Serpent Omega – II

Wilder schwedischer Genre Eintopf

Artist: Serpent Omega

Herkunft: Stockholm, Schweden

Album: II

Spiellänge: 38:23 Minuten

Genre: Doom Metal, Sludge, Crust, Black Metal, Death Metal

Release: 04.09.2020

Label: Icons Creating Evil Art

Links: https://www.facebook.com/serpentomega/
http://serpentomega.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Urskogr
Gitarre – Jonsson
Bassgitarre – Brief
Schlagzeug – Peter „Fast Feet Pete“ Stjärnvind

Tracklist:

  1. Orog Nuur
  2. Land Of Darkness
  3. Rivers Of Reversed
  4. Through The Gates
  5. Chthonic
  6. At The Mountains Edge
  7. Av Aska

Serpent Omega ist eine schwedische Band, welche 2011 gegründet wurde und 2013 ihr bisher einziges self-titled Release veröffentlichte. Ein Livealbum gab es noch 2015 und seitdem ist Funkstille. Einen neuen Drummer hat man für den Zweitling gefunden und aufgenommen wurde das Werk in Stockholm, in den Dark Prod Studios, gemixt im Studio Humbucker von Robert Pehrsson (Runemagick, Death Breath, Robert Pehrsson’s Humbucker), das finale Mastering erledigte Magnus Lindberg (Cult Of Luna). Beim Blick auf die Genres wird bereits klar, dass man hier einen Ritt mit sehr vielen Einflüssen erwarten darf.

Orog Nuur gibt es zum Einstieg. Gesanglich im Sludge und Crust, die Gitarren ein Mix aus Doom mit ein wenig Death und einer Prise Black, ein ziemliches Gemetzel gleich mal zum Anfang. Gewöhnungsbedürftig, allen voran die Stimme, aber nicht uninteressant. Land Of Darkness geht in die gleiche Richtung, es wird deutlich schwärzer vom Metal, dazu geht man vom Schreigesang zu einem Mix aus gutturalem Gesang mit klaren Passagen, also ein ganz schönes Chaos und eine heftige Mischung. Etwas mehr als acht Minuten Rivers Of Reversed, es wird wieder doomiger, dazu bleibt der gutturale Gesang, aber auch klare Passagen und schwarzmetallische Gitarren sind zu vernehmen. Einfache Kost geht anders, allen voran die recht hohe Stimme beim gutturalen Gesang ist für mich gewöhnungsbedürftig, die klaren Passagen dagegen gefallen mir recht gut. Through The Gates kommt als Sludge und Crust um die Ecke, das Ding könnte auch gut auf eine Hardcore Scheibe passen, wenn die Gitarren etwas anders klingen würden. Chthonic ist mit mehr als sieben Minuten wieder etwas länger, der angebotene Mix orientiert sich an Rivers Of Reversed, jedoch konzentriert man sich mehr auf Schreigesang, was ich persönlich gar nicht mal schlecht finde. At The Mountains Edge hört sich anfänglich wie klassischer Metal an, spätestens mit einsetzendem Gesang ist das aber vorbei. Der kommt mehr als ein gutturales Schreien um die Ecke, aber bei mir überhaupt nicht an und macht das eigentlich ganz interessante Gitarrenspiel kaputt. Schade. Av Aska zum guten Schluss ist eine Art Outro mit Sprechgesang und Wettergeräuschen sowie sehr getragenen Gitarren.

Serpent Omega – II
Fazit
Weniger wäre hier wohl mehr gewesen, allen voran beim Gesang. Die gutturalen Passagen überzeugen mich wenig, wenn die Stimme klar oder schreiend eingesetzt wird, ist es okay. Ansonsten Geschmackssache, ein recht wilder Genre Mix mit vielen interessanten Ansätzen, wo Potenzial und Ideen durchschimmern, aber noch nicht richtig beim Hörer ankommen.

Anspieltipps: Rivers Of Reversed und Chthonic
Jürgen F.
5.5
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