Subliritum – A Touch of Death

“Außergewöhnliche Fügungen“

Artist: Subliritum

Album: A Touch Of Death

Spiellänge: 34:17 Minuten

Genre: Melodic Black Metal

Release: 01.01.2011

Label: Battlegod Productions

Link: http://www.myspace.com/subliritum

Klingt wie: Bal Sagoth, Enslaved, Testament

Band Mitglieder:

Gesang/Gitarre – Jonas Moen (Arcan)
Gitarre – Sverre Berntsen
Bass/Keyboard – Kristian Moen (Celtus)
Schlagzeug – Vegard Larsen (Vyl)

Trackliste:

  1. No Tomorrow
  2. Indulcence
  3. The Beast
  4. Back To Zero
  5. Memories
  6. Cease To Be
  7. Berserk
  8. A Touch Of Death

Die norwegische Band Subliritum hat endlich ihr neues Album A Touch Of Death veröffentlicht. Bekanntheitsgrad hat die Band schon durch ihre Musiker, die unter anderem von Bands wie Keep Of Kalessin oder Gorgoroth kommen. Somit ist das spielerische Können vorab nicht zu bezweifeln. Ideenreichtum und Kreativität liegen dem Werk zu Grunde und es darf viel Spannung und Energie erwartet werden.
So geht es spannungsgeladen in den ersten Song. No Tomorrow ist sehr melodisch gehalten, aber dennoch im raschen Tempo gespielt. Die dunklen Gitarrenläufe bauen sofort Spannung auf und der rauchige Scream vom Sänger Jonas hält diese Impression aufrecht. Die Änderungen im Rhythmus geben dem Song einen sehr lebendigen Charakter und das eingebettete Solo wird in sehr hoher Tonart gespielt. Der Kontrast, der durch den dunklen Gesang und den hohen Instrumente erzeugt wird, hält die aggressive Stimmung permanent aufrecht. Die instrumentellen Parts sind kraftvoll aber dennoch melodisch und das Keyboard rundet das ganze Werk ab. Ein weiteres Highlight ist die Variabilität des Sängers. So wurde hier auch ein Abschnitt in cleaner Intonation verwendet, der nach kurzer Zeit in den Scream wieder hinübergeht. Brutaler wird dann der nächste Song Indulcence. Schnelle Drums und aggressive Gitarren führen schnell zum Gesangspart. Der hohe Scream wirkt genauso brutal wie die Instrumente, bleibt aber erst etwas im Background. Vorrangig wird Wert auf das instrumentale Können gelegt. Stilistisch ist der Song im Black Metal gehalten und beinhaltet die typischen Merkmale. Ein Abbruch im Tempo lässt die dunkel gestimmten Gitarren kraftvoller erscheinen und der einsetzende Scream wird hier ins Licht gerückt. Auch gibt es zum Ende hin einen Höhepunkt. Eine Mischung aus hohem Cleangesang und Scream wurde hier eingearbeitet und ist klar zu verstehen. Ein schöner abwechslungsreicher Abschluss. Genauso rasant beginnt auch The Beast. Typische Black Metal Passagen kombiniert mit Keyboardklängen sind maßgeblich in diesem Stück. Im rasanten Tempo gespielt, ist der Gesang sehr tief angesetzt und und verleiht die nötige Aggression. Viele Breaks bringen Bewegung hinein und der Cleangsang erinnert etwas an Powermetal. Durch die Hintergrundmelodie erhält der Song einen fröhlichen Charakter, auch wenn hier eine sehr dunkle Stimmfarbe vorherrschend ist. Abwechslung steht mit dem nächsten Track an. Back To Zero gehört eher in die Deathmetalschiene kombiniert mit Powermetal. Eine sehr ungewöhnliche Mischung, die jedoch sehr gut umgesetzt ist. Ruhig und melodisch steigen die Gitarren in den Song ein und werden durch einen tiefen Growl unterstützt. Sehr laut wird hier Tempo gemacht. Im Zwischenpart hingegen erklingt ein hoher Cleangesang mit ebenso hoch gestimmten Instrumenten. Der Übergang zur anfänglichen Spielweise ist schleichend, aber der Spannungsaufbau deutlich spürbar. Memories ist nur ein sehr kurzes Intermezzo, welches wohl ein Zwischenspiel darstellt. Soundeffekte werden lediglich verwendet und es endet auch sehr abrupt.
Danach geht es wie vor dem Zwischenteil weiter. Auch Cease To Be ist eher im Death Metal gespielt. Eine härtere Gangart gibt es dann erneut mit Berserk. Brutal, laut und schnell wird zu Werke gegangen. Typische Black Metal Elemente sind hier zu finden mit einem großen Textanteil. Während des Stückes ändert sich jedoch die Musikführung und die bekannten Cleanparts finden ihren Platz. So klingt das Lied nicht ganz so brutal aus Der letzte Song ist auch der Albumtitel A Touch of Death. Hier wird noch mal die ganze Palette des Black Metals geboten. Turbulent ist der Einstieg mit sehr schnellen Instrumenten. Dazu passt die rauchige Stimme des Frontmannes Jonas in sehr aggressivem Ton. Hier werden die seichteren Parts ausgespart und nur Vollgas gegeben. Ein schönes kraftvolles Stück am Schluss, dass das gesamte Können der Band erneut unter Beweis stellt.

Fazit: Subliritum ist eine sehr vielseitige Band, die nicht nur Black Metal in ihrem Album vereint. Die Zusammenführung verschiedenster Richtungen ist professionell gelungen und der Hörer bleibt immer dabei. Es ist keine Musik für nebenbei, denn sie ist so abwechslungsreich und voller Energie, dass man immer neue Facetten entdecken kann. Sie lädt zum mehrfachen Hören ein ohne das es langfristig trist erscheint. Anspieltipps: No Tomorrow, A Touch Of Death
Nadine S.
8.5
8.5
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