Shining – VII: Född Förlorare

„Depressive Wanderschaft mit Shinning“

Artist: Shining

Album: VII: Född Förlorare

Spiellänge CD: 41:47 Minuten

Genre: Extrem Metal / Progressiv Death/Black Metal

Release: 27.05.2011

Label: Spinefarm Records / Soulfood

Link: http://www.facebook.com/shiningofficial

Klingt wie: Den Saakaldte, Watain

Band Mitglieder:

Niklas Kvarforth – Gesang, Gitarre
Peter Hass – Gitarre
Fredric Graby – Gitarre

Tracklist CD:

  1. Förtvivlan Min Arvedel
  2. Tiden Läker Inga Sar
  3. Människa O´avskyrda Människa
  4. Tillsammans Är Vi Allt
  5. I Nattens Timma
  6. FFF

Shining haben im Mai dieses Jahres mit ihrem Frontmann Niklas Kvarforth bereits den Nachfolger des Klagopsalmer Longplayers heraus gebracht. Besonders durch Niklas Kvarforth Eskapaden sind Shining in der Metalwelt der extremen Klänge keine Unbekannten mehr. Ob dieses jedoch dem Image so gut tut ist eine andere Frage, das Aufsehen konnten sie jedenfalls damit erhaschen.

Beim Einlegen der CD springt mir gleich das depressive Cover ins Gesicht, aber wer hätte auch was anderes bei Shining erwartet, sicher kein Friede, Freude, Eierkuchen. Ein düster atmosphärischer Sound dringt aus den Lautsprechern, der bei Förtvivlan Min Arvedel mit feinen Abwechslungen und Breaks interessant gehalten wird. So darf der Clean-Gitarren Sound nicht fehlen, dem auch der Growl-Gesang weichen muss und mit sanften Stimme von Niklas Kvarforth angeschlagen wird. Allein die Abwechslung der verschiedenen Gesangslagen machen den Opener bereits zu einem tief melancholischen Leckerbissen für Genre-Liebhaber. Tiden Läker Inga Sar wird sehr eingängig gestartet. Im Hintergrund der herunter gedrehten Instrumente hört man Niklas Kvarforth husten und röcheln. Mit ruhiger und fester Stimme beginnt er seine Lyrics vorzutragen, bis sich sein Gemütszustand verschlechtert und die Härte zurück in seine Kehle findet. Shining richtig zu beschreiben ist sehr schwer. Depressive und progressive Klänge dominieren das sechste Album, die mit eigentlich Black Metal weniger zu tun haben, was durch die ruhigeren Parts noch einmal mehr sichtbar wird. Dennoch werden Black Metal Einflüsse punktuell eingeflochten die in der Verbindung sehr gut passen. Människa O´avskyrda Människa beginnt im Verhältnis der ersten beiden Stücke härter, behält die langsame Spielweise aber bei. Wer auf vII: Född Förlorare eine hasserfüllte Raserei erwartet wird eines besseren belehrt. Shining, die ein ordentlichen Facettenreichtum an den Tag legen, schaffen in den instrumentellen Bereichen eine musikalische Grundstimmung zu erzeugen, die man sonst von Opeth kennt und genau meinen Geschmack trifft. Mit Tillsammans Är Vi Allt haben die Schweden noch einen fast 10 Minuten Kracher auf die Scheibe gebrannt, der durch Höhen und Tiefen gestrickt ist. Wie alle Stücke spiegelt er dieselbe Grundstimmung wieder. Trotz seiner langen Spielzeit passt er sich perfekt ins gesamt Gefüge eint. Im Anschluss folgt das
kürzeste Werk I Nattens Timma der vII: Född Förlorare Scheibe, welches mit Metal nicht mehr viel zu tun hat. Melancholisch und rockig wird der Song gestaltet, der unter anderem klassische und Gothic Elemte in sich vereint.

Fazit: Über Kreativität und Abwechslung kann man sich mit Sicherheit nicht beschweren!Shining haben viel Feingefühl bewiesen und ein klasse Songwriting an den Tag gelegt. So dürfte vII: Född Förlorare genreübergreifend Anhänger der düsteren Klänge finden. Von mir gibt es satte neun Punkte und eine Kaufempfehlung für alle, die sicher zu dieser Musik hingezogen fühlen. Anspieltipps: Tiden Läker Inga Sar und FFF
Rene W.
9
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