Beast In Black – From Hell With Love

“Schon Judas Priest sang: Beware The Beast In Black!

Artist: Beast In Black

Herkunft: Helsinki, Finnland

Album: From Hell With Love

Spiellänge: 51:02 Minuten

Genre: Power Metal

Release: 08.02.2019

Produziert Antons Sound Quest Studio

Label: Nuclear Blast

Links: http://www.beastinblack.com,
https://www.nuclearblast.de/de/

Bandmitglieder

Gesang – Yannis Papadopoulos
Gitarre – Anton Kabanen
Gitarre – Kasperi Heikkinen
Bass – Mate Molnar
Schlagzeug – Atte Palokangas

Tracklist:

  1. Cry Out For A Hero
  2. From Hell With Love
  3. Sweet True Lies
  4. Repentless
  5. Die By The Blade
  6. Oceandeep
  7. Unlimited Sin
  8. True Believer
  9. This Is War
  10. Heart Of Steel
  11. No Surrender
  12. Killed By Death (Motörhead Cover – Digipak Bonus)
  13. No Easy Way Out (Digipak Bonus)

Album Nummer zwei um den ehemaligen Battle Beast Gitarristen Anton Kabanen. Wie schon beim Erstlingswerk Berserker (hier geht´s zum Review), werden hier elf neue Songs präsentiert, die im Laufe der umfangreichen Tournee Aktivitäten entstanden sind. Textlich gibt es eine Mischung aus tagtäglichen Gegebenheiten während der Tour und es werden auch wieder Inhalte der Kabanischen Lieblingsmanga/Anime Reihe Fist Of The Northstar aufgegriffen. Bereits im Opener Cry Out For A Hero kommt dies im Text deutlich zum Tragen.

Der Beginn des Albums zeigt mal wieder die große Klasse, des nach vorne losgehenden Power Metal, der allen Jüngern dieses Genres Freude bereiten dürfte. Der folgende Titeltrack steht dem in fast nichts nach. Allerdings ist er nicht ganz so geradlinig. Aber das stört gar nicht. Yannis Papadopoulos zeigt, dass er nicht nur shouten kann, sondern auch andere Stimmlagen beherrscht. Der Refrain überzeugt mit feinem Chorgesang. Na klar darf auch eine Soloeinlage von Anton Kabanen nicht fehlen. Sweet True Lies fängt etwas anders an. Der ganze Song ist mainstreamiger. Der gute Refrain bleibt mit seiner Hookline sofort hängen. Ansonsten ein typisches Stück von Beast In Black. Eben ein Midtempo-Kracher.

Mit Repentless folgt ein Stück im Stil des Openers. Vorwärts preschender Metal ohne große Schnörkel aber mit einem leichten Einsatz von Orchesterspuren. Das passt gut hier rein. Zum Ende hin, schon fast episch angehaucht, dürfte dieser Song ein neuer geiler Livehammer sein. Jetzt mal etwas anderes. Ein poppiger Anfang lässt mich bei Die By The Blade fast in die Achtziger rutschen. Dann hört sich der Gesang schon sehr weiblich an. Auch das kann Yannis gut. Der gesamte Song kommt locker flockig daher und könnte sehr gut im Radio laufen. Sehr gelungen. Mit über fünf Minuten kommt nun mit Oceandeep eine Ballade dran. Hier fällt es mir schwer zu erkennen, ob es Yannis ist oder tatsächlich eine weibliche Sängerin den Ton angibt. Der Einsatz einer Flöte gibt dem Track zusätzliche Spannung. Das dürfte im Konzertsaal ein Lichtermeer erzeugen. Auch Anton Kabanen darf einmal mehr glänzen und im Mittelteil wird auch noch mal die epische Keule rausgeholt. Sehr gute Melodie, die mit einem Spannungsbogen spielt und direkt für große Momente sorgt.

Nach diesem Ausflug wieder eine typische Mittempo-Nummer der Schwarzen Biester. Mal wieder mit einer guten Melodie gesegnet kriecht Unlimited Sin in den Gehörgang. Schon jetzt dürfte dies eines der Top Power Metal Alben 2019 werden. Auch True Beliver macht da nahtlos weiter. Große Melodie und ein toller Chorus. Bei This Is War wird es martialischer. Das stelle ich mir ebenfalls live als Highlight vor. Der Mitsinganteil ist definitiv da. Die eingebetteten, schönen Harmonien und der Solopart der Gitarristen dürften für Verzückung sorgen. Im Mittelteil sorgt eine ruhige Sequenz für Spannung, um dann aber gleich durch den stampfenden Rhythmus abgelöst zu werden.

Heart Of Steel fängt mal wieder mit orchestralen Ansätzen an. Auch hier erfreut uns eine Midtempo Nummer, die gut ins Gesamtgefüge passt. Letzter regulärer Track ist No Surrender und beschließt ein starkes Album. In der Digipack Version gibt es noch zwei Bonustracks, die ich hier aber nicht vorliegen habe.
Die Vorabsingle füge ich mal mit bei.

Fazit: Mit From Hell With Love legen Beast In Black eine sehr hohe Messlatte auf. Tolle Midtempo Kracher wechseln sich mit Losgehstücken ab. Alles in allem fast die Höchstpunktzahl, denn der letzte Song ist für mich nicht ganz so stark.  Anspieltipps: Ocendeep, Repentless, This Is War, Cry Out For A Hero
kay l.
9.5
Leserwertung8 Bewertungen
7.7
9.5
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