Artist: Under Ruins
Herkunft: Baden-Württemberg, Deutschland
Album: Age Of The Void
Genre: Epic Metal, Heavy Metal, Power Metal
Spiellänge: 45:40 Minuten
Release: 02.05.2025
Label: FHM Records
Link: https://fhmrecords.bigcartel.com
Bandmitglieder:
Gesang – Nuno Miguel de Barros Fernandes
Schlagzeug – Sascha de Lima Beul
Gitarre – Achim Rauscher
Bass – Alexander Palma
Gitarre – Markus Ullrich
Tracklist:
- MDCCCXVI
- Eighteen Hundred And Froze To Death
- Lost Amidst The Unfathomable Abyss
- Moonlit Requiem
- Whispered Curses, Woe Unleashed
- Crimson Seas Of Courage
- Great Drowning Of Men
- Fanfares
Ob die Live-Tätigkeit bei Atlantean Kodex von Gitarrist Markus Ullrich ausschlaggebend für die Gründung von Under Ruins war, lässt sich nicht final feststellen. Feststellen lässt sich aber, dass die Vorzeige-Epic-Metaller aus Bayern Konkurrenz im eigenen Land bekommen. Die Konkurrenz nennt sich Under Ruins und hat sich erst 2023 gegründet. Bei den aktiven oder ehemaligen Bands der Bandmitglieder stehen Namen wie Them oder Lanfear, die zwar qualitativ hochwertige Scheiben in der Vergangenheit produzierten, aber nicht unbedingt dem Genre Epic Metal zugetan waren. Bereits die Veröffentlichung der ersten Single Lost Amidst The Unfathomable Abyss sorgte für Aufmerksamkeit, sodass nun die erste LP folgt.
Nach dem Intro stapft Eighteen Hundred And Froze To Death mit erhobenem Haupt und Schwert in der Hand ins epische Schlachtengetümmel und muss sich zum Beispiel hinter den Warlord-Worshippern Black Sword Thunder Attack oder anderen zurzeit im Scope befindlichen Epic-Kapellen aus dem griechischen Sprachraum nicht verstecken. Den alles überragenden Refrain zum Mitgrölen, der von anderen Epic-Metallern gerne früh geliefert wird, halten Under Ruins noch unter Verschluss. Der Übergang zu Lost Amidst The Unfathomable Abyss ist nahezu fließend. Under Ruins stapfen weiter erhaben ihren Weg, vermischen ihre epischen Töne an der einen oder anderen Stelle mit klassischem Metal, sodass die Nummer nicht in den Kitsch abdriftet.
Das erste Epos mit balladesken Momenten erklingt bei Moonlit Requiem und sollte auf den bekannten Festivals der Old-School-Metaller für durchgängiges Kopfnicken in der Crowd sorgen. Spätestens jetzt finden sich Parallelen zu den in den vergangenen Jahren inaktiven Atlantean Kodex.
Die ersten Töne von Whispered Curses, Woe Unleashed klingen nach DeMaio-Gitarrenspiel. Das kurze Intro ist schnell übersprungen und im weiteren Verlauf gibt es genau die Trademarks, die ein klassischer Epic-Metaller benötigt. Wie sein Vorgänger lädt auch Whispered Curses, Woe Unleashed zum gemeinsamen Headbangen ein. Etwas wütender, aber trotzdem bockstark, kommt Crimson Seas Of Courage um die Ecke, bevor Great Drowning Of Men die Ziellinie ins Visier nimmt. Auch hier bleiben Under Ruins ihrer Linie treu: erhaben episch ist die Melodie, aber nie aufdringlich oder kitschig. Gefühlt legt jedes Stück nochmals zu, sodass sich der für ein episches Album gewünschte Spannungsbogen einstellt. Fanfares als Outro bringt die LP endgültig über die Ziellinie und die Warrior verlassen das Schlachtfeld.




