Anthrax – Kings Among Scotland

“Nicht noch ein Live-Album!“

Artist: Anthrax

Herkunft: USA

Album: Kings Among Scotland

Spiellänge: 2:03:15 Stunden

Genre: Thrash Metal

Release: 27.04.2018

Label: Nuclear Blast Records

Link: http://www.anthrax.com

Bandmitglieder:

Gesang – Joey Belladonna
Gitarre  – Scott Ian
Gitarre – Jonathan Donais
Bassgitarre, Backgroundgesang – Frank Bello
Schlagzeug – Charlie Benante

Tracklist:

1. Intro
2. A.I.R.
3. Madhouse
4. Evil Twin
5. Medusa
6. Blood Eagle Wings
7. Fight ‚Em ‚Til You Can’t
8. Be All, End All
9. Breathing Lightning
10. Among The Living
11. Caught In A Mosh
12. One World
13. I Am The Law
14. A Skeleton In THe CLoset
15. N.F.L.
16. A.D.I. / Horror Of It All
17. Indians
18. Imitation Of Life
19. Antisocial

Höh, das ist doch im Prinzip Among The Living plus einige gute Fanwünsche auf dem neuen Anthrax-Album Kings Among Scotland? Gesagt, geprüft, tatsächlich! Anthrax feiern, ähnlich wie andere große Band selbiger Spielcoleur, ihren 87er Klassiker im 30jährigen Jubiläum. Dass die Stimmung bereits nach Madhouse am Brodeln ist, zeigt eindeutig, dass die Fans nach wie vor mit der Band unterwegs sind, auch wenn Joey Belladonna, der immer für einige Quengeleien im Bandgefüge gut ist, recht verzweifelt die hohen Shouts angeht (besonders Blood Eagle Wings tut richtig weh im Ohr), ansonsten aber nach wie vor ein akzeptables Thrashorgan besitzt.  Folgende Medusa, Blood Eagle WingsFight ‚Em ‚Til You Can’tBe All, End All und Breathing Lightning dienen sozusagen als Auftakt zum Anthrax-Standard Among The Living, das quasi das Master Of Puppets der vielleicht etwas kleineren Thrashcousins darstellt und meiner Meinung nach nicht mehr vorgestellt werden muss, da dies Metalpflichtwissen ist, so einfach ist das. Wer kennt nicht Caught In A Mosh, Indians, I Am The Law oder Antisocial? Dummerweise werden Songs wie das göttliche Safe Home ausgeklammert, was ich persönlich recht schade finde, da dieser doch ein ziemliches Pfund auf z.B. We´ve Come For You All der Jon Bush Ära darstellt. Na ja, die Gesangsquerulanten konnten sich ja bisher noch nie gut riechen, warum sollte sich da was geändert haben? Erwähnenswert sei an dieser Stelle noch das prächtige Cover, welches mit dem Signature Pink der Band und als Kiss-Tribute durchaus zu beeindrucken weiß, hier hat sich die Band richtig Mühe gegeben und bietet den Käufern, neben der ziemlich amtlichen Spielzeit, auch noch ein stimmiges Cover.

Fazit: Geht es nur mir so, oder hat man das Gefühl, dass es Anthrax etwas übertreiben mit Live-Alben? Ich persönlich hätte keinen Joey Belladonna am Mikro gebraucht, zumal dieser auf dem aktuellen Album eine weniger starke Figur als beispielsweise auf dem Big 4 Album macht. Gut, dass eine Band ihr Album feiert und seit 30 Jahren im Metalzirkus präsent ist, ist sicherlich nicht alltäglich, braucht es aber deshalb unbedingt ein Live- Album?

Anspieltipps: Madhouse, Indians, Caught In A Mosh, I Am The Law, Antisocial
Dominik B.
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