“Metalcore vom Feinsten“

Bands: Miss May I, Within The Ruins

Ort: Musik & Frieden, Berlin

Datum: 11. August 2017

Kosten: 15 € zzgl. Gebühren

Genre: Metalcore

Besucher: ca. 70 Besucher

Link: http://musikundfrieden.de/events/miss-may-i/

Das Musik & Frieden in Berlin ist bekannt für Konzerte und gute Club Partys und hat im Allgemeinen immer einen guten Abend auf Lager für alle Metalfans, insbesondere im Core Bereich.
Am Freitagabend den 11. August war es dann mal wieder so weit die Hütte mit etwas Band Performance zu füllen: Die Metalcore Band Miss May I zieht in die Hauptstadt und begeistert durch ein Konzert in kleiner, aber bester Atmosphäre.
Im Musik & Frieden ist ein frühes Ankommen nicht unbedingt von Nöten. Selbst wenige Zeit, bevor das Konzert beginnt, sind zwar schon einige Leute da, die meisten genießen aber erst mal ein kaltes Bier oder machen es sich irgendwo bequem – genug Raum vor der Bühne also. Den Beginn macht jedoch nicht direkt Miss May I, sondern Within The Ruins. Musikalisch noch härter als der eigentliche Main Act des Abends, gleicht diese Band einem musikalischen Hieb und bringt hoffentlich jeden in Bewegung. Eine Band, die gar nicht mehr braucht als eine kleine Bühne, um sofort loszulegen. Das Publikum scheint offen, bewegt sich ordentlich mit und die perfekte Club Atmosphäre ist gegeben. Dennoch muss man anmerken, dass hier ein paar mehr Besucher definitiv noch geholfen hätten, direkt etwas mehr Bewegung in den Laden zu bringen – doch immerhin scheinen die Anwesenden das Konzert zu genießen. Nach einem typischen Vorband Set verabschiedet sich die Band und nur wenig später betritt dann auch schon der Grund des Abends der Bühne.
Miss May I verstehen es klassischen Metalcore mit typischen Metalelementen zu verknüpfen, wodurch sie irgendwie nicht so hart wirken wie andere Bands in ihrem Genre. Dennoch wissen sie durch Riffs, ergreifende Melodien und einer Menge Freude auf der Bühne für Spaß zu sorgen und zu überzeugen. Songs wie Hey Mister oder Shadows Inside bringen das Publikum zum Mitsingen und einige lassen sich sogar zu etwas Moshfreude bewegen. Insbesondere für einen Lacher sorgte die extragroße Portion Bühnenrauch, welche besonders die linke Vorderhälfte häufiger so völlig umgab, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sah – wie gut, dass man eh am Headbangen war! Wenn man bedenkt, dass Miss May I bei Festivals wie dem Summer Breeze letztes Wochenende große Bühnen einnehmen und sich auf diesen mehr als sicher bewegen, so erscheint es fast schon eine kleine Ehre sie in einem so kleinen Rahmen und quasi auf einer Ebene zu erleben mit so ausgelassener Stimmung. Wenn große Bühnen natürlich reizvoll sind, haben auch Clubshows ihre Vorzüge. Insbesondere der Sound im Musik & Frieden kann überzeugen.
Nachteilig ist hier dann vielleicht aber doch die etwas geringe Besucherzahl, da die Stimmung zwar gut und ausgelassen ist, jedoch noch keine enge Clubatmosphäre schafft. Eigentlich schade, denn Miss May I schaffen es, sich in einem überlaufenden Genre einen eigenen Sound zu beschaffen, ohne dabei wirklich aus dem Rahmen zu fallen. Und trotz kleiner Bühne und wenig Menschen haben sie vor allem eins: Spaß! Und am Ende kommt es doch genau darauf an.

 

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