Celldweller – End Of An Empire

“Man kann auch zu Techno headbangen!“

Artist: Celldweller

Herkunft: Detroit (Michigan), Vereinigte Staaten von Amerika

Album: End Of An Empire

Spiellänge: 74:08 Minuten

Genre: EBM (Electronic Body Music), Techno

Release: 06.11.2015

Label: FiXT Music

Link: https://www.facebook.com/celldweller

Produktion: von Klayton

Bandmitglieder:

Alles – Klayton

Tracklist:

  1. Faction 01
  2. New Elysium
  3. End Of An Empire
  4. Heart On
  5. Just Like You
  6. Lost In Time
  7. Faction 06
  8. Good L_ck (Yo_’re F_cked)
  9. Jericho
  10. Faction 13
  11. Breakout (Feat. Scandroid)
  12. Down To Earth
  13. Precious One
  14. Jericho (Circle Of Dust Remix)
  15. G4M3 0V3R

Celldweller - End Of An Empire

Gegründet wurde das Projekt Celldweller im Jahr 1999 ursprünglich einmal in New York City, ist dann aber nach Detroit umgesiedelt. Im Grunde besteht das Projekt nur aus Klayton, der hier den Part des Komponisten und Sängers übernimmt und im Studio auch die meisten Instrumente selbst einspielt. Außerdem arbeitet er noch als Produzent, Remixer und DJ. Faul ist er also definitiv nicht, und an Ideen scheint es ihm auch nicht zu mangeln. Wenn ich die Informationen richtig zugeordnet habe, hat er als Celldweller bislang 17 Studioalben veröffentlicht, daneben diverse Singles, EPs und Remix-Alben sowie auch eine Live-DVD. Damit dürfte das am 06.11.2015 erschienene Album End Of An Empire das achtzehnte in der Diskographie von Celldweller sein.

Mit Faction 01 geht die Reise in die unendlichen Weiten der EBM los. Mit einer freundlichen Verabschiedung des Flugbegleiters wird man entlassen in den Uptempo-Song New Elysium. Elektronik, wohin man hört. Einige Effekte erinnern ein wenig an Skrillex, das kommt auch in einigen der folgenden Songs noch ab und zu mal vor, z. B. in Faction 06, ansonsten ist das hier wirklich ein reines EBM- bzw. Techno-Album mit Keyboards, Synthesizern, Soundeffekten und Roboterstimmen sowie ab und zu mal Gitarren (ich kenne mich da überhaupt nicht aus, aber was ich in Wikipedia über EBM gelesen habe, passt schon). Überrascht bin ich über den sehr gelungenen Gesang von Klayton, der ab und zu mal in Shouts wechselt, ansonsten aber schön im Klargesang bleibt.

Vom Tempo her ist alles dabei, es gibt die absolut tanzbaren Uptempo-Nummern, wie das bereits erwähnte New Elysium, End Of An Empire oder Breakout. Der Song Just Like You kommt wiederum verhältnismäßig getragen daher und erinnert mich mächtig an Question Of Lust von Depeche Mode. Bei Good L_ck (Yo_’re F_cked) flippen Celldweller dann vollkommen aus, da kommt mir sofort Firestarter von The Prodigy in den Sinn. Sehr gelungen finde ich auch Jericho und Down To Earth, die mich beide an die leider nicht mehr existierende Progressive Rock-Band Pure Reason Revolution erinnern. Meiner Meinung nach nicht wirklich gut tanzbar, aber durch die ständigen Tempowechsel sehr interessant ist dann noch Precious One. Schön bombastisch, dieser Song, und Fans des Genres werden wahrscheinlich auch hier die Tanzfläche füllen. Und da Klayton ja, wie oben geschrieben, auch Remixer ist, hat er dann eins meiner Lieblingslieder des Albums, nämlich Jericho, noch mal in ein Remix-Gewand gepackt, das dem Song richtig gut steht. Also auch Daumen hoch für Jericho (Circle Of Dust Remix). Nach etwas über 74 Minuten Spielzeit heißt es dann G4M3 0V3R, ich kriege ein breites Grinsen ins Gesicht, und mein Finger schwebt doch tatsächlich über der „Repeat“-Taste. 😀

Fazit: Erst wollte ich ja mit meinem Kollegen schimpfen, warum er dieses Album überhaupt zum Review angenommen hat und im Grunde ist dieses Album bei Time For Metal auch vollkommen falsch. Aber mir hat das Zuhören sehr viel Spaß gemacht. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mal ein sehr großer Scooter-Fan war und EBM bzw. Techno nach wie vor aufgeschlossen gegenüberstehe. Wer damit gar nichts anfangen kann, sollte die Finger von diesem Album lassen.

Anspieltipps: New Elysium, Just Like You, Jericho, Down To Earth und Jericho (Circle Of Dust Remix)
Heike L.
8.5
Leser Bewertung3 Bewertungen
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