Sallow Moth – Stasis Cocoon

Death Metal und der Kampf der Motten

Artist: Sallow Moth

Herkunft: USA

Album: Stasis Cocoon

Spiellänge: 31:29 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 02.07.2021

Label: Eigenproduktion

Link: https://sallowmoth.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang und alle Instrumente – Garry Brents

Tracklist:

  1. Chalice Of The Void
  2. Stasis Cocoon
  3. Seal Of Primordium
  4. Fevered Visions
  5. Phantasmal Sphere Of The Shadowmage Infiltrator
  6. Birthing Pod, Chaos Orb, Mindslaver
  7. Drowner Of Secrets, Bring To Light

Mr. Garry Brents ist der Alleinunterhalter bei Swallow Moth. Ansonsten treibt der Amerikaner sich noch bei Cara Neir, Gonemage und Thö herum, war aber auch noch bei anderen Bands aktiv. Seit 2016 betreibt er dieses Projekt und brachte es bis dato auf drei EPs und ein Album (2020). Nun also Album Nummer zwei und dieses Jahr folgt auch noch eine Split mit Vmthanaachth.

Und da ist sie wieder, die Zeitreise in die Vergangenheit. Auch der gute Garry hat seine Liebe für den old schooligen Death Metal entdeckt, auch wenn der Opener am Anfang ein wenig vertrackt klingt, entwickelt sich Chalice Of The Void zu einer Ehrerbietung der alten schwedischen Bands, nur klingt alles ein wenig chaotischer. Kommt an die Klassiker nicht heran, schockt aber wohl. Klaro, ein wenig Abstriche muss man schon bei der Produktion machen, aber diese typischen melodischen Leads knallen ganz gut.

Aber die Band jetzt als Schweden-Klon darzustellen, wäre komplett falsch, denn der Bursche baut sehr viele eigene Ideen mit ein, wie z.B. bei Seal Of Primordium. Sehr abgedreht geht man zu Beginn zu Werke. Klingt ein wenig nach Sci-Fi, aber auch vom Riffing her eben nach alter Schule. Der Song selber ist aber total vertrackt und abgefahren. Kommt bei mir nicht an, ist mit zu kompliziert und vielschichtig.

Stasis Cocoon geht da schon wieder eher in Richtung Schweden. Ein wenig Hypocrisy hier, ein wenig Dismember da und auch Edge Of Sanity hört man heraus. Allerdings muss man auch hier feststellen, dass er es ein wenig chaotischer mag. Aber diese melodischen Leads, die dann teilweise heruntergeballert werden, sind schon ganz geil. Das Tempo wird gewechselt und ein atmosphärischer Part wird mit eingebaut, ein geiles Solo erfolgt und auch ansonsten macht das Zuhören Spaß.

Phantasmal Sphere Of The Shadowmage Infiltrator geht über sieben Minuten und fängt mit einem kleinen,  nach Weltraum klingenden Intro an und startet ganz langsam, aber sehr bedrohlich. Ein sehr eingängiges Riff läuft rauf und runter und die Drums spielen langsam dazu. Die Gitarre sägt und es erfolgt eine feine Melodie, die schon fast tanzbar hallt, aber dann kommt ein komisches Break und der Part wird gewechselt. In solchen Momenten klingt er immer ein wenig komisch. Danach wird es wieder atmosphärisch, der langsame Anfang erfolgt wieder und die geile Melodie. Ein wildes Solo folgt und es klingt alles ein wenig drangeklatscht und unstrukturiert. Schade eigentlich, denn die Riffs selber sind echt ganz geil. Dann wird auf einmal ein wenig Fahrt aufgenommen und so geht es weiter und weiter. Guter Song mit Strukturproblemen würde ich mal sagen.

Birthing Pod, Chaos Orb, Mindslaver kommt sogar mit Blastbeats um die Ecke, nimmt aber dann das Tempo raus, um einen Cleanpart mit einzubauen. Dieser zieht sich und wird aufgebaut. Klingt schön sick. Eine Hypocrisy Melodie erklingt, wird aber dann wieder von einem komischen Part zerstört, um dann wieder einen schwedischen Part aufzubauen. Wieder so ein wilder Ritt mit wilden Wechseln.

Eigenständiger und chaotischer, aber old schoolischer Death Metal, der mit mehr als nur einem Auge in Richtung Schweden schielt. Hier und da sind mir die Breaks und Wechsel echt zu heavy.

Die Themen sind inspiriert von Sci-Fi/Horror/Fantasy Romanen. Die Geschichten drehen sich um Konflikte zwischen himmlischen Humanoiden, die Natur bewahrenden Motten, die nach der Kolonisierung des Weltraums hungern, und einer abtrünnigen Fraktion von Motten, die zu bösartigen Aasfressern und Zauberern mutiert sind, die sich am Chaos erfreuen.

Sallow Moth – Stasis Cocoon
Fazit
Alleinunterhalter Garry orientiert sich am guten, alten, schwedischen Death Metal, klingt aber immer wieder ein wenig anders und unorthodox und übertreibt dieses meines Erachtens an einigen Stellen ein wenig. Die sägenden Riffs und die melodischen Leads können aber überzeugen.

Anspieltipps: Chalice Of The Void und Stasis Cocoon
Michael E.
6.8
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6.8
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