TNT – XIII

“Da trieft der Schmalz und punktet nicht viel!“

Artist: TNT

Herkunft: Trondheim, Norwegen

Album: XIII

Spiellänge: 46:05 Minuten

Genre: AOR

Release: 08.06.2018

Label: Frontiers Music SRL

Link: http://tnttheband.com/

Bandmitglieder:

Gitarre – Ronnie Le Tekro
Gesang – Baol Bardot Bulsara
Bass – Ove Husemoen
Schlagzeug – Diesel Dahl

Tracklist:

  1. We’re Gonna Make It
  2. Not Feeling Anything
  3. Fair Warning
  4. It’s Electric
  5. Where You Belong
  6. Can’t Breathe Anymore
  7. Get Ready For Some Hard Rock
  8. People, Come Together
  9. Tears In My Eyes
  10. 17th Of May
  11. Catch A Wave
  12. Sunshine

Tja, was ist das denn? Nun habe ich die neue TNT vorliegen. Die Norweger liefern mit ihrem 13. Album ein Stück kitschigen Rock ab, der es eigentlich nicht verdient hat, erwähnt zu werden, und wenn, dann nur so, wie es beschrieben wird. Gleich der Opener We’re Gonna Make It greift tief in diese triefende Schmalzkiste. Ist da keinem etwas Besseres eingefallen? Das ist nicht mal Rock eher Mainstream der schlechteren Sorte. Das hört sich weichgespült an. Jeder amerikanische AOR Act wie z.B Bon Jovi ist dagegen schon fast Metal. Fast dachte ich, beim zweiten Track geht es rockiger zu, die Gitarre von Ronnie Le Tekro lässt das am Anfang vermuten. Driftet aber zu schnell wieder ab. Obwohl ein recht ansprechendes Solo in der Mitte für Abwechslung sorgt. Fair Warning fängt dann auch wieder vielversprechend an. Sänger Baol Bardot Bulsara zeigt, dass er singen kann. Auch hier ein ansprechendes Solo, das aber an der eigentlich schlechten Mittelmäßigkeit nichts ändert. Aber bisher der beste Song. Wer das mit Songs der vorhergehenden Alben vergleicht, wird sich verwundert die Ohren reiben. Kein Vergleich.

It’s Elecric liefert nur Schwachstrom. Puh, wie schlecht für ein AOR Album. Der unterirdische mehrstimmige Gesang an dieser Stelle turnt ab. Aber es geht noch anders. Die Ballade Where You Belong reißt es so gar nicht raus. Das ist grottig. Wohlgemerkt für ein Album einer ansonsten eher in den klassischen 80er AOR Bereich gehörenden Band. Was die da wohl geritten hat? Es blitzt ja immer mal wieder ein Highlight in Form eines Gitarrensolos auf, aber das ist zu wenig. Es fehlen gute Melodien und etwas wie zu Zeiten von Tell No Tales.

I Can’t Breathe Anymore würde gut zu einer Familienserie im Vorabendprogramm passen. Und wenn jetzt beim nächsten Song jeder hofft, dass die Frage Are You Ready For Some Hard Rock? der fette Rock kommt, wird leider enttäuscht. Auch das ist eher sehr mäßig. People Come Together fängt mal wieder gut an. Da hört sich vielversprechend an. Leider bestechen dann die Gesangslinien nicht. Auch das ist zu unausgegoren. Ob da einfach was gemacht wurde, um nach acht Jahren ein Lebenszeichen von sich zu geben? Ich hätte da eher den Vorruhestand angestrebt. Wieder ein vielversprechender Anfang bei Tears In My Eyes. Nicht ganz so schlecht, aber eigentlich auch eher von der Sorte, einmal kurz gehört und dann fast vergessen. Eventuell geht er noch als einer der Songs durch, der mit einer einigermaßen eingängigen Melodie aufwartet. Aber reicht nicht.

Schnelldurchgang der letzten drei Tracks. 17th Of May ist nichts. Catch A Wave scheint eher an einem Tag gewesen zu sein, an dem es keine Wellen gibt. Und Sunshine muss an einem wolkenverhangenen Tag entstanden sein, obwohl hier noch mal eine gute Soloeinlage zu vermerken ist.

Fazit: Wenn ich eine Platte unrockig finde, dann steht XIII von TNT sehr weit oben. Seichte Popmusik mit dem Hang zur Vervollkommnung der Kitschigkeit. Das ist kein klassischer AOR. Das ist peinlich. Keine Empfehlung. Die paar Gitarren Highlights rechtfertigen noch vier Punkte.

Anspieltipps: Fällt mir vielleicht nur Fair Warning ein
Kay l.
4
Leserwertung0 Bewertungen
0
4
Weitere Beiträge
Fleshcrawl – Into The Catacombs Of Flesh