Epitome Of Frail – Society

“Weniger ist manchmal mehr!“

Artist: Epitome Of Frail

Herkunft: Donaueschingen, Deutschland

Album: Society

Spiellänge: 26:31 Minuten

Genre: Modern Death Metal

Release: 27.04.2013

Label: Gunn Records, Bellaphon

Link: http://www.epitomeoffrail.de

Bandmitglieder:

Gesang – Pierre
Gitarre – Mario
Gitarre – Simon
Bass – Didi
Schlagzeug – Marius

Tracklist:

  1. Intro
  2. This Is Not Humanity
  3. Love’s Not Dead
  4. Father
  5. Indiction
  6. No Answer
  7. Desire Of A Cursed Soul
  8. Buried Memories
  9. Society

Epitome Of Frail - Society

Epitome Of Frail sind eine Modern Death Metal-Band aus Donaueschingen. Nun haben sie unter Gunn Records ihren neuen Longplayer Society veröffentlicht.

Das Intro läutet dieses Album mit sanften Klängen ein: Piano und Violine in schon bekannter Heaven Shall Burn–Manier. Dies steigert mit entspannter Athmosphäre die Erwartungen auf das, was gleich auf den Zuhörer zukommt. Ich persönlich liebe flüssige Übergänge, doch leider ist ein solcher hier nicht vorhanden. Unvermittelt und abgehackt geht es sofort mit dem ersten, für dieses Album, aussagekräftigen Track This Is Not Humanity weiter. Das hätte man deutlich besser gestalten können!

Der eben angesprochene Song This Is Not Humanity stößt sofort mit hoher Intensität ins Ohr. Fiese Drumparts und technisches Gitarrengeschrote harmoniert (wenn man das überhaupt so sagen kann) perfekt. Sänger Pierre schlachtet zwar sprichwörtlich den Kamelarsch, doch finde ich den Gesangsfluss manchmal etwas gleichbleibend. Da hätte man doch etwas mehr Abwechslung mit ins Spiel bringen können. Dennoch ist der Song mehr als gelungen.

Love’s Long Dead unterscheidet sich im Klang nicht großartig von seinem Vorgänger. Sehr aggressiv, eingängig, doch manchmal leider ein wenig zu viel des Guten. Da muss man sich den Song schon drei- bis viermal anhören, um alle Elemente wirklich mitnehmen zu können. Dies ändert sich allerdings mit Father: Hier werden alle meine vorherigen Erwartungen komplett erfüllt. Eine klare Songstruktur, fiese Vocals und klar überschaubare Instrumentalparts.

Mit Indiction findet sich ein kleines elektronisches Zwischenspiel auf dem Album wieder. Wieder einmal baut sich bei mir die Spannung auf den Übergang zum Folgesong auf. Diesmal wurde es übergangstechnisch besser umgesetzt, doch perfekt ist es nicht. In No Answer besteht das Gitarrenriff aus dem Thema des vorherigen Stücks Indiction, welches mit knapp zwei Minuten ein wenig knapp geraten ist. Das Teil ist der Hammer. Von vorne bis hinten wird durchdacht auf den Zuhörer eingeschrammelt, doch dann ist der Song unvermittelt vorbei. Daraus hätte man echt mehr machen können.

Zum Abschluss führen Epitome Of Frail den Zuhörer mit dem Titeltrack Society durch den stärksten Song des Albums. Melodische Gitarrenklänge, eine ruhige, aber technisch ansporuchsvolle Drumspur und eine abwechslungsreiche Gesangspur, die allerdings manchmal etwas dumpf und kraftlos klingt.

Fazit: Society ist ein Paradebeispiel dafür, dass weniger manchmal mehr ist. Natürlich beherrscht jeder von Epitome of Frail seinen Part sehr gut, doch sollte man eine gewisse Planung des Gesamtkonzepts vornehmen. Dennoch empfehle ich den Kauf dieser Platte, da höchstwahrscheinlich sehr viel Arbeit und Kraft in der Produktion lag. Weiterhin darf man gespannt sein, welche Entwicklung mit Epitome Of Frail geschieht. Anspieltipps: This Is Not Humanity, No Answer und Society
Rene W.
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