Jaded Heart – We Rock The North am 07.02.2020, Pauli Bahnhof Hamburg

Verzögerungen im Betriebsablauf

Eventname: Jaded Heart – We Rock The North

Headliner: Jaded Heart

Vorbands: Sign X, 3 Wishes und Sebastien

Ort: Pauli Bahnhof, Hamburg

Datum: 07.02.2020

Kosten: ab 13,00 € VVK, 18,00 € AK

Genre: Hard Rock, Melodic Hard Rock, Rock, Power Metal, Symphonic Metal

Besucher: ca. 100 Besucher

Veranstalter: Ballroom Hamburg (https://ballroom-hamburg.de/)

Links: https://de-de.facebook.com/jadedheartmusic/
http://jadedheart.believeband.com/?lang=de
https://de-de.facebook.com/officialsebastienmusic/
http://www.three-wishes.de/3_Wishes_offical_homepage/Band.html
https://de-de.facebook.com/3wishesrock
https://www.sign-x.de/
https://de-de.facebook.com/SignXGermany

Setliste Jaded Heart:

  1. Phoenix
  2. Run And Hide
  3. No Reason
  4. Godforsaken
  5. Justice Is Deserved
  6. The Enemy
  7. Saints Denied
  8. Schizophrenic
  9. Rescue Me
  10. Wasteland
  11. Tomorrow Comes
  12. Paid My Dues (Anastacia cover)

Zugabe:

  1. Love Is A Killer
  2. Life Is Beautiful
  3. With You
  4. Freedom Call

Des einen Leid – des anderen Freud. So kann man das Szenario umschreiben. Ich komme in den Pauli Bahnhof und völlig überraschend steht dort Jaded Heart auf der Bühne. Eigentlich wollte ich mich nur mit Oliver Otto (Ballroom Hamburg) treffen. Aber wenn man schon die Möglichkeit bekommt, ein weiteres Konzert zu sehen, dann kann man darüber auch berichten. Grund für die ca. einstündige Verspätung war ein Stromausfall im Club. Jaded Heart sind der Headliner im Rahmen des Ballroom Hamburg Events We Rock The North. Alle weiteren Bands wie Sign X, 3 Wishes oder Sebastien habe ich nicht sehen können.
Dass es ab und wann zu Verzögerungen in Betriebsabläufen an Bahnhöfen kommt, ist ja bekannt – auch wenn hier Bahnhof dran steht und auch ein altes Bahnhofsschild an der Wand klebt, Züge fahren hier keine mehr. Allerdings befindet sich die U-Bahn Station St. Pauli nur einen Steinwurf entfernt und gehört zum Komplex Klubhaus St. Pauli am Spielbudenplatz.

Jaded Heart wurden 1990 gegründet. Das bedeutet, dass die Band bereits 30 Jahre Musikgeschichte auf dem Buckel hat. Ursprünglich war die Band nur mit deutschen Musikern bestückt. 2004 stieg mit Sänger Johan Fahlberg der erste Schwede in die Band ein. Es folgte einige Zeit später mit Peter Östros der zweite Schwede. Jaded Heart wurden auch mal von Frédéric Leclercq an der Gitarre (heute Kreator, ex Dragonforce) als Livesupport unterstützt. Mit den beiden Schweden wurden u.a. Sinister Mind (2007), Perfect Insanity (2009) und 2013 Common Destiny (2012) eingespielt und diverse Tourneen in Europa als Headliner und als Support für Bands wie Rage, Doro, Axel Rudi Pell und Shinedown gespielt. Der aktuelle Longplayer heißt Devil´s Gift und erschien 2018. Von den Gründern ist nur noch der Bassist Michael Müller heute auf der Bühne. Dazu aber nach wie vor die beiden schwedischen Musiker. Weiterhin dabei sind an den Drums Bodo Stricker und Masahiro Eto an der Gitarre.

Kommen wir zurück von der Geschichte zum aktuellen Tagesgeschehen. Der Club ist mäßig gefüllt zur frühen Stunde (es ist mittlerweile nach Mitternacht). Der Pauli Bahnhof hat, wie auch die Markthalle in Hamburg, eine Art Mini Amphitheater. Mit Phoenix vom letzten Album Devil´s Gift geht es los. Der Sound und die Stimmung unter den ca. 80 Gästen sind bestens. Run And Hide (Common Destiny, 2012) ist dann der Beginn einer Zeitreise durch die Geschichte der Band. Die alten Tracks des melodischen Hardrocks kommen gut beim eher gesetzten Publikum an. Justice Is Deserved (Sinister Mind, 2007) ist dann der erste Höhepunkt. Der Track hat 13 Jahre auf der Uhr, klingt aber nach wie vor zeitlos. Bei Tomorrow Comes (Helluva Time, 2005) wird fast kollektiv geheadbangt. Auf der gleichen Scheibe befindet sich auch das Anastacia Cover Paid My Dues. Mit With You und Freedom Call geht der Gig nach ca. 80 Minuten zu Ende.

Clubkonzerte sind etwas intimer bezüglich des Kontakts zwischen Musiker und Publikum. So ist die Band nach dem Konzert auch an der Bar oder dem Merchandising zu finden auf ein Bier oder Gespräch.

Fazit: Stromausfall und Verzögerungen sind natürlich immer blöd. Aber man darf von solchen Dingen auch mal profitieren. Ich habe Jaded Heart eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen und habe mich sehr gefreut, dass es zeitlich doch noch funktioniert hat. Danke an Oliver Otto und Ballroom Hamburg für die nette Veranstaltung.

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