„Dorftrottel Death Metal Rise Again”

Artist: Torment Of Souls

Herkunft: Bitburg / Deutschland

Album: Zombie Barbecue

Genre: Death Metal

Spiellänge: 38:00 Minuten

Release: 04.05.2018

Label: ACFM Records

Link: https://www.acfm.info/records/

Bandmitglieder:

Gesang – Jochen Hamper
Bassgitarre – Daniel Hayward
Gitarre – Thomas Hotz
Gitarre – Georg Sander
Gitarre – Markus Reger
Schlagzeug – Joachim Hotz

Tracklist:

  1. Blooddawn
  2. Zombie Barbecue
  3. Schrei!
  4. Die Hure 3
  5. Bone Stone Brain
  6. Es Geht Zu Ende
  7. Sore Intestines
  8. Galgenmann
  9. The Walking Dead

Bei dem vorliegenden Review handelt sich um das Re-Release der Scheibe von Torment Of Souls, welche ursprünglich bereits am 04.01.2014 veröffentlicht wurde. Endlich halte ich diese Scheibe der Band, die dem Genre Dorftrottel Death Metal zuzuordnen ist, in der Hand. Viel mehr Dorftrottel Death Metal Bands kenne ich nun auch nicht, zumindest fällt mir jetzt keine andere Band auf Anhieb ein. Diese Genrezuordnung stammt nicht von mir. Diese Genrezuordnung hat die sympathische Band einem Kollegen eines anderen Magazins zu verdanken.

Wie dieser Kollege nun auf den Begriff dieses Genres kommt, weiß ich auch nicht. Naheliegend für mich vielleicht am ehesten, dass die Band aus Utscheid bei Bitburg in der Eifel kommt. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, eine Definition zu Dorftrottel zu finden. Laut Definition im Duden ist ein Dorftrottel „in einem Dorf durch geistige Behinderung und ein entsprechendes Verhalten auffallender Mensch“. So weit, so gut! Da ich die Jungs kenne und sie auch schon ein paar Mal live gesehen habe, kann ich nicht bestätigen, dass sie dieser Definition voll und ganz entsprechen. Na gut, ein entsprechendes Verhalten kann man ihnen, wie so manch anderem Metaler auch, unter Einfluss von Alkohol bescheinigen. Ich gehe aber mal davon aus, dass der Autor dieses unsäglichen Reviews die Jungs nicht kennt und seine Einordnung des Genres nicht darauf beruht.

Für den Begriff des Dorftrottels gibt es aber auch einige Synonyme, genau 157 an der Zahl, die teilweise richtig beleidigend sind und ich jetzt nicht alle aufzählen möchte.

Zunächst dachte ich den Ursprung in den Synonymen „Bauer“ und „Hinterwäldler“ zu finden, da der Eifel doch einiges in dieser Richtung nachgesagt wird. Da eine Linie meiner Herkunft in die Eifel führt, denke ich, dass ich zu solch einer Aussage berechtigt bin. Da wäre ich zumindest selbst zu einer Hälfte Dorfdepp. Da meine andere Herkunftslinie in den Westerwald führt, macht mich das dann vollends zum Dorfdeppen. Sollte bei Torment of Souls jemand ausfallen, wäre ich prädestiniert bei ihnen einzuspringen!

Ein weiteres Synonym für Dorftrottel ist „Nichtskönner“. Da gehe ich jetzt mal nicht von aus, dass der Kollege darauf abgezielt hat. Denn das wäre total falsch und unfair, die Jungs können nun wirklich schon was. Da müsste ich dem Kollegen einen Tadel aussprechen und ganz klar sagen: setzen – sechs, Thema verfehlt und jetzt mal nicht patzig werden!!!

Nun aber zurück zum Album. Zombie Barbecue ist das fünfte Album der Death Metaler aus der Eifel, welches sie seit ihrer Gründung 1994 herausgebracht haben. Bisher nur als Do It Yourself im Eigenvertrieb erhältlich, hat es sich ACFM Records (hier geht es zum Interview mit Jan Müller von ACFM) auf die Fahne geschrieben, bereits aufgelegte Alben regionaler Underground Bands über professionelle Vertriebswege unter die Fans zu bringen. Erhältlich ist es entweder direkt über ACFM Records, oder über alle bekannten stationären und Online-Händler.

Die Jungs von Torment Of Souls präsentieren auf Zombie Barbecue ein Grillfest mit Old School Death Metal als fleischiges Grillgut. Die Soße hierzu aus progressiver und melodischer Konsistenz sorgt dafür, dass dieses Grillgut dann auch noch schmackhaft zubereitet wird. Zur Wahl steht das Fleisch halb mit deutschem und halb mit englischem Text. Praktisch die Wahl zwischen gut durch und rosarot gebraten.

Das Zombie Barbecue sorgt dafür, dass Underground Death Metal Spaß aufkommt und die Scheibe zu einem schönen Grillfest wird! Gradliniger Death Metal mit progressiven und melodischen Einflüssen ist zu hören. Jede Menge Spaß ist dabei, so wie es der ein oder andere Fan auch von Debauchery kennt. Richtige Oldschool Death Metal Zombies (ich meine natürlich Fans) könnten aufgrund der besagten Soßenbeilagen gelegentlich ein wenig Schluckauf bekommen. Für alle anderen feierwütigen Zombies wird das Album gut verdaulich und ohne Nebenwirkungen auf den Verdauungstrakt bleiben. Wie bei Walking Dead verweilen die Protagonisten zur Sicherheit das eine oder andere Mal auf bekanntem Terrain, bevor sie in unbekanntes Gebiet aufbrechen und sich der Gefahr der Begegnung mit einer neuen Horde Zombies aussetzen.

Da ich Torment Of Souls schon ein paar Mal live gesehen habe, kann ich sie als Liveact für die Grillparty uneingeschränkt empfehlen.

 

Torment Of Souls – Zombie Barbecue
Fazit: Ein Zombie Barbecue im Stile von Planet Terror haben wir bei diesem Album nicht zu erwarten. Da hätte das Fleisch noch länger für die Produktion mariniert werden müssen. Zudem kann sich Rose McGowan mit ihrem machine gun leg gegen diese Zombies noch wehren. Aber für einen Grillabend in der Kneipe von Shaun Of The Dead reicht es für Zombie Barbecue allemal.

Anspieltipps: Zombie Barbecue, Bone Stone Brain, Galgenmann
Juergen S.7.8
7.8Gesamtwertung
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