Ingrimm – Live

“ Vom Krieger übers Lumpenpack zum Teufelsweib. Was für eine Mittelalter/Metal Live- CD!“

Artist: Ingrimm

Album: Live CD & DVD

Spiellänge: 58:57 Minuten

Genre: Mittelalter / Metal

Release: 08.04.2011

Label: Black Bards

Link: www.ingrimm.com

Klingt wie: In Extremo, Dyrathor

Band Mitglieder:

Gesang – Stefan „Fenris“ Zandt
Gitarren – Alex Haas Bass –
Robert „Mugl“ Ruidl
Drums – Klaus Rosner
Dudelsack, Drehleier, Flöten – Christian „Hardy“ Hadersdorfer

Tracklist:

  1. Todgeweiht
  2. Ingrimm
  3. Krieger
  4. Lumpenpack
  5. Teufelsweib
  6. Skudrinka
  7. Diaboli
  8. Eisenwind
  9. Der letzte Tanz
  10. Sag mir nicht
  11. Der Stern
  12. Vogelfrei

Die immer fleißigen Mittelalter Metal Ingrimm lassen sich auch 2011 wieder auf einen Silberling pressen. Dieses mal gibt es aber kein Studio Album, sondern eine Doppel CD/DVD. Die Live-Aufnahmen der CD wurden auf dem Celtic Rock Open Air von 2009 festgehalten, die DVD beinhaltet die Show von den Bordunrocknächten 2010. Diese liegt mir heute aber nicht zu Händen. Nach kurzem Anstimmen der Instrumente setzt der Sound der Todgeweihte ein. Die Dudelsäcke stimmen auf Mittelalter Metal ein, bis sich die Gitarren im Song einbringen. Ein wirklich schöner Eröffner, der schon gut Schwung in die Bude bringt und die Anwesenden feiern lässt. An zweiter Stelle folgt bereits der Namensgeber der Band, so ertönt Ingrimm durch die Nacht und heizt die Mittelalter Party weiter an. Den einzigen Minuspunkt, den ich bisher ausmachen kann, ist der Sound, dem es ein wenig an Schwung fehlt. Dafür sind die Nebengeräusche schön festgehalten, die Live-CDs so unvergesslich machen. Vor allem die Songauswahl ist sehr ausgewogen, zum Beispiel der sehr ansprechende Song Krieger, der von einem sehr geilen eingängigen Refrain lebt. Im Anschluss lässt das Lumpenpack die Puppen tanzen, die sich im Nachhinein als Teufelsweiber herausstellen. Zwei Stücke, die sich auf der Live-Scheibe sehr gut machen. Skudrinka zeigt nochmal, warum die Fans Ingrimm so lieben. Folkloristische Instrumente stützen den Track, ohne störend in Erscheinung zu treten. So lassen sie genug Platz für andere Metal-Einflüsse, die durch abwechslungsreichen Gesang, der bis ans Death Metal- Gegrowle heranreicht, für Mittelalter- und Metal- Fans interessant gestaltet werden. Mit Eisenwind befindet sich ein Stück vom aktuellen Böses Blut– Album in der Live-Show – der Song passt hervorragend zwischen die alten Tracks! Sag mir nicht, das ist Der letzte Tanz – nein, soweit sind wir noch nicht! Da die Live- CD auf eine Spielzeit von fast einer Stunde und 12 Songs blicken kann, gibt es mit Der Stern und Vogelfrei einen Nachschlag, wobei mir besonders der Schlusspunkt mit Vogelfrei sehr zusagt. Verhältnismäßig harte Riffs zerreißen die Nacht und lassen mich zufrieden den Kopf schütteln.

Fazit: Ein wirklich schönes Werk der deutschen Mittelalter- Metaler Ingrimm, die wiedermal gezeigt haben, dass In Extremo nicht die einzigen sind, die in diesem Genre Erfolge feiern könne. Besonders die harte Gangart beschert Ingrimm reges Interesse der Metalszene und so sind sie mit ihrer ersten Live- Scheibe den Ansprüchen gerecht geworden. Fans dieser Band (und die, die es werden wollen) kommen voll auf ihre Kosten und so kann ich Euch nur eine Kaufempfehlung aussprechen. Anspieltipps: Krieger, Skudrinka und Eisenwind
Rene W.9
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