Artist: Human Teorema
Herkunft: Paris, Frankreich
Album: Le Premier Soleil De Jan Calet
Genre: Krautrock, Psychedelic Rock
Spiellänge: 46:56 Minuten
Release: 25.10.2024
Label: Sulatron Records
Link: www.facebook.com/humanteorema
Bandmitglieder:
Gitarre, Synths (Korg Monopoly + ARP Odyssey) – Tim Girerd-Hengstenberg
Bass – Alan Charron
Gitarre – Mathieu Leroy
Schlagzeug – Xabi Irigoin
Tracklist:
- Onirico
- Studiis
- Spedizione
Auch im Hause Sulatron Records tut sich rechtzeitig was vor der Weihnachtszeit. Bereits am 25.10.2024 hat man dort mit Le Premier Soleil De Jan Calet das Debüt der Franzosen Human Teorema verausgabt. Erhältlich ist die Scheibe auf limitiertem schwarzem Vinyl (300 Stück).
Human Teorema existieren zwar bereits seit 2012, man brauchte allerdings einige Zeit, um das Debüt zu veröffentlichen. Nicht, dass die Band zuvor faul auf der Haut gelegen hätte, denn es existieren einige EPs. Nun also mit Le Premier Soleil De Jan Calet das erste Album der Pariser. Das Album zeichnet die Reisen, die Entdeckungen und die Visionen von Jan Calet nach, der Anfang der 90er-Jahre Professor für antike Zivilisationen in Rom war und die Zeitalter und Abgründe bis zu seiner Erneuerung durchlebte.
Mit Onirico, Studiis und Spedizione sind es gerade einmal drei Songs, die sich auf dem Album befinden. Diese drei Songs sind allerdings in jeweils mehrere Stücke unterteilt. Musikalisch geht man auf eine Reise, die über verträumte kosmischen Klanglandschaften und sentimentale Momente bis hin zu intensiven wabernden Erlebnissen reicht.
Der Opener Onirico schlängelt beinahe schwerelos über acht Minuten vor sich hin. Der Opener täuscht mit seinem Sound tatsächlich etwas, denn anhand dieses Songs kann man noch nicht unbedingt sagen, was einen auf diesem Album erwartet. Beim folgenden Studiis legt das Quartett noch einmal über sieben Minuten drauf und beim abschließenden Spedizione wiederum auf diese sieben Minuten eine weitere Schippe von sieben Minuten. Spedizione kommt so auf satte 23 Minuten.
Human Teorema entspinnen dabei einen ganz eigenen Kosmos und natürlich sind es die längeren Stücke, die den Psychedelic und Krautrock erst richtig im Orbit entfalten. Wunderbare Klänge im weiten Kosmos, die manchmal von Sequenzen eines R2-D2s komplettiert werden, ohne dabei in ein Star Wars Imperium zu verfallen. Man bleibt dabei quasi in seiner eigenen Möbiusschleife, aus der es natürlich keinen Ausbruch geben kann. Soundtechnisch kratzt man dabei etwas an die Entstehungsjahre.




