Seven Spires – Emerald Seas

Artist: Seven Spires

Herkunft: Boston, Massachusetts, USA

Album: Emerald Seas

Spiellänge: 49:10 Minuten

Genre: Theatrical Metal, Symphonic Metal

Release: 14.02.2020

Label: Frontiers Music s.r.l.

Links: www.sevenspiresband.com
https://www.facebook.com/sevenspiresband/

Bandmitglieder:

Gesang, Keyboard – Adrienne Cowan
Gitarre – Jack Kosto
Bass – Peter Albert de Reyna
Schlagzeug – Chris Dovas

Tracklist:

  1. Igne Defendit
  2. Ghost Of A Dream
  3. No Words Exchanged
  4. Every Crest
  5. Unmapped Darkness
  6. Succumb
  7. Drowner Of Worlds
  8. Silvery Moon
  9. Bury You
  10. Fearless
  11. With Love From The Other Side
  12. The Trouble With Eternal Life
  13. Emerald Seas

Seven Spiers stammen aus Boston, Massachusetts und haben sich als eine der vielversprechendsten neuen Bands im Bereich des Symphonic Metals bekannt gemacht. Sängerin Adrienne Cowan dürfte so manchem als Gastsängerin bei Avantasia als Ersatz für Amanda Somerville bekannt sein. Andere wiederum kennen sie als Leadsängerin auf Sascha Paeths Masters Of Ceremony.
Emerals Seas ist bereits das zweite Album der Bostoner. 2017 produzierte eben dieser Sascha Paeth das Debütalbum Solveig und zeigt sich auch jetzt für den Mix verantwortlich. Michael „Miro“ Rodenberg, der unter anderem an den Keyboards bei Avantasia steht, hat das Mastering übernommen und steht für eine Top-Produktion.

Das fast zweiminütige Intro Ignite Defendit lässt schon vermuten, was einen als Nächstes bei Ghost Of A Dream erwartet. Die epochalen Soundtrack-Klänge weichen zarten Melodiebögen, Gitarrensoli und der weichen Stimme von Adrienne. No Words Exchanged wechselt wieder das Tempo. Zwar bleiben die tolle Stimme und die klaren Gitarrenriffs, es werden aber zwei Gänge heruntergeschaltet. Man ertappt sich automatisch beim Mitsummen der Melodie. Every Crest schaltet anfangs wieder hoch, verliert sich aber wieder im Midtempo. Und dann, wie aus heiterem Himmel, kommt mit Unmapped Darkness eine hitverdächtige Nummer daher. Mit Mitsing-Chorus und eingängigen Melodien. Schon dieses Stück hat die Anschaffung des Albums gerechtfertigt. In Sachen Gefälligkeit macht Succumb dann nahtlos weiter. Klare Stimme, eingängige Melodie und ein hoher Background-Streichereinsatz macht diesen Titel aus.

Es folgt mit Drowner Of Worlds eine Symbiose mit dem Black Metal. Tiefe Growls und dunkle Melodien prägen den Song. Der Songaufbau erinnert stark an Kamelot, das Gegrowle an Alissa White-Gluz von Arch Enemy. Nach diesem Kracher folgt mit Silver Moon der ruhigste Song des Albums. Klare Stimme, langsame traditionelle Rhytmen und Gitarrensound à la Blackmores Night lassen in dieser Ballade trotzdem keine Langeweile aufkommen. Ähnlich folgt dann Bury You. Der Song kann aber nicht an den Vorgänger heranreichen.

Fearless lässt das Tempo dann wieder steigen. Wieder tiefe Growls zu klassischem Background. Fearless und Drowner Of Worlds ähneln nicht nur, sind mit über fünf Minuten auch die längsten Songs auf dem Album.

With Love From The Other Side bremst das Tempo erst einmal wieder auf null ab und bildet mit 94 Sekunden keinen Song, sondern die Einleitung zum Finale. The Trouble With Eternal Life erinnert in der Struktur dann an Songs von Avantasia. Getragene Passagen wechseln mit druckvollen Drumming, Gitarrensoli wechseln mit langen Gesangspassagen. Der Titelsong Emerald Seas am Ende ist wieder ein Instrumental. Er lässt als eine Art Outro das Album mit klassischen Klängen ausklingen, verarbeitet noch einmal Passagen aus den Songs. Auch dieser Song kann, ebenso wie das Intro, aus Hollywoods Filmschmiede stammen.

Live auf einer Bühne werden wir die Band in Europa erst einmal nicht zu sehen bekommen. 2020 stehen ausschließlich Gigs in Amerika mit ein paar Abstechern nach Kanada an. Größtenteils stehen sie auf der Tour zusammen mit den Genregrößen Battle Beast und Amaranthe auf der Bühne.

Das Album ist derzeit nur als CD erhältlich. Für fünf Dollar Aufpreis kann man sich auf der Homepage eine signierte Ausgabe bestellen.

Seven Spires – Emerald Seas
Fazit
Man darf resümieren: Dieses Genre bekommt auch guten Zuwachs aus nicht-skandinavischen Ländern. Es wird die Meinungen spalten. Kritiker werden ihr Heil zwischen Glamour und Kopie suchen. Zumindest ist es kurzweilig und mir gefällt es!

Anspieltipps: Fearless, Drowner Of Worlds und The Trouble With Eternal Life
Norbert C.
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