landstraße hämmern! Die Synth- und Keyboard-Elemente mit dem Bass zu Anfang sind einfach nur cool und bocken total! Wie gesagt: Die 80er lassen grüßen!
Wem immer noch nicht genug Abwechslung geboten wurde, der soll dann mit Eden Rider am Schluss noch wirklich die volle Packung bekommen: Das leicht getragene Riff mit dem orientalischen Thema funktioniert echt ganz gut und steht wieder im Gegensatz zum Rest der Platte.
Wobei … eigentlich steht alles im Kontrast zueinander und man fragt sich schon, ob es wirklich eine Band über die komplette EP ist, so unterschiedlich sind die ganzen Tracks.
Kurz noch zum Sound kann man sagen, dass der recht aufgeräumt ist, modern klingt, aber der Bass viel Liebe abbekommen hat. Denn teilweise kann der auf der einen oder anderen Anlage ein bisschen untenrum dröhnen, am besten die Einstellungen anpassen. Denn sonst lasst ihr euch damit die EP verderben.