Verstorbene Helden 2019

Wir blicken zurück und erinnern uns

Silvester ist vorbei und die Welt feierte den Jahreswechsel. Dennoch wollen wir noch einmal zurückblicken auf all jene, die 2019 die große Bühne des Lebens verlassen haben und nicht mehr auf den Jahreswechsel 2020 anstoßen konnten. Ihr Feuer ist erloschen, doch ihre Musik lebt weiter! Jeder einzelne von ihnen hat sich in seiner Kunst schon einmal auf die eine oder andere Weise dem Tod zugewandt, nun haben sie die letzte Grenze überschritten und gesellten sich zu Lemmy Kilmister, Gary Moore, John Bonham, Joey Ramone, Ray Gillen, Ronnie James Dio, Wayne Static, Peter Steele, Gary Thain, Rick Wright, Bon Scott, Ronnie Van Zant, Chester Bennington, Marc Bolan, Kurt Cobain, Phil Taylor, Ingo Schwichtenberg, Tommy Bolin, Randy Rhoads, Chi Cheng, Chuck Schuldiner, Claudio Leo, Jan Kuehnemund, Hansi Droz, Fergie Frederiksen, Torsten Thassilo Herbert, Wendy O. Williams, David Byron, Darrell Sweet, Jim Morrison, Dimebag Darrell, Syd Barrett, Trondr Nefas, Tommy Ramone, Ian Dury, Mick Tucker, Jon Ster, Jon Lord, Frank Watkins, Mike Scaccia, Chris Squire, Bobby Hicks, Clive Burr, Chris Oliva, Freddie Mercury, Jeff Hanneman, Scott Columbus, Jeff Porcaro, Ben Graves, John Harrison, Jim Konya, Phil Lynott, David Byron, Tommy Kiefer, Shawn Chavez, Cozy Powell, Rory Gallagher, Jimi Hendrix, Tobias Graf, Jason McCash, Jon Torres, Neil Smith, Tim Williams, Brian Connolly, Jonathan Athon, Dee Dee Ramone, John Locke, Cory Smoot, Cliff Burton, Mark Reale, Tonmi Lillman, Scott Clendenin, Stevie Ray Vaughan, Michael Burston, Joe Strummer, Craig Gruber, Steve Currie, John Wetton, Remo Spadino, Dave Brockie, Malcolm Young, Ernie Chataway, Dani Crivelli, Euronymous, Hironori Suzuki, Larry Reinhardt, Brian Jones, Johnny Ramone, Layne Staley … und all den anderen. Die Liste ist lang und muss ständig erweitert werden. Viel zu früh machte der Tod begnadete Musiker zu dem, was sie heute sind, Rocklegenden! Der Tod macht weder beim Alter noch beim Bekanntheitsgrad Unterschiede … der Tod ist ein Arschloch!!!

19.01.2019 – Ted McKenna

Der am 10. März 1950 in Lennoxtown, Stirlingshire, Schottland geborene Edward McKenna war ein begnadeter Schlagzeuger, Perkussionist, Pianist und Bassist, der durch seine Arbeit mit Rare Breed, Dream Police, Tear Gas, The Sensational Alex Harvey Band, Rory Gallagher, Greg Lake Band, Gary Moore, Michael Schenker Group, Womack & Womack, McKenna`s Gold, Ian Gillan, The Party Boys, Gwyn Ashton, The Paul Rose Band, The Rhumboogie Orchestra, Band Of Friends und dem Michael Schenker Fest bekannt wurde. Er starb am 19.01.2019 im Alter von 68 Jahren an einer Blutung an einer Leistenbruchs-Routineoperation. Ein Ärzteteam kämpfte zehn Stunden lang um sein Leben, doch die Blutung konnte nicht gestillt werden.

25.01.2019 – Bruce Corbitt

Der am 22. Dezember 1962 in Dallas, Texas geborene Bruce Kendall Corbitt war ein US-amerikanischer Sänger, der vor allem für seine Arbeit mit den beiden US-amerikanischen Thrash Metal Bands Rigor Mortis und Warbeast bekannt war, doch auch bei den Thrashern von Malignancy, Texas Metal Alliance, Spectrum, The Scaccianators und Wizards Of Gore war er zeitweise aktiv. Im Mai 2017 wurde bei ihm Speiseröhrenkrebs im Stadium III diagnostiziert. Die Chemotherapie schlug nicht an und so kam er im Januar 2019 in die Hospizpflege, wo er am 25. Januar 2019 im Alter von nur 56 Jahren verstarb. Damit hat nach Mike Scaccia im Dezember 2012 das zweite Rigor Mortis Mitglied die große Bühne verlassen.

28.01.2019 – Paul Whaley

Der am 14. Januar 1947 in Albany, Kalifornien, USA geborene Paul Gene Whaley war ein US-amerikanischer Drummer und Percussionist. Mitte der 60er Jahre spielte er Schlagzeug bei den Oxford Circle, bevor er diese dann 1967 verließ, um den Hard Rockern / Heavy Blues Rockern Blue Cheer beizutreten. Der Band blieb er bis zum Tod des Bandleaders Dickie Peterson im Jahr 2009 treu. Er starb am 28. Januar 2019 im Alter von 73 Jahren an Herzversagen.

20.02.2019 – Peter Rüchel

Der am 9. März 1937 in Berlin geborene Peter Rüchel war zwar kein Musiker, doch einer der wichtigsten und bekanntesten Musikjournalisten überhaupt. Zusammen mit Christian Wagner war der Musikjournalist Erfinder und Gründer, ja Vater, des WDR Rockpalast. Schon 1975 strahlte der WDR 13 von ihm ausgesuchte Konzertmitschnitte aus. Auf dem Rock Am Ring Festival 2003 verabschiedete sich Rüchel aus dem aktiven Bereich der Sendung, blieb dem Rockpalast aber weiter als Berater treu. Am 20. Februar verstarb er nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren.

26.02.2019 – Andy Anderson

Der am 30. Januar 1951 in West Ham, Essex, England geborene Clifford Leon Anderson war ein Schlagzeuger, der als Andy Anderson bekannt wurde. 1978 arbeitete Anderson mit dem ehemaligen Hawkwind Mitglied Nik Turners an dessen Projekt Sphynx. Danach schloss er sich der Band von Steve Hillage an. Nach einigen Jahren als Sessionmusiker hatte er 1983 einen kurzen Boxenstop bei Hawkwind, nahm aber nicht mit ihnen auf. Noch im selben Jahr kam er zur Wave Rock Band The Cure, als deren ursprünglicher Schlagzeuger Lol Tolhurst an die Keyboards wechselte. Er arbeitete auch mit vielen anderen Künstlern zusammen, darunter Mike Oldfield, Midge Ure, Iggy Pop, Peter Gabriel, Jason Donovan, Isaac Hayes, Jimmy Somerville … Im Februar 2019 wurde bei ihm Krebs im Endstadium diagnostiziert und am 26. Februar 2019 verstarb er im Alter von 68 Jahren.

27.02.2019 – Doug Sandom

Der am 26. Februar 1930 in Greenford, England geborene Douglas Sandom erlangte traurige Berühmtheit als Ur-Schlagzeuger der legendären britischen Rockband The Who (damals noch The Detours), wo er von 1962 bis 1964 aktiv war. Label-Produzent Chris Parmeinter hatte eine Abneigung gegen Sandoms Schlagzeugspiel und so musste er die Band verlassen und Keith Moon wurde als Nachfolger verpflichtet, woraufhin der Band der große Durchbruch gelang. Es wurden nie Aufnahmen veröffentlicht, auf denen Doug Sandom mit The Who spielte. 2014 veröffentlichte Sandom seine Autobiografie The Who Before The Who, zu der auch Pete Townshend ein Vorwort beisteuerte. Er verstarb am 27. Februar 2019, einen Tag nach seinem 89. Geburtstag.

04.03.2019 – Keith Flint

Der am 17. September 1969 in Redbridge, England geborene Keith Charles Flint war ein britischer Sänger und Tänzer und erlangte Berühmtheit als Gründungsmitglied der Rave, Techno, Hardcore, Elektropunk Band The Prodigy. Flint, der 1990 ursprünglich nur als Tänzer bei The Prodigy einstieg, übernahm 1996 in der Hitsingle Firestarter erstmals die Rolle des Sängers. Ab 2003 nahm er Soloalben auf. Am 4. März 2019 wurde Flint in seinem Haus in Great Dunmow, Essex tot aufgefunden, er wurde nur 49 Jahre alt. Die Polizei stufte seinen Tod als unverdächtig ein, Bandkollege Liam Howlett ging von einem Suizid aus. Das Rätsel um seinen Tod wurde nie geklärt.

17.03.2019 – Bernie Tormè

Der am 18. März 1952 in Dublin, Irland geborene Bernard Joseph Tormey war Gitarrist, Sänger, Songschreiber, Plattenlabel- und Tonstudio-Besitzer. In den frühen 70er Jahren spielte er bei The Urge, dann später bei den Heavy Rockern von Scrapyard, bevor er 1976 die Bernie Tormè Band gründete. 1979 schloss er sich der Gillian Band des ehemaligen Deep Purple Sängers Ian Gillan an. Er spielte als Live-Session-Musiker für Atomic Rooster, bevor er ab 1982 den verstorbenen Randy Rhoads in der Band von Madman Ozzy Osbourne ersetzte. Nach einer Handvoll Shows warf er wieder das Handtuch, da sein bluesiger Stil nicht zu Ozzy passte. Danach verbrachte Tormè mehrere Jahre mit Dee Snider bei Desperado. Im Februar 2019 wurde bekannt, dass Tormè an einer Doppelpneumonie, einer doppelten Lungenentzündung litt. Er verstarb am 17. März 2019, einen Tag vor seinem 67. Geburtstag.

12.04.2019 – Michiel Eikenaar

Der 1976 geborene Niederländer Michiel Eikenaar verstarb am 12. April 2019 an einer Krebserkrankung im Alter von nur 42 Jahren. Er zählte zu den Gründungsmitgliedern der holländischen Progressive Black Metaller Dodecahedron, wo er als Sänger von 2011 bis 2017 aktiv war. Er unterstützte die Band auch nach 2017 noch als Texter- und Artwork-Designer, war aber zudem als Sänger bei den niederländischen Black Metallern Nihill aktiv. Zuvor war er schon als Sänger mit den niederländischen Sludge / Doom-Metallern Anaphylactic Shock unterwegs.

13.04.2019 – Paul Raymond

Der am 16. November 1945 in St. Albans, Hertfordshire, England geborene Paul Martin Raymond war ein brillanter Keyboarder und Gitarrist. Raymond, der seine musikalische Karriere im Jazzbereich begann, spielte in Bands wie dem Ian Bird Quintett, Plastic Penny, Chicken Shack und mit Savoy Brown. 1976 tourte Raymond mit UFO als Keyboarder im Vorprogramm von Rainbow, ab 1977 wurde er offiziell UFO Keyboarder. Von 1981 bis 1982 war Raymond bei der Michael Schenker Group aktiv, bevor er sich 1983 der Pete Ways Band Waysted anschloss. 1984 kehrte er zu UFO zurück, verließ die Band jedoch 1986 erneut. Nach der Wiedervereinigung kehrte er 1993 noch einmal zu UFO zurück, schied aber nach relativ kurzer Zeit wieder aus, nur um ab 2003 wieder festes UFO Mitglied zu werden. Gelegentlich war er zu dieser Zeit auch bei Projekten von Michael Schenker zu hören. Am 13. April 2019 verstarb er an den Folgen eines Herzinfarkts, er wurde 73 Jahre alt.

26.04.2019 – Phil McCormack

Der am 31. Juli 1960 in Milwaukee, Wisconsin, USA geborene Phil McCormack war ein Sänger und begnadeter Songwriter. Nachdem er 1992 als kurzzeitiger Ersatz für Sänger Danny Joe Brown zu den Südstaatenrockern Molly Hatchet kam, wurde er ab 1995 Vollzeitmitglied bei den Southern Rock Legenden und stand über zwei Jahrzehnte am Mikro. Vorher veröffentlichte er schon Alben mit Roadducks und Savoy Brown. McCormack verstarb am 26. April 2019 mit ungeklärter Todesursache, Mediengerüchten zufolge soll es sich um einen Herzinfarkt gehandelt haben. Er wurde nur 58 Jahre alt.

05.06.2019 – Brian Doherty

Der Gitarrist Brian Doherty, Mitbegründer der kanadischen Rockband Big Wreck, verstarb am 5. Juni 2019 an Krebs. Er wurde nur 51 Jahre alt.

08.06.2019 – André Matos

Der am 19. September 1971 in São Paulo, Brasilien geborene André Coelho Matos war ein Sänger, Produzent, Pianist und Komponist. Schon als Teenager schloss er sich der ersten Band an, der Power Metal Band Viper, mit der er ab 1985 auftrat. 1991 gehörte Matos zu den Gründungsmitgliedern der Power Metal Band Angra, wo er bis zum Jahr 2000 das Mikro schwang. Direkt im Anschluss gründete er zusammen mit der Angra Rhythmusband die Power Metal Band Shaman, der er bis 2006 und von 2018 bis zu seinem Tod angehörte. In den 90er Jahren bewarb Matos sich um den Sängerposten bei Iron Maiden, als es darum ging, einen Ersatz für Bruce Dickinson zu finden. In einem weltweiten Casting kam er neben James LaBrie und Blaze Bayley unter die Top 3 Finalisten. 2001 gehörte er zu den vielen Gästen von Tobias Sammets Metaloper Avantasia. Ab 2006 widmete er sich seiner Solokarriere. 2010 gründete André Matos zusammen mit Timo Tolkki die kurzlebige symphonische Power Metal Supergroup Symfonia, mit der nur ein einziges Album veröffentlicht wurde. Am 8. Juni 2019 verstarb Matos an einem Herzinfarkt im Alter von gerade einmal 47 Jahren.

13.06.2019 – Nature Ganganbaigal

Der 1990 in Peking, China geborene Nature Ganganbaigal war ein chinesischer Musiker, Songwriter, Produzent und Komponist von Filmmusik und Weltmusik in New York City. Er spielte das mongolische Morin Khuur (Pferdekopfgeige) und beherrschte den Kehlkopfgesang. 2010 gründete er die Folk Rock / Metal Band Tengger Cavalry. Am 13. Juni 2019 wurde er tot aufgefunden, eine Todesursache wurde von den Behörden nicht bekannt gegeben.

06.08.2019 – Lizzie Grey

Der am 13. August 1958 in Los Angeles, Kalifornien, USA geborene Stephen Michael Perry, der den Künstlernamen Lizzie Gray verwendete, war ein amerikanischer Berufsmusiker. In den späten 70er Jahren war er der Gitarrist der Band Sister, neben Blackie Lawless und Nikki Sixx. 1978 gründete er gemeinsam mit Nikki Sixx die Hard Rock / Glam Rock Formation London. Im Anschluss gründete er die Glitter-Pop Band Roxy Roller, doch nach einer Single war Schluss und London wurden reaktiviert. In den späten 80er Jahren wollte Perry selbst singen und gründete die Band Ultra Pop, die dann in Spiders & Snakes umbenannt wurde. Er litt jahrelang an der seltenen Lewy-Body-Krankheit, bevor er am 6. August 2019 im Schlaf verstarb.

19.08.2019 – Larry Taylor

Der am 26. Juni 1942 in New York City, New York, USA geborene Samuel Lawrence Taylor war ein Blues-, Boogie- und Rockgitarrist. Er begann seine Karriere 1958 als kurzzeitiges Mitglied der Band Moon Dogs. Mit 18 Jahren begleitete er Jerry Lee Lewis auf dessen Tourneen, kurzzeitig spielte er auch für Chuck Berry. Im Anschluss wurde er als unabhängiger Gitarrist von den Monkees engagiert und spielte mit ihnen zwei Alben ein. 1967 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern von Canned Heat. 1970 verließ er Canned Heat, kehrte jedoch 1988 zurück und spielte bis 1999 immer wieder live und im Studio für die Band. Von 1970 bis 1973 spielte Taylor für John Mayall. Bis 1994 blieb er selten länger bei einem Musiker und arbeite vorwiegend als Gastmusiker, u. a. für Tom Waits, Kim Wilson, Albert King und Little Milton. Von 2005 bis 2010 spielte er bei den Hollywood Blue Flames. Am 19. August 2019 verstarb er im Alter von 77 Jahren an Krebs.

26.08.2019 – Neal Casal

Der am 2. November 1968 geborene Neal Casal war ein amerikanischer Gitarrist, Sänger, Songwriter und Fotograf. Von 1988 bis 1993 wurde er als Gitarrist mit Rickey Medlockes Blackfoot bekannt. Von 2005 bis 2009 war er Mitglied der Backing Band The Cardinals von Ryan Adams. Er spielte über die Jahre in verschiedenen Bands, darunter die Chris Robinson Brotherhood, Hard Working Americans, The Skiffle Players, GospelbeacH, Hazy Malaze und bei Circles Around The Sun. Des Weiteren veröffentliche er etliche erfolgreiche Soloalben. Am 26. August 2019 starb er im Alter von nur 51 Jahren durch Suizid.

13.09.2019 – Eddie Money

Der am 21. März 1949 in New York City, New York, USA geborene Edward Joseph Mahoney war ein Rocksänger, der zwischen 1978 und 1992 insgesamt 23 Songs in den Singlecharts seiner Heimat platzieren konnte, darunter auch seine größten Hits Take Me Home Tonight (1986) und Walk On Water (1988). Nur kurz nachdem der Langzeitraucher bekannt gab, dass er an Speiseröhrenkrebs leide, erlag er diesem Leiden am 13. September 2019 im Alter von 70 Jahren.

15.09.2019 – Mick Schauer

Der am 18. Dezember 1972 in Frederick, Maryland, USA geborene Michael LeRoy Schauer war ein Rockkeyboarder mit deutscher Abstammung. Im Jahr 2005 trat er als erster Keyboarder der traditionsreichen Rockband Clutch bei. Er starb am 15. September 2019 an einer unbekannten Krankheit.

15.09.2019 – Ric Ocasek

Der am 23. März 1944 in Baltimore, Maryland, USA geborene Richard Otcasek war ein populärer Sänger und Musikproduzent. Nachdem er in verschiedenen Bands gespielt hatte, gründete er 1976 als Sänger zusammen mit Benjamin Orr die New Wave, Pop und Rockband The Cars, die sich 1988 wieder auflöste. Parallel dazu begann er seine Solokarriere. Des Weiteren betätigte er sich als Produzent für Weezer, No Doubt, Le Tigre, Suicide, Bad Religion, Nada Surf und den Bad Brains. 2010 kam es zu einer einjährigen Wiedervereinigung von The Cars. Am 15. September 2019 verstarb er im Alter von 75 Jahren an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

18.09.2019 – Tony Mills

Der am 7. Juli 1962 in Solihull, England geborene Anthony Paul Mills war ein britischer Hard Rock / Heavy Metal Sänger. 1983 trat er der britischen AOR / Glam Rock Band Shy (ehemals Trojan) bei, mit denen er bis 1991 insgesamt acht Alben aufnahm. 1991 gründete er die Heavy Rock Band Siam, mit denen er bis 1996 zwei Alben einspielte. Im Jahr 2000 reformierten sich Shy für zwei weitere Alben mit Mills, während er nebenbei einige Soloalben fertigstellte. Von 2007 bis 2013 trat Mills der norwegischen Heavy Metal / Glam Metal Band TNT bei und ersetzte den langjährigen Sänger Tony Harnell. Nebenbei arbeitete er für viele europäische Künstler, darunter Lasse Dale, Michael Voss und sein Projekt Voices Of Rock, Torben Enevoldsen, Tor Talle und Frederic Hugues. Für das Crimes Of Passion Debüt sang Mills 2007 die Backing Vocals ein. Weitere Projekte waren The Andersson-Mills Project, China Blue und selbst für Dante Fox sang er Backing Vocals ein. 2008 trat Mills der Band Serpentine bei und ersetzte deren Sänger Greg Flores. 2009 mischte er bei der Progressive Metal Band Dale mit. Weitere Soloalben, Projekte und eine Rockoper folgten, Mills war ein Vollblutmusiker, der keinen Stillstand kannte. Anfang 2019 wurde bei ihm Krebs im Endstadium diagnostiziert, er starb am 18. September 2019 im Alter von 57 Jahren.

19.09.2019 – Larry Wallis

Der am 19. Mai 1949 in England geborene Larry Wallis war ein Rockgitarrist, Songwriter und Musikproduzent. Er gründete 1968 seine erste Band The Entire Sioux Nation. Sie löste sich 1969 bereits wieder auf, doch zur gleichen Zeit formierte Mick Farren von den Pink Fairies die Gruppe Shagrat, der sich Wallis anschloss. Die nächste Station waren Blodwyn Pig, die ihren Namen dann in Lancaster`s Bomber und schließlich in Lancaster änderten, ein kurzes Gastspiel, denn 1970 löste sich die Band schon wieder auf. 1972 tourte Wallis ein halbes Jahr mit einer frühen Inkarnation der Band UFO. Von UFO ging es im gleichen Jahr zu den Pink Fairies und als diese 1974 pausierten, wurde er von Hawkwind Bassist Lemmy Kilmister höchstpersönlich als Gitarrist für dessen neue Band Motörhead rekrutiert. Als 1976 Fast Eddie Clarke als Gitarrist zu Motörhead stieß, stieg Wallis aus und widmete sich wieder den Pink Fairies. Im selben Monat spielte er ein einmaliges Konzert mit Thin Lizzy Mitgliedern, mit Wallis standen Scott Gorham, Gary Moore, Brian Robertson, Phil Lynott und Rat Scabies auf der Bühne. Danach arbeitete er als Produzent für Stiff Records, veröffentlichte eine Solosingle mit der Motörhead Nummer On Parole auf der B-Seite. Mit Dave Edmunds bildete er die Band The Takeaways für eine einzige Aufnahme. 1977 schickte Stiff Records seine bekanntesten Künstler gemeinsam auf Tour, darunter Ian Dury, Elvis Costello, Wreckless Eric, Nick Lowe, Dave Edmunds und eben Larry Wallis. 1982 stellte er erstmals eine eigene Band auf die Beine, Larry Wallis & The Death Commandos Of Love. 1987 wurden die Pink Fairies wiederbelebt. 1991 veröffentlichte Wallis mit dem Dr. Feelgood Bassisten Phil Mitchell eine Mini-LP. 1995 spielte er mit The Stranglers & Friends, bevor er 2002 sein erstes Soloalbum aufnahm. Nach dem Tod von Lee Brilleaux nahm er neben Eddie & The Hot Rods an Tributekonzerten für den Dr. Feelgood Gründer teil. Am 19. September verstarb Wallis im Alter von 70 Jahren.

23.09.2019 – Richard Brunelle

Der am 6. September 1964 in Springfield, Massachusetts, USA geborene Richard Brunelle war von 1985 bis 1993 der Sechssaiter der Florida Death Metaller Morbid Angel (ehemals Heretic) und kehrte auch danach noch mehrere Male zur Band zurück, um live auszuhelfen. Von 1999 bis 2004 war er als Gründungsmitglied und Gitarrist bei den Melodic Death Metallern Paths Of Possession aktiv. 2018 gründete er noch das Alien Metal Projekt Mosaic Covenant. Am 23. September 2019 verstarb der begnadete Death Metaller im Alter von nur 55 Jahren, Todesursache unbekannt.

23.09.2019 – Robert Hunter

Der am 23. April 1941 in Arroyo Grande, Kalifornien, USA geborene Robert C. Burns war ein bekannter amerikanischer Lyriker, Liedtexter und Singer / Songwriter, der als Robert Hunter vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Jerry Garcia und den Jam Göttern von Grateful Dead bekannt war. Schon früh in den 60er Jahren spielte er zusammen mit Jerry Garcia in verschiedenen Bluegrass Bands wie z.B. The Tub Thumpers. 1962 verdiente sich Hunter bei einem Versuchsprojekt für Psychedelika an der Stanford University Geld hinzu. Er wurde dafür bezahlt, dass er LSD, Mescalin und Psilocybin einnahm und über die Wirkung berichtete. Diese Einflüsse bereicherten seine Kreativität und so entstanden die ersten Songtexte, die er für Grateful Dead schrieb, ohne dass er bisher Mitglied der Band war. 1967 trat er der Band Grateful Dead dann offiziell bei, er hatte einen Sonderstatus als nicht mitspielendes Bandmitglied. Garcia war ab sofort für die Musik zuständig, Hunter für die Texte. Der Rolling Stone listet Hunter auf Platz 36 der 100 besten Songwriter aller Zeiten. Er starb am 23. Oktober 2019 im Alter von 78 Jahren, eine Todesursache ist nicht bekannt.

02.10.2019 – Morten Stützer

Der 1962 in Dänemark geborene Morten Stützer war Gründungsmitglied und anfangs Bassist, später Gitarrist, der dänischen Thrasher Artillery. Neben seiner Hauptband mischte er immer wieder in anderen Metalformationen mit, darunter Abracadabra, Furious Trauma, Missing Link, Devil`s Symphony, My Wife, Trauma Center, Unicorn und Voodoo. Am 2. Oktober 2019 ist er einem schweren Herzleiden im Alter von 57 Jahren erlegen.

02.10.2019 – Kim Shattuck

Die am 17. Juli 1963 in Burbank, Kalifornien, USA geborene Kimberly Dianne Shattuck war Sängerin, Gitarristin und Songwriterin. Von 1985 bis 1990 war Shattuck Mitglied der Frauen-Rockband The Pandoras. Von 1991 an war sie Sängerin, Gitarristin und Haupt-Songschreiberin bei der neu gegründeten Pop Punkband The Muffs. Neben den The Muffs war sie an zahlreichen anderen Projekten beteiligt, so sang sie auf einem NOFX Song, sowie auf Songs von Bowling For Soup, Kepi Ghoulie und The Dollyrots. 2001 war sie Sängerin und Gitarristin bei dem Super-Pop-Projekt The Beards. 2013 begleitete sie die Pixies auf ihrer Europatournee für die ursprüngliche Kim Deal, bevor sie am Ende der Tour von der Band wieder gefeuert wurde. 2015 nahm sie in Kalifornien an einem Wiederauftritt der The Pandoras als Sängerin für die 1991 verstorbene Sängerin Paula Pierce und als Gitarristin teil. Am 2. Oktober 2019 verstarb sie im Alter von 56 Jahren an den Folgen von ALS.

02.10.2019 – Barrie Masters

Der am 4. Mai 1956 in Roachford, England geborene Sänger Barrie Masters war 1975 Gründungsmitglied der britischen Punk Rock Band Eddie & The Hot Rods. Die Band war, mit Unterbrechungen, bis ins Jahr 2019 noch aktiv, jedoch war von der Originalbesetzung nur noch Sänger Barrie Masters aktiv dabei. Am 2. Oktober 2019 starb der Frontmann im Alter von 63 Jahren, Todesursache unbekannt.

06.10.2019 – Ginger Baker

Der am 19. August 1939 in Lewisham, London geborene Peter Edward Baker war ein legendärer britischer Schlagzeuger, der wegen seiner roten Haare den Spitznamen Ginger bekam. Baker kam ursprünglich auch aus dem Jazz, spielte Klavier, Trompete und Schlagzeug. Erste Anlaufstationen waren Bob Wallis And The Storyville Jazz Band, Mr. Acker Bilk und Terry Lightfoot. 1962 ersetzte er den Schlagzeuger Charlie Watts in Alexis Korners Blues Incorporated. Nur kurze Zeit später gründete er die Graham Bond Organization. 1966 entstand auf seine Initiative die Band Cream mit Eric Clapton an der Gitarre und Jack Bruce am Bass, die in den späten 60er Jahren als Supergroup galten. Nach der Auflösung von Cream spielte Baker zusammen mit Clapton, Steve Winwood und Ric Grech bei Blind Faith, die sich jedoch nach einem Album 1969 wieder auflösten. Auch Ginger Baker`s Air Force lösten sich nach einem Jahr wieder auf. Von 1974 bis 1976 spielte Baker in der britischen Hard Rock Formation Baker Gurvitz Army und war an einigen Jazzprojekten beteiligt. 1980 gehörte er kurz zu Hawkwind, die er aber nach dem Album Levitation schon wieder verließ. 1990 trat er der Rockband Masters Of Reality bei, die er aber 1993 wieder verließ. Mit dem kurzlebigen All-Star-Powertrio BBM (Ginger Baker, Jack Bruce & Gary Moore) veröffentlichte er ein Album, bevor es im Mai 2005 in der Londoner Royal Albert Hall zu dem langersehnten Wiederauftritt von Cream kam. 2012 kam Beware Of Mr. Baker in die US-Kinos, eine Biografie des US-Regisseurs Jay Bulger über sein bewegtes Leben. Er selbst ging noch 2014 mit seiner Band Ginger Baker`s Jazz Confussion auf Tour. 2016 musste er sich am offenen Herzen operieren lassen und am 6. Oktober 2019 starb der Schlagzeuger im Alter von 80 Jahren an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung.

06.10.2019 – Larry Junstrom

Der am 22. Juni 1949 in Jacksonville, Florida, USA geborene Larry Junstrom war ein eingefleischter Southern Rock Bassist. 1964 war Junstrom als Bassist an der Gründung der legendären Southern Rock Band Lynyrd Skynyrd beteiligt, die er aber im Jahr 1970, noch vor dem Welthit Sweet Home Alabama, wieder verlässt. 1975 gründete Donnie Van Zant die Southern Rock / AOR Band 38 Special, in die Junstrom ab 1977 einstieg und der er bis zu seinem Tode angehörte. Am 6. Oktober 2019 verstarb der Südstaaten-Bassist im Alter von 70 Jahren.

21.10.2019 – Peter Hobbs

Der am 29. Juni 1961 in Melbourne, Australien geborene Peter Hobbs war einer der ersten Thrash Metal Sänger und Gitarristen Australiens. 1984 war Hobbs Gründungsmitglied der Aussie-Thrash Band Tyrus, die bis 1986 aktiv war. 1987 gründete er dann die Thrash Metal Band Hobbs` Angel Of Death, wobei es eigentlich als sein Soloprojekt gedacht war. 1996 trennte man sich, doch 2002 fand die Band wieder zusammen. Am 21. Oktober 2019 verstarb Hobbs im Alter von 58 Jahren. Über die Todesumstände wurde nichts bekannt, auf der Facebook-Seite der Band hieß es nur: „Wir sehen uns in der Hölle, Bruder!“

02.11.2019 – Bart Walsh

Der am 14. Mai 1963 im Forsyth County, North Carolina, USA geborene Bart Hamilton Walsh war ein amerikanischer Hard Rock Gitarrist. Er gründete mit namhaften Musikern wie Jennifer Batten (Michael Jackson) und Paul Gilbert (Racer X, Mr. Big) die Hard Rock Band Lancia. Bekannt wurde er jedoch als der ursprüngliche Gitarrist der Van Halen Tributeband The Atomic Punks. Während dieser Zeit wurde Van Halen Frontmann David Lee Roth auf Walsh aufmerksam und so wurde er bald angeworben, um Jump-Dave auf seiner 1999 Welttournee als sein Lead Gitarrist zu begleiten. Im Anschluss arbeitete er mit Poison Frontmann Bret Michaels an einem seiner Soloprojekte, bevor er zu Gibson Guitars ging und deren Produkte vorführte. In jüngerer Vergangenheit war er an mehreren Projekten beteiligt, spielte u.a. mit Judas Priest Schlagzeuger Scott Travis in dem All-Star-Projekt Rock Dawgs, oder spielte alle Gitarren für die erste CD seiner Frau Delaney ein. Er starb am 2. November 2019 im Alter von 56 Jahren an einer Blutung und Dehydrierung des Magen-Darm-Traktes.

04.11.2019 – Timi Hansen

Der am 28. Oktober 1958 in Dänemark geborene Timi G. Hansen war ein Bassist, der unter dem Künstlernamen Timi Grabber auftrat. Den Spitznamen bekam er, weil er zeitweise einen Gibson G3 Grabber Bass spielte. 1981 war er bei Danger Zone aktiv, einem Projekt von Michael Denners. Hansen spielte von 1981 bis 1985, von 1993 bis 1994, 2008, 2011 und 2019 bei den Dänen von Mercyful Fate. Aber auch auf King Diamond Alben hat er von 1985 bis 1987 fleißig mitgewirkt. Von 1988 bis 1989 wirkte Grabber bei Lavina mit, einem weiteren Heavy-Projekt von Michael Denners. Erst im Sommer 2019 verkündete der Däne, dass er an Krebs erkrankt ist und im nächsten Jahr nicht bei der Wiedervereinigung von Mercyful Fate dabei sein kann. Er musste sich seinem Krebsleiden am 4. November 2019 im Alter von 61 Jahren geschlagen geben.

R.I.P. – Ruhet in Frieden

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