Kann es für eine Band etwas Schöneres geben, als ein verheißungsvolles Debütalbum an den Start zu bringen? Kann es für Liebhaber von originellem und ausgefeiltem Progressive Metal etwas Überzeugenderes geben, als In Lucid?

Die ebenso eindeutige wie einzig richtige Antwort darauf geben Sweeping Death mit viel Inbrunst und Leidenschaft!

Konnte die visionäre Formation aus dem bayerischen Wildsteig bereits mit der vorangegangen EP Astoria ein dickes Ausrufezeichen in Sachen ‚Potente Newcomer-Hoffnung‘ setzen, so sorgen die fitten Allround-Talente mit ihrem neuen Album für geradezu elektrifizierende Spannungshöhe und weit greifende Faszination.

Schließlich fanden virtuos interpretierte, erhebend umgesetzte Einflüsse aus der Welt der Klassik den Weg in die facettenreichen Kompositionen, was auf In Lucid auch jede Menge an unverbrauchten, frischen Melodien mit sich bringt.

Überhaupt kann sich der individuell angelegte Langspieler bereits mit dem bemerkenswert schlüssigen Opener Blues Funeral in die gehobenere Riege des Genres einreihen. Und diesen kreativen, hungrigen Geist nach authentisch transformierter Innovation atmen sämtliche Lieder.

TRACKS:
01. Eulogue 01:08
02. Blues Funeral 05:41
03. Horror Infernal 04:11
04. Suicide Of A Chiromantist 09:53
05. Purpose (Instrumental) 03:37
06. Resonanz 06:09
07. Antitecture 04:25
08. Lucid Sin 07:47
09. Stratus 05:59

Die gleichfalls fähigen wie optimal aufeinander eingespielten Musiker um Ausnahmesänger Elias ‚Eli‘ Witzigmann schießen ein gigantisches Feuerwerk an einfallsreicher Spielfreude in die Szene. Während sich viele Künstler im Genre defizitär bis vergeblich damit abmühen, Organisches, Nachvollziehbares und vor allem auch Zeitloses zu erschaffen, gewähren Sweeping Death ihrer Fantasie und Vorstellungskraft freien Lauf und lassen auf In Lucid alles wie aus einem Guss klingen.

Diverse, entspannende bis entrückende Akustik-Passagen verleiten immer wieder zum Träumen und Schwelgen, was dem Quintett inmitten einer wohldosierten metallischen Grundhärte als exzellent einpendelnde Kontrastserie dient. Mittels zackig-spritziger Thrash-Interaktionen reichern die Bayern die ausgereiften Nummern ganz intuitiv an, wenn es Teilbereiche von Stimmungsbögen erfordern – und das ist Garant für eine Vielzahl an agilen, dynamischen und überraschungsreichen Momenten.

Drummer Tobias Kasper überzeugt mit dem richtigen Gespür für Dynamik und stützt die vielschichtigen Kompositionen mit dem nötigen Druck. Seine vor allem auch von den Großmeistern der adligen Klassik inspirierte Prägung und eine überdurchschnittlich angewachsene Begabung brachten Kasper über die Jahre profundes Musikverständnis ein. So beteiligte sich der taktsichere Allrounder für In Lucid ebenso aktiv wie produktiv am Songwriting. Als beeindruckender Tastenvirtuose veredelt er die Songs mit feinen Klavier-Zwischenpassagen, die dem Ganzen immer wieder einen Hauch von Ewigkeit verleihen können.

Bassist Andreas Bertl unterstreicht das Arrangement mit einer geschickten Mischung aus schnellen Läufen und akzentuierten Melodien. Auch durch die niveauvolle Gitarrenarbeit samt fein durchdachten Harmonie-Soli aus der Feder von Gitarrenduo Markus Heilmeier und Simon Bertl sollte es den Urhebern eigentlich ein Leichtes sein, den Durchbruch mit In Lucid auf ganzer Linie zu schaffen.

So erinnert dieses Schaffenswerk insgesamt an einstige Glanztaten von ewigen Ikonen wie Fates Warning und Psychotic Waltz, um in die Vergangenheit zu schweifen. Gleichzeitig erwecken Sweeping Death aber auch nicht wenige Assoziationen an die berauschenden Sternstunden von Opeth, um damit in die eigene Zukunft sehen zu können. (Markus Eck)

Pressespiegel Astoria – EP:

5 / 5
„Ein dermaßen vielschichtiges, dabei aber durchgehend hochkarätiges Metal-Album wie das Debüt der bayerischen Newcomer war lange nicht am Start. Stilistisch bewegt man sich dabei in der Schnittmenge von Annihilator, Judas Priest und Fates Warning, gepaart mit klassisch beeinflusster, sehr melodiöser Gitarrenarbeit und wirklich starken Vocals … Prädikat: absolut hörenswert!“ – DrumHeads Magazin

5 / 5 – legendär
Sweeping Death setzen hinter jedes Element ihrer Stil-Kombination ein dickes Ausrufezeichen und verbinden ihr Auf-den-Punkt-Spiel mit einer Komplexität, die Anspruch im Songwriting verheißt, dafür aber keinerlei Sperrigkeit aufweist. Wer auf der Suche nach originell umgesetzter Metal-Tradition mit einer Portion Virtuosität ist, wird hier definitiv fündig werden.“ – DeepGround

5 / 5
„In Anlehnung an wirklich guten, Gitarren-lastigen Metal, haben Sweeping Death einen guten Stil und mitreißenden Sound – klare Empfehlung.“ – Stage Reptiles

100 %
„Thrash, Progressive and Neoclassical. 6 tracks, but magnificent.“ – Black Death Power Metal

9 / 10
„… ungezügelte Begeisterung … Einflüsse aus dem klassischen Heavy Metal … von Iron Maiden inspirierte Dual-Gitarren … lassen Trademarks der NWoBHM in ihren höchst abwechslungsreichen und frischen Sound einfließen … unfassbar starke Truppe … schon fast unglaublich, mit was für einer Professionalität und mit wieviel musikalischer Klasse hier aufgetrumpft wird …“ – Powermetal.de

9 / 10
„Das thrashige Geradeaus von Anthrax, das verschachtelte Progressive von Annihilator, das Hardrockige und Melodiöse der frühen Pantera und der aggressive, powervolle Gesang der Pantera der 90er Jahre. Durch das Piano verleihen Sweeping Death dem Ganzen ihre ganz persönliche Note.“ – Reaper Zine

9 / 10
„Bärenstarkes Erstwerk“ – The Pit

9 / 10
Sweeping Death spielen facettenreichen, positiven und sehr energiegeladenen Metal, der jedem Rock- und Metalfan gefallen dürfte. Eine wirklich gute CD einer sympathischen Band, die nicht nur gehört werden muss, sondern auch nach mehr verlangt. 30 Minuten ohne Füller sind allerdings besser als Longplayer, die ohne Skiptaste nicht zu überstehen sind.“ – Burn Your Ears

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