Heavy Metal aus Griechenland ist nicht nur wegen des starken Undergroundlabels No Remorse Records immer interessant. Gerade im Epic Metal versuchen sich einige Bands an dem Erbe von William J. Tsamis und Warlord. Eine junge Band sind Leatherhead aus Larissa (Gründung 2022), die bereits mit ihrem selbstbetitelten Debüt 2024 bei den Undergroundfans punkten konnten. Im Februar 2026, gerade einmal 16 Monate nach dem Debüt, folgt bereits Longplayer Nummer zwei mit Namen Violent Horror Stories.
Violent Horror Stories ist das zweite Album von Leatherhead
Bei einer derartigen Arbeitswut lohnt der Blick auf die Protagonisten. Da stehen Bands wie Warwolf, Serpent Lord oder Thorn Burial. Das Quintett besteht aus erfahrenen Undergroundmusikern, die bereits seit einigen Jahren in der Szene aktiv sind. Das Debüt verschaffte der Truppe Vergleiche zum Speed- und Heavy Metal und Namen wie Agent Steel oder Helstar. Was gibt es auf Violent Horror Stories zu hören?
Die Vermutung, dass die Abkürzung V.H.S. die Abkürzung für den Titeltrack ist, liegt auf der Hand. Speed Metal mit einer düsteren Attitüde eröffnet das Album. Summoning The Dead tendiert deutlich mehr zum Heavy Metal und die hohen Vocals von Tolis Mekras erinnern nicht nur einmal an Midnight und Crimson Glory, allen voran, wenn Leatherhead etwas verspielter agieren. Während The Visitors noch gradlinig nach vorne prescht, sind mehr als sieben Minuten Children Of The Beast bereits von den Eckdaten her eine Überraschung. Spätestens jetzt fischen Leatherhead im progressiven US-Power-Metal, wo die Herren aber nicht simpel abkupfern, sondern die sieben Minuten mit der Verknüpfung von schnellen metallischen Parts und eingängigen, aber durchaus instrumental ins Progressive driftenden US-Power-Metal-Ansätzen, mischen. Das klingt von der Beschreibung schräg, was das Ding in Teilen auch ist – aber trotzdem hochinteressant und spannend.
Das Tempo auf Anschlag stellt Incubus. Crimson Eyes ist der zweite Ausflug in die Vielschichtigkeit der metallischen Welt. In Teilen noch abwechslungsreicher als Children Of The Beast, aber mit einem nachvollziehbaren roten Faden, legen Leatherhead nach und zeigen weit mehr Potenzial als einfacher Speed- oder Heavy Metal.
Die Zielgerade nennt sich Something Evil (This Way Comes) und Dreamcatcher, wobei der Blick in Richtung US-Metal in Verbindung mit schnellen, speedigen Elementen den Schlussakkord bildet.
Hier geht es für weitere Informationen zu Leatherhead – Violent Horror Stories in unserem Time For Metal Release-Kalender.



