Artwork von Francesco Artusato

Light The Torch – You Will Be The Death Of Me

Bündig am Debüt angelehnt

Artist: Light The Torch

Herkunft: Los Angeles, USA

Album: You Will Be The Death Of Me

Spiellänge: 42:52 Minuten

Genre: Metalcore, Melodic Metal

Release: 25.06.2021

Label: Nuclear Blast Records

Link: https://www.facebook.com/LightTheTorchOfficial

Bandmitglieder:

Gesang – Howard Jones
Gitarre – Francesco Artusato
Bassgitarre – Ryan Wombacher
Schlagzeug – Ryle Baltus

Tracklist:

  1. More Than Dreaming
  2. Let Me Fall Apart
  3. End Oft he World
  4. Wilting In The Light
  5. Death Of Me
  6. Living With A Ghost
  7. Bacome The Martyr
  8. Something Deep Inside
  9. I Hate Myself
  10. Denying The Sin
  11. Come Back To The Quicksand
  12. Sign Your Name

Wenn Howard Jones ein neues Projekt startet, dann bin ich gefühlt der Erste, der voller Vorfreude nicht mehr ruhig sitzen kann. Als am 11.03.2021 der Song I Am The Blade unter dem Projektnamen Sion veröffentlicht wurde, war ich gleich Feuer und Flamme. Was hätte dann besseres kommen können, als die Ankündigung eines neuen Albums der Jones-Band Light The Torch? Es gibt wirklich nur sehr wenige Bands, die mit einem gesamten Release in meiner privaten Playlist vertreten sind (und da auch verbleiben) – so geschehen mit dem Debüt Revival von 2018. So höre ich heute noch immer gern die eher emotionalen Songs, die Fronter Howard Jones gemeinsam mit seiner Kapelle eingespielt hatte. So viel zum Vorgeplänkel, doch wir wollen ja jetzt wissen, was das 2021er Album zu bieten hat. Ich sabbel nur so herum, da ich mich verpflichtet fühle, euch mitzuteilen, dass diese Rezension von einem Fanboy geschrieben ist und ich nicht durchweg objektiv an die Sache rangehen kann – ich gebe mir selbstverständlich Mühe!

Ohne Intro startet You Will Be The Death Of Me direkt mit Volldampf in den ersten Song More Than Dreaming und wer das Debüt von Light The Torch kennt, der wird die DNA spätestens im ersten Refrain wiedererkennen. Die Stimmung ist flott, sehr melodisch und emotional aufgeladen. Auch wenn die eingängigen Riffs omnipotent sind, sind die musikalischen Stärken gerade in der Fülle der Tracks zu finden. Wer mit nur einer Gitarre im Team so vielstimmig spielen kann, der hat entweder geschummelt oder kommt mit Samplern sehr gut zurecht. Wer bei Let Me Fall Apart an The Savety Of Disbelief vom 2018er Album denken muss, der ist wohl ungefähr auf dem Stand wie ich. Zumindest ist eine gewisse Ähnlichkeit in Struktur und Melodik nicht zu verkennen.

Bei Wilting In The Light finde ich gerade positiv, dass die Herren aus Los Angeles auch Songs produzieren können, die gerade im Gegensatz zu den anderen Tracks eher minimalistisch daherkommen. Die einprägsame Melodie lässt sich schön mitsingen und ich sehe mich schon auf einer Tour im Moshpit. Atmosphärisch und entschleunigt (Midtempo) kommt Death Of Me daher, während Living With A Ghost auf jeden Fall in eine Konzerthalle voller Circle Pits gehört. So zieht sich die Abwechslung quer durchs Album und ich bin erstaunt, wie sehr eine Band es schaffen kann, so zu klingen wie auf der letzten Platte und das ohne eintönig oder gar langweilig zu klingen. Positiv finde ich wieder, dass Jones stimmlich so abwechslungsreich ist – auch wenn er für meinen Geschmack auf You Will Be The Death Of Me leider zu selten im gutturalen Gesang unterwegs ist.

Als kleines Schmankerl schließt das Album mit einem guten Cover von Sanada Maitreyas Song Sign Your Name ab.

Mein persönliches Highlight ist der wohl aggressivste Track des Albums Denying The Sin, da hier die Metalcore-Wurzeln bei Weitem mehr bedient werden, als beim Rest der Platte.

Light The Torch – You Will Be The Death Of Me
Fazit
Mit You Will Be The Death Of Me liefern Light The Torch eine bodenständige zweite Platte, die sich nicht hinter dem Erstlingswerk verstecken muss. Ich muss aber gestehen, dass mich das Album nicht so gecatched hat, wie es noch die Platte von 2018 gemacht hat. Doch das ist aus meiner Sicht kein Problem, denn so ist noch Platz nach oben und wenn ich der Scheibe die Chance gebe, für sich zu stehen, dann muss ich dieser nach Release vielleicht noch ein paar Runden auf dem Plattenteller geben. Also, wer das Debüt gefeiert hat, der wird viele Parallelen zum 21er Release erkennen und der kann ab dem 25.06.2021 blind auf Play drücken.

Anspieltipps: Death Of Me, I Hate Myself und Denying The Sin
Kai R.
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Leser Bewertung1 Bewertung
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Punkte
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