Apocalyptica – Plays Metallica By Four Cellos

“Ein Wiedererleben des Durchbruchs“

Artist: Apocalyptica

Herkunft: Helsinki, Finnland

Album: Plays Metallica By Four Cellos

Spiellänge: 60:06 Minuten

Genre: Symphonic Metal

Release: 22.07.2016

Label: Sony Music

Link: http://www.apocalyptica.com

Bandmitglieder:

Cello – Paavo Lötjönen
Cello – Eicca Toppinen
Cello – Perttu Kivilaakso
Schlagzeug – Mikko Siren

Tracklist:

  1. Enter Sandman
  2. Master Of Puppets
  3. Harvester Of Sorrow
  4. The Unforgiven
  5. Sad But True
  6. Creeping Death
  7. Wherever I May Roam
  8. Welcome Home (Sanitarium)
  9. Battery
  10. Nothing Else Matters
  11. Seek And Destroy

Zwanzig Jahre ist es schon her, dass Apocalyptica mit einem ganz bestimmten Album auf sich aufmerksam gemacht haben: Plays Metallica By Four Cellos. Acht Metallica-Songs wurden 1996 gecovert und veröffentlicht. Aufgrund dieses Jubiläums erscheint nun eine neue Version der Scheibe mit neuem Mastering der acht ursprünglichen Songs und drei Bonustracks, die da keine geringeren sind als BatteryNothing Else Matters und Seek And Destroy. Eine Neuerscheinung eines Albums ist an sich immer eine nette Erinnerung an die Existenz von selbigem, aber ähnlich wie eine Best-Of Scheibe sehr schwer zu bewerten. Daher werde ich mich auf die drei neuen Coversongs konzentrieren und den Rest kurz und bündig wie folgt beschreiben:

Man nehme die Kernmelodie diverser Metallica-Songs, nehme vier Celli und spiele eben diese Kernmelodie, begleitet sie mit diversen Soundeffekten und Schlagzeug, um noch näher an die Authenzität von Metallica ranzukommen et voilà – ein damals ungehörtes Erfolgsprodukt wurde geschaffen, das der Band Apocalyptica einen unwiderruflichen Kultstatus eingebracht hat.

Nun zu den drei Neuheiten auf der entstaubten Platte: Battery bewahrt das so markante Geschredder, das dieses Stück zu einem wahrhaften Metallica-Klassiker gemacht hat und man kann ganz locker im Kopf mitsingen, wenn man denn die Texte der Thrash Metaller beherrscht.  Nothing Else Matters vom guten alten Black Album ist keineswegs weniger bekannt als der Vorgänger, drosselt aber das Tempo ungemein und ich habe als Hörer einfach Lust mich zurückzulehnen, die Welt auszusperren und den Streichern zu lauschen. Zu guter Letzt kommt Seek And Destroy vom ersten Album der Thrash Metaller: Kill ‚Em All. Welche Ironie, dass diese Scheibe mit einem der ersten Lieder von Metallica ihr Ende findet, aber die Finnen haben das Stück gut umkomponiert inkl. diverser Schreddereien und bieten so einen sehr starken neuen Abschluss für ihr altes Meisterwerk.

Fazit: Vor zwanzig Jahren war dieses Album quasi der Durchbruch der Finnen an den Celli und auch heute ist die Scheibe ein sehr faszinierendes Stück Musik, das eine komplette Neuauslegung bekannter Metallica-Songs bietet. Wer allerdings auf Gesang wert legt, muss selber mitmachen, denn hier wird kein Stimmband angestrengt, sondern ausschließich die Saiten der Celli.
Lennart L.
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