Time For Metal: unsere Top 5 Highlights 2025 – Teil 1

Heute: Florian "Flo" W.

Wie in den letzten Jahren haben wir auch in diesem Jahr im Time For Metal-Team gefragt, was denn für jeden die musikalischen Höhepunkte waren. Dafür haben unsere Teammitglieder ihre ganz persönlichen Top 5-Highlights des Jahres herausgesucht. Viel Spaß mit den Time For Metal-Top 5 Highlights 2025!

Wie war dein „Musikjahr“ 2025?

Wenig, dafür umso intensiver – so könnte man mein Musikjahr in einem Satz beschreiben. Neben den unten stehenden Highlights gab es so viel zu erleben, dass ich einfach nur dankbar sein kann. Auf eine Reise in die Vergangenheit nahmen mich J.B.O. mit, die – unweit meiner alten Heimat – ihr Klassikeralbum Explizite Lyrik zum Besten gaben. Da blieb kein Auge trocken. Ebenfalls in meiner alten „Hood“ nahmen mich Fury In The Slaughterhouse mit in eine unbeschwerte Zeit, in der ich quasi im örtlichen Jugendraum zu Hause war. Live eine Bank, die Hannoveraner. Apropos live eine Bank: Seit einigen Jahren habe ich mich in die Musik von Popstar Billie Eilish verliebt. Dieses Jahr durfte ich ihre unfassbare Show in Köln erleben. Love you, Billie! In meiner Wahlheimat im Harz gab es zwei feste Termine im Kalender: Das Hellfire Over Ilsenburg überzeugte mich nicht zuletzt durch den Headlinerauftritt von Vorga. Das andere Event „umme Ecke“ nennt sich Heimburger Metalnacht. Dort zauberten mir Neuentdeckungen wie Mission In Black, Akiavel und Defender ein fettes Grinsen ins Gesicht. Zum Konzertjahresabschluss durfte ich mit der lieben Pia von powermetal.de den Abschied bzw. Abriss der Niederländer For I Am King feiern.

Highlight 1: Escalation Fest | Konzerte/Festivals

Anfang Februar wurde mir bei frostigen Temperaturen kräftig eingeheizt. Zwei Jahre zuvor blieb mir das Escalation Fest aufgrund von 🤢 noch verwehrt, doch dieses Jahr war es endlich so weit. Nach einer etwas beschwerlichen Anreise mit meinen Besten konnten uns die Support-Bands wie Callejon oder die französischen Abrissbirnen von Landmvrks von den Sitzen reißen. Doch das, was Electric Callboy dann aufgefahren haben, war pure Eskalation. Der Name ist Programm. Hey Callboys, wie viel Konfetti benötigt ihr? Antwort: Alles! Die pure Reizüberflutung in Konzertform und überall glückliche Gesichter. Auch beim Cover Tokio-Hotel-Hit Durch Den Monsun sang die ganze Halle – mich eingeschlossen – lautstark mit. Wie schrieb man zu Hochzeiten von eBay so schön: Alles bestens, gerne wieder.

Escalation Fest am 01.02.2025 in der Rudolf Weber Arena, Oberhausen

Highlight 2: Nerd Rock Festival | Konzerte/Festivals

Das NexusNerd Rock Festival in Leipzig machte mich durch sein starkes Line-Up neugierig. Bands, die ich erst seit Kurzem in mein Herz geschlossen habe, standen auf dem Programm. Da ich bisher keinen der Acts wie From Fall To Spring, Invoke, Venues oder Future Palace live zu Gesicht bekam, war eine kleine Reise nach Leipzig unumgänglich. Zum Liveprogramm sollte es auch noch Anime-Cosplay, Gaming-Areas und vieles mehr zu sehen geben. Nicht in meinen wildesten Träumen hätte ich erwartet, WIE GEIL das Festival tatsächlich umgesetzt wurde. Die Retro-Gaming-Areas im Eingangsbereich beamten mich direkt zurück ins Kinderzimmer. Zocken mit den Kumpels und dazu Metal hören – besser geht’s nicht. Die Cosplayer legten eine Liebe zum Detail an den Tag, dass es eine wahre Freude war. Zu den genannten Bands, die allesamt abgeliefert haben, haben mich u. a. Akuma Six, Samurai Pizza Cats und Tag Der Helden als neuen Fan gewonnen. Letztere war eine von zwei „Nerdbands“ des Festivals, die mit kultigen Anime-Hits die Halle zum Kochen brachten. Wer von euch war schon mal in einer Wall of Death zum Titelsong von Käpt’n Balu? Übertrieben schön dort. Nächstes Jahr save wieder am Start.

Highlight 3: 30 Jahre Ayreon | Konzerte/Festivals

Die Aufregung ist immer groß, wenn „the old hippie dude“ Arjen Lucassen ein neues Event ankündigt. Bereits zweimal durfte ich sein magisches Liveprogramm im niederländischen Tilburg miterleben. Das diesjährige Event stand unter dem Banner An Amazing Flight Through Time 30 Jahre Ayreon. Eigentlich denkt man, dass man schon alles gesehen hat, aber was Herr Arjen mit seinem kongenialen Sidekick Joost van den Broek und unzähligen herausragenden Musikerinnen und Musikern aus dem Boden gestampft hat, ist atemberaubend. Songs von einem anderen Planeten (Y), engelsgleiche Stimmen sowie eine Sound- und Videoproduktion, die ihresgleichen sucht, bilden zusammen ein spektakuläres Konzerterlebnis. Dafür reisten Fans aus 71 (!) verschiedenen Ländern an und verwandelten Tilburg wieder einmal in „Ayreon-City“.

Highlight 4: The Devil Wears Prada | Alben/EP

Nein, ich hätte nicht gedacht, dass die Amerikaner von The Devil Wears Prada dieses Jahr eines meiner Lieblingsalben abliefern. Die Texte berühren mich so sehr, dass die Musik von Zeit zu Zeit sogar ins Hintertreffen gerät. Das Zusammenspiel aus modernem Metalcore und Post-Hardcore trifft jeden Nerv in meinem Körper.

https://time-for-metal.eu/the-devil-wears-prada-flowers/

Highlight 5: „Fuh-loo-juh“ | Alben/EP

Da ich die Gefühle zu meinem Album des Jahres nicht besser beschreiben kann, muss ich mich ausnahmsweise mal selbst zitieren: „Es muss noch Geschichtenerzähler und Träumer geben. Fallujah gehören definitiv zu dieser aussterbenden Spezies. Wer solch eine Anstrengung in seine Songkonstrukte legt und dazu noch eine psychedelische Reise durch Raum und Zeit vertont, der darf sich mit Fug und Recht einen Platz im Tech-Death-Olymp reservieren. Außerirdische Musik für irdische Ohren.“

https://time-for-metal.eu/fallujah-xenotaph/