Artist: The Pighounds
Herkunft: Dortmund, Deutschland
Album: Tutti Frutti
Genre: Alternative Rock, Punk, Grunge
Spiellänge: 43:27 Minuten
Release: 28.02.2025
Label: Noisolution Records
Link: https://www.facebook.com/ThePighounds/
Bandmitglieder:
Gitarre, Gesang – Peter
Schlagzeug – Sandro
Tracklist:
- Malaise
- Love Fuzz
- Serenity
- Bridgets
- Pay To Play
- Hands Of God
- Crush
- Vadder
- ZZZ Cherie
- Down With This
- Day Of The Acid
- El Nocamino (CD Only)
Da sind sie schon wieder, die beiden Schweinehunde aus Doooortmund! The Pighounds / die Schweinehunde Peter (Gitarre, Gesang) und Sandro sind angetreten, um die (Alternative) Rockwelt mit ihrer Mucke aufzumischen
Das Duo, welches sich erst 2018 zusammenfand und 2021 (mitten in der Coronakrise) ihr Debüt Hilleboom beim Berliner Label Noisolution herausbrachte, legte direkt ein Jahr später mit Phat Pig Phace nach. In diesem Tempo kann man mit der Veröffentlichung von Alben natürlich nicht weitermachen. Also macht man in der Zwischenzeit mit einem ausgiebigen Tourprogramm auf sich aufmerksam. Eigentlich hat man keine Zeit, da nebenbei noch ein neues Album einzuspielen. Allerdings handelt es in diesem Fall ja um die Dortmunder The Pighounds und es geht irgendwie dann doch, wenn man den inneren Schweinehund bekämpft hat. Also alles Ttutti Frutti und so nennt sich das Album dann auch.
Bei ihrem Stammlabel Noisolution erscheint das Album am 28.02.2025 als CD und in Erstauflage im orangefarbenen Tutti Frutti Vinyl, inkl. Textblatt. Zudem hat das Label den Pighounds eine Club 100 Auflage gespendet (Gold bedruckte PVC-Schutzhülle, Textblatt, Duftblume, von Band signierter Aufsteller, handnummeriert, gestempelt, goldenes Vinyl!), die bereits veröffentlicht wurde. Schaut mal ruhig auf der Labelseite von Noisolution nach, vielleicht habt ihr ja noch etwas Glück, eins dieser erlesenen Teile zu ergattern, in der Regel sind die Club 100 Auflagen schnell weg.
Die Band scheint sich in ihrer aktuellen Situation überhaupt nicht unwohl zu fühlen (und das, obwohl es uns Deutschen momentan doch allzu schlecht geht), das zeigen sie bereits mit dem Opener Malaise, obwohl das Wort ja eigentlich für Unbehagen/Unwohlsein steht. Ob ich Fuzz liebe? Klar liebe ich Fuzz und The Pighound lieben Fuzz natürlich auch, das untermauern sie mit Love Fuzz. Aber erst mal gelassen bleiben, denn das Ganze wird sogar noch mit Serenity in Beton gegossen.
Die Jungs sind irgendwie so was wie zwischen melodisch und kratzbürstig. Die Scheibe hat den Charme einer (tollen) Selfmadeproduktion und kommt ganz ohne Glanz und Glitter aus. Also nix weichgespült, da muss nichts durch einen „Soundtrichter“. Die Songs sind richtig kraftvoll, halt Tutti Frutti. Ein Album voller bunter Tutti Frutti Gummibärchen, von denen im Vorfeldfeld schon ein paar Songs als Singles veröffentlicht wurden. Das Thema in Pay To Play kann sich bestimmt jeder vorstellen. Rock ’n‘ Roll Alltag, mit dem bestimmt jede Band schon zu kämpfen hatte. Im Musikgeschäft gibt es nämlich nicht nur die Hands Of God, da halten ziemlich viele ihre Hände auf und die Künstler haben meist das Nachsehen.
The Pighounds können das hohe Niveau ihrer letzten Scheibe aufrecht halten. Man hört den beiden Jungs an, dass sie das lieben, was sie machen und das Crush (en) sie mit einem wunderbaren Dortmunder Flair. Das crusht nicht nur, sondern es grunged auch gut. Hey Vadder Vedder, das ist schon sehr geil.
Doch das stimmt wirklich, ich schwöre. Don’t call me a liar ZZZ Cherie. Die Platte haut rein und von wegen Down With This, eher Daumen hoch muss es heißen. Die elf Songs auf dem Album sind richtig scharf und stoßen nicht sauer auf, auch das abschließende Day Of The Acid nicht. Auf der CD gibt es mit El Nocamino noch einen Song als Bonus gratis dazu.