Forsaken Age – Heavy Metal Nightmare

Forsaken Age hauchen dem Heavy Metal der 80er-Jahre neues Leben ein

Artist: Forsaken Age

Herkunft: Auckland, Neuseeland

Album: Heavy Metal Nightmare

Spiellänge: 42:07 Minuten

Genre: Heavy Metal

Release: 06.11.2020

Label: Pure Steel Publishing

Link: https://www.facebook.com/ForsakenAgeNZ/

Bandmitglieder:

Gesang – Chrissy Scarfe
Gitarre – Aidan MacNaughton
Gitarre, Hintergrundgesang – Billy Freeman
Bassgitarre, Hintergrundgesang – Lee Scarfe
Schlagzeug – Tam Cramer

Tracklist:

  1. Death Terror
  2. Raven’s Cry
  3. Ride On
  4. Fire In Our Hearts
  5. Blood Magick
  6. Iron Overlord
  7. Heavy Metal Nightmare
  8. Running In The Dark
  9. Hail And Farewell
  10. Guardians Of The Damned
  11. Time Warrior

Die klassische Heavy Metal-Formation Forsaken Age aus Auckland gibt es schon seit über zehn Jahren. Ihren ersten Auftritt hatten sie 2010 auf dem NZ Winter Chaos Festival. Danach entstanden das Debütalbum Back From Extinction (2012) sowie die EP Vengeance Of The Slain (2016). Im Jahr 2012 begleiteten sie TimRipperOwens (ex-Judas Priest, ex-Iced Earth) auf seiner Neuseeland-Solo-Tournee. Im direkten Anschluss promoteten sie den ersten Longplayer auf ihrer Denim, Leather & Damnation Tour. Im vergangenen November brachten Forsaken Age nach vier Jahren Studioabstinenz ihr zweites Langeisen Heavy Metal Nightmare (2020) über das Label Pure Steel Publishing, bei dem sie gerade einen Vertrag unterzeichnet haben, heraus. Als kleinen Vorgeschmack veröffentlichten sie zuvor die Single-Auskopplung Raven’s Cry (2020), an der Tim Owens als Gastsänger mitgewirkt hat.

Forsaken Age spielen typischen Heavy Metal der 80er-Jahre mit einer guten Portion NWoBHM. Einflüsse von Judas Priest, aber auch Iron Maiden sowie ansatzweise Manowar und Co. lassen sich nicht von der Hand weisen. Ihr musikalischer Stil ist geprägt durch galoppierende Riffs, Powermelodien sowie eingängige Songs mit Refrains, die sofort hängen bleiben. Wenn man nicht weiß, dass der Silberling Heavy Metal Nightmare gerade mal sechs Monate alt ist, könnte man ohne Weiteres annehmen, dass diese Scheibe bereits locker drei Dekaden auf dem Buckel hat.

Los geht es mit Death Terror in bester Maiden-Manier im flotten Riff-Galopp. Jaulende Leads begleiten den stakkatoartigen Gesang von Sängerin Chrissy Scarfe. Bei Song Nummer zwei Raven’s Cry weht ein Hauch von Black Sabbath und Judas Priest über den Äther. Der sich mantraartig wiederholende Refrain bohrt sich unaufhörlich durch die Gehörwindungen, sodass er dann doch etwas aufdringlich wird. Bei Fire In Our Hearts hat man das Gefühl, in einer Neuauflage der Rocky Horror Picture Show gelandet zu sein. Die Intonation des Gesangs erinnert entfernt an den Schocker Time Warp, ergänzt durch modernere Gitarrenläufe. Bei Blood Magic erklingt AC/DC-Riffing, dazu belangloses Geträller mit dem immer gleichen Refrain. Iron Overloard schafft etwas mehr Kontrast durch Metallica– und Priest-Anleihen sowie Halford-Kreischeinlagen. Das Ding hat mal endlich etwas mehr Dampf auf dem Kessel. Heavy Metal Nightmare fährt dann wieder die sichere Schiene, einzig das aufbrausende Lead-Intermezzo holt einen aus der Monotonie. Running In The Dark überrascht danach durch seine leichte Thrash-Note Marke Metallica, bei dem die Herren hinter den Gitarren ordentlich in die Puschen kommen. Hail And Fare Well und Guardians Of The Damned verfolgen den eingeschlagenen Pfad weiter, allerdings nur noch mit halber Kraft. Time Warrior geht es dann zum Abschluss ruhig an und lässt das Album unaufgeregt ausklingen.

Heavy Metal Nightmare lässt den Spirit der 80er-Jahre wieder aufleben – mehr Retro geht nicht!

Formate: CD, LP

Forsaken Age – Heavy Metal Nightmare
Fazit
Forsaken Age spielen nahezu puren 80er-Jahre Heavy Metal. Für eingefleischte Fans dieses Musikstils dürfte sich Heavy Metal Nightmare sicher gut als Standardwerk ins CD- oder LP-Regal einreihen. Die Scheibe ist allerdings nicht für anspruchsvollere Gemüter zu empfehlen, da diese zehn Songs doch recht einfach gestrickt sind. Für einen Retro-Abend eignet sich der Longplayer aber in jedem Fall. Da kann man noch mal die alten Zeiten aufleben lassen.

Anspieltipps: Iron Overloard, Running In The Dark und Time Warrior
Sandra R.
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