Speed Queen – …With A Bang!

In der Tradition von Acid und im Schatten von Evil Invaders

Artist: Speed Queen

Herkunft: Limburg, Belgien

Album: …With A Bang!

Genre: Speed Metal, Heavy Metal

Spiellänge: 40:36 Minuten

Release: 05.09.2025

Label: High Roller Records

Links: https://www.hrrecords.de

Bandmitglieder:

Gesang – Thomas Kenis
Schlagzeug – Toon Driezen
Gitarre, Synthesizer – Andreas Stieglitz
Bass – Lander Savelkoul

Tracklist:

  1. 5678
  2. Showdown
  3. I Want It
  4. Eye To Eye
  5. Chasing Ghosts
  6. I Walk Alone
  7. Skygazers
  8. The World Ends Tonight
  9. Time To Go
  10. Fire

Seit mehr als zehn Jahren sind Speed Queen auf Undergroundbühnen und in Clubs zu finden und setzen damit die Tradition von Acid aus den 80ern fort. So verwundert es wenig, dass zum Beispiel Gitarrist Andreas Stieglitz bei der Nachfolgeband von Acid, Kate’s Acid, aktiv ist. Damit ist das Genre so weit beschrieben. Speed Queen machen das, was der Name eigentlich bereits aussagt. Der Fokus liegt auf schnellem 80er-Jahre-Speed-Metal. Neben den bereits genannten circa 40 Jahre alten Heroen, orientieren sich Speed Queen vor allem an ihren Landsleuten Evil Invaders, die sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter ins Blickfeld spielten. Gelingt Speed Queen der nächste Schritt mit einem Knall?

…With A Bang! nennt sich die erste LP der Truppe, die vorher bereits mit King Of The Road und Still Of The Road zwei EPs auf den Markt brachten. Nach dem Intro startet der Showdown. Wie ein ICE rasen die ersten Stücke los. Ohne Punkt und Komma geht es mit I Want It und Eye To Eye weiter. Auch der Übergang zu Chasing Ghosts ist fließend. Speed Queen variieren das Tempo, sodass es den einen oder Haltepunkt, allem voran beim Refrain, für die Hörerschaft gibt. Am Grundtenor von Speed Metal mit dem einen oder anderen Heavy-Metal-Ausflug ändert sich nichts.

Der Anfang von I Walk Alone ist von Saxon und Crusader abgekupfert. Im weiteren Verlauf nimmt der Express das Tempo auf und spätestens mit dem einsetzenden Gesang befinden wir uns im bereits bekannten Schnellzug. Wie beim Vorgänger, so verhält es sich auch bei Skygazers. Der Anfang nimmt das Tempo etwas zurück, dann heißt es anschnallen für die weitere Fahrt. Der Zug ist immer noch mit reichlich Speed unterwegs, aber die Strecke wird kurvenreicher, sodass an der einen oder anderen Stelle das Tempo variiert wird. Danach ist maximale Geschwindigkeit möglich und The World Ends Tonight rast geradezu dem Ziel entgegen. Über Time To Go, das zwischenzeitlich fast eine Vollbremsung hinlegt, geht es mit Fire und über die Ziellinie. Gewonnen?

Speed Queen – …With A Bang!
Fazit
Speed Queen liefern Stoff für Fans, die ihre tägliche Metalkost mit ordentlich Tempo serviert bekommen möchten. Das Problem bei der schnellen Fahrt sind die Orientierungspunkte. Gefühlt huschen die Stücke durch die Ohren, ohne dass größere Orientierungspunkte geliefert werden, an denen sich die Hörerschaft entlanghangeln kann. An der einen oder anderen Stelle nehmen Speed Queen Tempovariationen vor, verfallen aber zu schnell in das bekannte Schema.

Mit einem Knall kommen Speed Queen um die Ecke und adressieren ihren Logplayer an die Old-School-Speed-Metaller, die gerne im Wind des vorbeirauschenden Zugs ihre Haare wehen lassen, bleiben aber im Schatten von zum Beispiel den Evil Invaders, Stallion oder älteren Enforcer.

Anspieltipps: Chasing Ghosts, Skygazers und Time To Go
Franziska W.
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