Colossus – Wake

“Jedem das Seine!“

Artist: Colossus

Herkunft: Stockholm, Schweden

Album: Wake

Spiellänge: 58:33 Minuten

Genre: Progressive Metal, Sludge Metal

Release: 20.04.2013

Label: Eigenproduktion

Link: http://colossus.se

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre– Niklas Eriksson
Bass – Peter Berg
Schlagzeug – Thomas Norstedt

Tracklist:

  1. A Stir Of Slumber
  2. Traitors Gate
  3. Reflection Of The Arcane
  4. Ruinbuilder
  5. Pillars And Perennity feat. Lars G Petrov
  6. Suncarrier
  7. Kingdoms feat. Morgan Ågren
  8. Cloudhead
  9. Fungal Gardens

Colossus - Wake

Colossus sind drei Jungs aus Stockholm, die sich mit ihrem Mix aus Progressive und Sludge Metal einen gewissen Bekanntheitsgrad verschaffen konnten. Nun haben sie in Eigenproduktion das Album Wake auf den Weltmarkt gebracht.

A Stir Of Slumber ist ein Song, der von Regentropfen, den quietschenden Reifen irgendeiner Karre und den Schritten eines vermeindlich Angefahrenen eingeläutet wird. Folgende Schlagzeugbeats und ein eher trister Gesang tragen nicht unbedingt zur Steigerung des Hörspaßes bei. Ab und an dringt die ein oder andere extremere Passage in den Song, wo Sänger und Gitarrist Niklas Eriksson mal ordentlich in die Klampfe drischt und kraftvoll mit seiner zweiten Gesangsspur um die Wette trällert. Eine gewisse Herumspielerei zwischen Gitarre und Effektgerät lassen den Zuhörer völlig abdriften (zumindestens war dies bei mir der Fall). Das war absolut nicht mein Geschmack.

Traitors Gate beginnt mit einem sehr schwungvollen Einstieg, der die Erwartungen definitiv höher setzt als beim vorherigen Song. In diesem Stück entfallten sich Colossus komplett. Smoothe Doublebass-Sounds und dazu ein (diesmal) hervorragend eingebrachter Wah-Wah-Effekt in der Gitarrenspur erbringen zusammen eine gute Songstruktur, die dem Zuhörer eingängig in die Lauschkanäle donnert. Manchmal kommt es zwar so vor, als wären manche Gesangsparts einfach als Lückenfüller eingesetzt worden, aber darüber kann man hinwegsehen.

Ruinbuilder lässt sich als Hybrid zwischen den eben benannten Songs A Stir Of Slumber und Traitors Gate bezeichnen. Absolut coole Parts wechseln sich mit absoluter Langeweile ab. Der mit dem Album abschließende Track Fungal Gardens, welcher mit elf Minuten auch der längste ist, muss definitiv öfter gehört werden, um sowohl sämtliche Stilmittel, als auch eine Songstruktur zu erkennen. Kraftlos ist dieser Abschluss nicht, doch leider ein wenig undurchsichtig.

Fazit: Colossus haben mit Wake ein Werk geschaffen, welches für mich keine weitere Bedeutung hat. Mit Sicherheit wird dieses Album für sehr viele ein wahrer Ohrenschmaus sein, aber ich kann dem leider nichts abgewinnen. Anspieltipps: Traitors Gate
Rene W.
4.5
4.5
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