Time For Metal: unsere Top 5 Highlights 2025 – Teil 2

Heute: Kai R.

Wie in den letzten Jahren haben wir auch in diesem Jahr im Time For Metal-Team gefragt, was denn für jeden die musikalischen Höhepunkte waren. Dafür haben unsere Teammitglieder ihre ganz persönlichen Top 5-Highlights des Jahres herausgesucht. Viel Spaß mit den Time For Metal-Top 5 Highlights 2025!

Wie war dein „Musikjahr“ 2025?

Das Jahr 2025 war mal wieder speziell. Dieses Jahr stand alles unter dem Stern eines besonderen, sehr, sehr kleinen, wundervollen Menschen. Da ich im Jahr 2024 Vater geworden bin, hat sich wirklich ALLES geändert. Ich bin wirklich nicht mehr nachgekommen. Normalerweise höre ich pro Jahr mehr als 150 Alben, besuche zwischen 15 bis 20 Konzerte und habe über 50 Podcastaufnahmen. Dieses Jahr ist quasi nur das mit dem Podcast am Leben geblieben und die Menge der Alben hat sich auf Tonies und maximal 50 Alben reduziert. Doch habe ich ein paar Platten gekauft und ich glaube, ich habe noch nie so oft die Platten an meiner Schallplattenwand gewechselt. Somit bin ich froh, dass 2025 keine Top 5 Alben von der Redaktion gewünscht sind, sondern dass wir zwischen vielen Kategorien auswählen können. Erfrischend – ihr werdet erstaunt sein, welche Songs, Alben und Konzerte in meinen Highlights zu finden sind. Diesmal wird es wirklich wild.

Highlight 1: Parkway Drive | Konzerte/Festivals

Im September war ich tatsächlich zum ersten und letzten Mal im Jahr 2025 bei einem Konzert – natürlich bei der besten Band, die es gibt: Parkway Drive. Mit einem Circlepit um den Sänger, einem Streicherchor und gefühlt 200 Flaschen Propangas war das Konzert wirklich mehr als rund. Einziger Wermutstropfen: Da ich als Presse akkreditiert war, musste ich nach den ersten drei Songs den Innenraum verlassen und den Rest von der Tribüne aus ansehen – neben „Fans“, die nicht einmal die Texte kannten. Bei einem Act wie den Australiern ist das alles andere als nett. Da will man (oder besser gesagt: ich) in die Menge, mitgrölen, im Circlepit mitlaufen und beim Moshpit anderen die eigene Schulter präsentieren.

Parkway Drive – 20 Year Anniversary Tour 2025 am 27.09.2025 in den Westfalenhallen in Dortmund

Highlight 2: Imogen Heap – The Happy Song | Songs

Wer jetzt abgeschreckt ist, weil hier kein Metalsong kommt, den kann ich durchaus verstehen. Doch wer ein wundervolles Baby in seinen vier Wänden hat, der klammert sich an alles, was zur Beruhigung des kleinen Wesens beiträgt. Und komischerweise ist The Happy Song von Imogen Heap ein Lied, das wahre Wunder wirkt. Ab den ersten fünf Takten ist in etwa 80 % der Fälle Ruhe auf der Rückbank oder die Augen sind im Bett ganz schnell zu. Also: Wenn du den Song noch nicht kennst und eine kleine Geheimwaffe brauchst – um danach (mit Kopfhörern) mein nächstes Highlight zu genießen –, dann bist du hier absolut an der richtigen Adresse. Danke an die Künstlerin für angenehme Fahrzeiten und viele entspannte Minuten. P.S.: Ich kam 2025 auf 696 Minuten und 187 Plays von diesem „wunderschönen“ Song!

Highlight 3: Unprocessed – Angel | Alben/EP

Dass Unprocessed dieses Jahr ein neues Album herausgebracht haben, ist für mich wirklich ein Segen. Auch wenn ich hier zu Hause mit Angel nicht immer auf offene Ohren stoße, genieße ich die Urgewalt des Albums. Wer meint, dass man bei Distortion auf dem Bass nicht sparen sollte, dass engelsgleicher Gesang auch gern mal in gutturale Teufelsklänge abdriften darf und dass eine Gitarre so virtuos gezupft werden kann, dass man kaum versteht, wie das technisch möglich ist, ohne sich dabei Knoten in die Finger zu spielen (und dabei auch noch zu singen), der wird mit Angel mehr als voll bedient. Unprocessed knüpfen mit dem Album nahtlos an den Vorgänger …And Everything In Between an und sorgen dafür, dass mein Wrapped dieses Jahr ausschließlich aus Songs der Band besteht. P.S.: Wann kommen die Herren endlich mal zu uns in den Podcast …?

https://time-for-metal.eu/releases/unprocessed-angel/

Highlight 4: Leise War Gestern – Folge 160 – The Butcher Sisters (TBS) | Interview/Podcasts

Bei einem Podcast ist es immer etwas Besonderes, wenn alles anders kommt, als man denkt. Wer sich die Folge 160 unseres Podcasts Leise War Gestern anhört, wird relativ schnell merken, dass die Herren von The Butcher Sisters (TBS) alles getan haben – außer sich dem Konzept hinzugeben. Zwischendurch wusste ich als Podcast-Host nicht einmal mehr, ob die das, was sie da sagen, ernst meinen oder nicht. Dadurch wird die Folge so herrlich abgedreht, dass selbst die KI von Google zwischendurch meinte, TBS hätten den Podcast gekapert. Wer ein wenig Brainfuck braucht – darauf ein Monster Energy (White) – bitteschön!

https://leisewargestern.de

Highlight 5: Electric Callboy – Elevator Operator | Songs

„You heard about a man the lift controller“… ein skurriler Genremix irgendwo zwischen Metalcore und Eurodance, schräge Frisuren, noch schrägere Texte und die wohl unterhaltsamsten Musikvideos. Ich rede natürlich von Electric Callboy. Mit dem Song Elevator Operator (ich feiere jedes Mal, dass Siri den Titel erst auf Deutsch vorliest, bevor er dann aus meinen Boxen trällert) haben es die Herren aus Castrop-Rauxel dieses Jahr geschafft, mich komplett abzuholen. Der Text handelt von einem Mann, der im Fahrstuhl „lebt“ und einem ein unvergessliches Erlebnis durch eine außergewöhnliche Fahrt beschert. Schön bescheuert, aber herrlich zum Mitsingen. Perfekt für unter der Dusche – und dort habe ich bekanntermaßen die meisten meiner Headliner-Konzerte. Also genau richtig für das Jahr 2025… „I really wanna be like him… forget about that.“

Electric Callboy: Single/Video zu „Elevator Operator“ jetzt erhältlich