Suntrigger – CD Releaseparty am 03.02.2017 in der Metro Rockbar, Münster

“Ein Wiedersehen in Münster“

Eventname: CD Releaseparty

Band: Suntrigger

Ort: Metro Rockbar, Münster

Datum: 03.02.2017

Kosten: keine, da Gratisshow

Genre: Post Rock

Veranstalter: Suntrigger (https://www.facebook.com/suntriggermusic/)

Link: https://www.facebook.com/events/352668801773544/

Setliste:


 

So kann’s gehen: Im Jahr 2015 beim Longsound Festival in Münster zum ersten Mal erlebt und sofort sehr angetan sowohl von der überaus angenehmen Art der drei Jungs als auch von der Musik, die sie als erste Band des Festivals präsentierten. Dann, fast zwei Jahre später ist das Debütalbum, an dem Suntrigger damals schon gewerkelt hatten, fertig, und ich werde gefragt, ob ich ein Review schreiben möchte. Natürlich möchte ich! Das Review ist veröffentlicht (hier zu finden), und jetzt soll also die Geburt dieses Babys offiziell gefeiert werden. Ort des Geschehens ist die sehr heimelige Metro Rockbar, und mein Navi findet natürlich auch dieses Ziel, so dass ich vor der Location ankomme, als die Jungs drinnen gerade beim Soundcheck sind. Dabei haben sie trotzdem noch das Auge für ihre Umwelt, und so darf ich bereits eintreten. Das nette Gespräch, das wir beim Longsound Festival in 2015 nach dem Auftritt geführt haben, wird nahtlos fortgesetzt, und auch die Zeit im nahe gelegenen Dönerladen geht schnell rum. Hier frage ich die Jungs dann unter anderem auch, ob es mich täuscht, oder ob Post Rock-Bands nicht nur keinen Sänger haben sondern auch grundsätzlich eher wortkarg veranlagt sind. Darauf kommen die Jungs dann später noch zurück.

Als wir zurück zur Metro Rockbar kommen, ist diese bereits sehr gut gefüllt, und dann geht es auch endlich los. Dabei werden aber nicht einfach die Songs von Interstellar runtergespielt, sondern Till, Oliver und Marcel greifen sich tatsächlich abwechselnd das bereitliegende Mikrofon und richten einige Worte an die Anwesenden. Dass ich mit meiner Verbindung des Albums zum gleichnamigen Film eher nicht ganz richtig lag, hatte ich vorher schon erfahren, jetzt geben die Jungs aber auch Einblicke in die Bedeutung einiger Songs. So sind zum Beispiel die Samples und auch teilweise das Gitarrenspiel bei Deep Black Sea sehr vom Filmklassiker Der Weiße Hai beeinflusst, und The Next World greift einen Bestandteil des Glaubens der Kelten auf. Dort ist der Tod nämlich nicht das Ende, sondern die auf der Erde Verstorbenen leben in einer Art Parallelwelt weiter. Bei Lost sollen wir dann mal ganz genau hinhören, worum es in der Rede am Anfang des Songs geht. Mir war es beim Review tatsächlich nicht aufgefallen, aber es handelt sich um eine Rede, die vor der UN gehalten wurde, als die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Jahr 1948 zum ersten Mal veröffentlicht wurde. Hier stellt Oliver insbesondere das Asylrecht heraus, das in Artikel 14 erwähnt und auch in unserem Grundgesetz fest verankert ist. Wow, ich muss demnächst wirklich besser hinhören!

Wie ich schon in meinem Review schrieb, ist Mojave für mich ja allein wegen des Drumsolos zum Niederknien. Dieses Mal hatte ich vorher gefragt, ob ich davon ein Video machen darf, und da Oliver nichts dagegen hatte, gibt es das jetzt hier zu sehen:

Weiter geht es mit der sehr entspannten Show, bei der sich zeigt, wie gut die drei natürlich aufeinander eingespielt sind und sich nur mit Blicken verständigen können. Nach Lost gibt es dann tatsächlich auch eine kleine Pause, in der man sich dann ganz in Ruhe mit einem Getränk versorgen und in nette Gespräche einsteigen kann. Dann ist auch mit The Next World und Interstellar alles vom Album gespielt. Aber die Show ist natürlich noch nicht vorbei. Die Jungs waren nicht untätig und können auch schon mit neuen Songs aufwarten. Beyond Interstellar und der Song mit dem Arbeitstitel End Of Summer zeigen, wohin die Reise gehen soll, und wenn ich das so höre, wollen sich Suntrigger wohl noch einmal steigern. Sehr gelungen!

Danach steigen die Jungs von der Bühne runter, aber der Chor der „Zugabe“-Rufe wird immer lauter, und so dürfen wir dann noch einen allerletzten Track genießen. Auf der Setliste steht er als Time Machine, aber laut Oliver hat der Song eigentlich noch nicht mal einen Arbeitstitel. Macht nix, auch der Track wird von den Anwesenden begeistert abgefeiert. Zu guter Letzt gibt es dann auch noch Danksagungen seitens der Band, während derer dann auch mein Name, der ja auch schon im Booklet von Interstellar seinen Platz gefunden hat, fällt. Puh, und das mir, die sich lieber im Hintergrund hält! 😀

Ich denke mal, Till, Oliver und Marcel werden in den vielen Gesprächen, die sie anschließend noch führen, sowohl für Interstellar als auch für die neuen Songs viel Lob zu hören bekommen. Da ich aber noch eine ziemlich lange Fahrt vor mir habe, mache ich mich relativ zügig auf den Weg.

Allein, dass mich die drei vor der Show schon beim Soundcheck in die Metro Rockbar reingerufen und dann auch noch zum Döner-Laden mitgenommen haben, zeigt mir, dass ich mit meiner Vorliebe für diese kleinen aber feinen Bands richtig liege. Andere Bands lassen sich das mit wahnwitzigen „VIP-Packages“ richtig gut bezahlen, und ein gemeinsames Essen mit netten Gesprächen ist dann immer noch nicht drin, ganz zu schweigen von einer CD Releaseparty für „umme“. Und genau deswegen werde ich auch nicht müde, immer wieder dazu aufzurufen, gerade zu den Shows eben dieser Bands zu gehen. Ihr werdet überrascht sein, wie viele richtig, richtig gute Bands sich da draußen tummeln, die nur darauf warten, von Euch entdeckt, beklatscht und unterstützt zu werden. Ganz abgesehen davon helft Ihr damit auch den Locations in Eurer Gegend, die genau diese Shows veranstalten, in ihrem Überlebenskampf.

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