König Kobra – Level Für Level

Party, Party, Party - Bier, Punk und Core nach der Devise: Hauptsache es knallt!

Artist: König Kobra

Herkunft: Ruhrgebiet, Deutschland

Album: Level Für Level

Spiellänge: 38:03 Minuten

Genre: Punkrock / Synthiecore

Release: 17.05.2019

Label: Boersma Records

Link: https://www.facebook.com/pg/KoenigKobra/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang, Keyboard –Billy
Gesang – Roicke
Gitarre – Maric
Gitarre – Johannes
Bassgitarre – Hendrik
Schlagzeug – Patrick

Tracklist:

  1. Start
  2. Zeitmaschine
  3. Kirmesdisco
  4. Level Für Level
  5. 1998
  6. Pizza Pätroni (feat. Cozza)
  7. Ein Zwei Drei Tanzen
  8. Kein Mensch
  9. Sorgenkind
  10. Was Du Nicht weißt
  11. Quadrat
  12. Vorwärts

Vor zwei Jahren zusammengefunden, wuchsen König Kobra aus NRW schnell zusammen. Zusammengewürfelt aus den unterschiedlichsten Genres, vom Britpop über den Poprock bis hin zum Metalcore, entsteht ein wilder Ritt, der ein modernes Bild abliefern soll. Über Boersma Records bekommen sie die Möglichkeit, ihre vielen Ideen zu einem Klang zusammenzuführen. Neben alter Ärzte Schule findet man WIZO Klänge, die durch Indie Rock Riffs gleiten und von Synthiecore Einspielungen angestachelt werden. Der Punk dringt in Deutschrock Regionen und rundet die Vielfalt um zwei weitere Faktoren ungeniert ab.

Über den Tellerrand blicken muss man bei König Kobra von Beginn an. Start bildet das kurze Intro, bevor die Zeitmaschine uns durch die Jahrzehnte führt. Achtziger, Neunziger und das Beste von Heute ist ein Werbeslogan eines deutschen Radios, könnte man aber auch gut auf die Jungs aus dem Ruhrgebiet projizieren. Modern, mit alter Deutschpunk Attitüde, haben die sechs Künstler kaum Grenzen und wildern überall herum – was ihnen eben gerade in die Finger kommt. Die Metalcore Shouts gepaart mit ein paar härteren Melodien setzen die Messlatte noch mal um zwei Stufen nach oben. Der persönliche Geschmack wird trotzdem auf eine harte Probe gestellt. Wie ein Paradiesvogel im Bestattungsunternehmen wirkt Level Für Level in unserem Metal Magazin. Nicht jeder Punch sitzt, dafür haben die Männer Spaß an ihrer Kunst und das überzeugend. Ihre Anhänger für das bunte Chaos dürften sie ebenfalls schnell finden. Moderner Punk mit rockigem Core Flair funktioniert im Jahr 2019 wunderbar. Wenn sie live nur ein wenig Unterhaltung auf die Bretter bekommen, dürfte der Erfolg von ganz alleine herbeieilen. Kirmesdisco ist für mich ganz harter Tobak – viel schlimmer bleibt die Tatsache, dass nicht nur der Refrain im Kopf bleibt. Alles richtig gemacht? Kommt drauf an, wie man es nimmt. Prägnant agieren König Kobra allemal, greifen nicht zu sehr bei Kollegen ins Repertoire. Trotzdem muss man schon viel Lebensfreude in den Backen haben, um bei Songs wie Ein Zwei Drei Tanzen oder Quadrat das Tanzbein zu schwingen. Im Zocker Soundtrack bleibt sogar noch Zeit für klare politische Statements wie Kein Mensch. Die Texte sitzen ebenfalls und damit kommen wir zu dem Punkt, wo man vor den Jungs den Hut ziehen muss. Das Niveau dringt nicht unter die Gürtelleine und man kann sogar noch zum Nachdenken anregen.

Fazit
Puh, ganz klar nicht meins, und wenn das Album Level Für Level nicht für eine Rezension in meine Hände gewandert wäre, würde ich bei König Kobra mit Absicht weggucken. Wie bei einem Autounfall kann man aber gar nicht anders, als zu den Chaoten zu blicken und sogar ein genaues Ohr auf die Lyrics zu legen. Die Zielgruppe ist enttarnt und liegt zwischen Ärzte und Wizo, auch mit feinem Ansatz bei den deutschen Metalcore Bands, die mit deutschsprachigen Songtexten die Abiturienten vor der Bühne schwindelig spielen.

Anspieltipps: Kirmesdisco und Kein Mensch
René W.7
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7
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