Mystic Prophecy – Metal Division

Ohne Umwege in den Metal-Olymp

Artist: Mystic Prophecy

Herkunft: Bad Grönenbach, Deutschland

Album: Metal Division

Spiellänge: 43:39 Minuten

Genre: Power Metal

Release: 10.01.2020

Label: ROAR! Rock Of Angels Records

Links: http://www.mysticprophecy.net/
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Produktion: R.D. Liapakis, Aufgenommen in den Prophecy Studios (Kempten-Hegge, Germany) Sound-Engineering von Christian Schmid, Pre-Production und Editing von Evan K im Epsilon Studio (Aschaffenburg, Germany), Gemixt und gemastert vom „Best Producer 2017 Heavy Music Award“ – Sieger Henrik Udd in den Henrik Udd Recording Studios, Cover-Artwork und Layout von Stan-W. Decker

Bandmitglieder:

Gesang – Roberto Dimitri Liapakis
Gitarre – Markus Pohl
Gitarre – Evan K
Bassgitarre – Joey Roxx
Schlagzeug – Hanno Kerstan

Tracklist:

  1. Metal Division
  2. Eye To Eye
  3. Hail To The King
  4. Here Comes The Winter
  5. Curse Of The Slayer
  6. Dracula
  7. Together We Fall
  8. Die With The Hammer
  9. Reincarnation
  10. Mirror Of A Broken Heart
  11. Victory Is Mine

Da ist es nun, das langersehnte neue Langeisen von Mystic Prophecy. Das elfte Studioalbum insgesamt und das erste beim neuen Label. Mystic Prophecy haben zwischenzeitlich beim griechischen Label ROAR! Rock Of Angels Records angeheuert und befinden sich dort neben Steel Prophet, Monument oder auch Reverence in allerbester Gesellschaft. Schlicht, dafür aber umso aussagekräftiger, wurde das aktuelle Album Metal Division getauft. Und dahinter verbirgt sich wahrlich jede Menge Power Metal. Und zwar dergestalt, wie wir es von Mystic Prophecy bereits viele Jahre gewohnt sind. Zu erwarten waren gnadenlos harte Riffs, an Perfektion grenzendes Songwriting und durchweg eingängige Melodien, was durch die bislang veröffentlichten Musikvideos auch nachdrücklich belegt wurde.

Der Titeltrack Metal Division selbst weist uns die Richtung und Mystic Prophecy fahren altbewährte Tugenden auf. Glasklare Gitarren und ein wirklich fetter Groove. Dieser Song könnte an dieser Stelle nicht besser gewählt sein, ruft er die Division doch zusammen und walzt alles platt, was sich ihm in die Quere stellt. „here we are, back again…“, oh ja, R. D. Liapakis unverwechselbare messerscharf-angerauchte Stimme ist ein Garant für DIE Metalhymne schlechthin. Was ein grandioses Brett, nicht auszudenken, was live auf uns zukommt.

Dem setzt Eye To Eye letztlich noch eins drauf. Hier sticht vor allem das harmonische Element hervor. Das Songwriting glänzt im zügigen Gewand abermals mit flüssigen Riffs und einem absolut hitverdächtigen Refrain. Diese Geschichte setzt sich sofort in den Gehörgängen fest. Die Drums setzen akzentuierte Nadelstiche dort, wo sie sein müssen. Der Rhythmus zwingt die Gebeine fortwährend mitzugehen.

Wo nehmen die Jungs das nur her? Da ist einiges gereift seit der letzten Veröffentlichung und mit aller Konsequenz nun verewigt worden. Mit Hail To The King knüpft man nahtlos an dieser äußert feinsinnigen Art und Weise, Musik zu machen an. Das sind Melodien, die zwangsläufig nachvollzogen werden müssen.

Ein wenig Maiden Flair versprüht der für mich stärkste Song dieses Rundlings anfangs. Here Comes The Winter hat eine zweifelsohne balladeske Grundstimmung und entpuppt sich im Verlaufe des Liedes allerdings zum wahren Groove-Monster. Ein Mitgröhler, der seinesgleichen sucht. Die Herren Markus Pohl und Evan K brillieren auf dem straighten Bass- und Drumteppich. Die Vocals von R. D. Liapakis veredeln diesen musikalischen Meilenstein letztlich noch, sind es doch eben diese Sangesqualitäten von Lia, die Mystic Prophecy unverwechselbar machen.

Mystic Prophecy sind für ihre energiegeladenen Shows im weiten Rund bekannt. Die Band kommt von der Bühne herab dermaßen professionell, sympathisch und auf den Punkt konzertiert rüber, dass einem nicht selten der Atem stockt. Vor allem die Härte ihrer Songs führt stets zu wahren Ekstasen im Pit. Dies stellt The Curse Of The Slayer erneut machtvoll unter Beweis. Das Double-Bass Gewitter, das brettharte Riffing und letztlich der Groove peitschen und treiben den Hörer ganz nach Belieben vor sich her und führen mich zielsicher von einem zum anderen Höhepunkt dieses Power Metal Highlights.

Es wäre ja zu schön gewesen, würde das bislang gehaltene hohe Niveau beibehalten werden können. An Dracula allerdings reibe ich mich zumindest ein wenig auf. Die Sludge Momente zu Beginn des Songs erinnern mich an die frühen Pantera und ich merke auf, die Augenbrauen gehen steil nach oben. Auch in dieser Nummer stimmt insgesamt gesehen alles. Rhythmus, Harmonie, Groove und die Entschlossenheit sind vorhanden. Letztlich der Refrain fordert mich heraus und stiehlt mir sozusagen die Ernsthaftigkeit, was sicher aber meinem persönlichen Geschmack unterworfen ist.

Together We Fall hingegen kommt einem Sprint gleich, der mit stetig steigender Energie und zunehmender Dynamik wieder ganz Mystic Prophecy verkörpert. Da kann man nichts falsch machen mit diesem Track. Power Metal eben. Die With The Hammer schlägt mit etwas mehr Speed und Härte in die gleiche Kerbe, die Jungs und Joey Roxx brechen quasi aus.

Mächtig, schleppend, mit Nachdruck geht Reincarnation in den Ring. Die Headline der Leadgitarre bildet den roten Faden. In der Atmosphäre von Here Comes The Winter kann Reincarnation ebenfalls als eines der Highlights auf Metal Division gelten. Und wenn wir schon bei Atmosphäre und Stimmung sind: Das beherrscht Mystic Prophecy wie keine andere Band. Alle Songs haben ihre eigene und teils epochale Mystik und allein deshalb bleiben die Songs auch sehr schnell hängen.

So bleiben letztlich Mirror Of A Broken Heart und Victory Is Mine als Garanten für hohe musikalische Kunst tief im Gehör verwurzelt. Ich bin ehrlich tief beeindruckt von diesem Album!

Noch ein abschließendes Wort zu den Aufnahmen. Mystic Prophecy luden ihre Fans während der Aufnahmesessions sehr offensiv in das Studio nach Kempten ein, um sich auf vorliegendem Album zu verewigen. Gesucht wurden selbstbewusste Metalheads, die es sich zutrauten diverse Chöre und Backvocals einzusingen. Das spricht ebenfalls für Metal Division. Wer von den Teilnehmern genau hinhört, vermag sich zu hören und müsste für Gänsehaut sorgen. Die Idee dahinter ist gleichermaßen kreativ, genauso, wie die gesamte technische Produktion des Albums selbst, auch mit Blick auf das Cover-Artwork, höchsten Ansprüchen genügt.

Erhältlich ist Metal Division als Digipak CD, Vinyl (schwarz), auf 100 Stück limitiertes buntes Vinyl (blau/weiß, transparent grün, silber) und als Boxset (limitiert auf 500 Stück). Das Boxset enthält: Digipak CD, Beanie, Lanyard, Autogrammkarte sowie eine ROAR! Music CD Compilation. Hier könnt ihr Metal Division vorbestellen!

Im Januar geht es dann gemeinsam mit Mob Rules auf große Release-Tour.

Nine Lives Entertainment freut sich außerordentlich, die folgende Termine anzukündigen:

The Metal Division Release TourMystic Prophecy + Very special guests Mob Rules

09.01.2020: Mannheim – MS Connection – Guest: Mob Rules
10.01.2020: Selb – Rockclub Nordbayern e.V. – Guest: Mob Rules
11.01.2020: Emden – Alte Post – Guests: Mob Rules – ArtillerySacrosanct
12.01.2020: Essen – Turock – Guests: Mob Rules – WarrantGhosther
13.01.2020: Hamburg – Logo – Guest: Mob Rules
14.01.2020: Oldenburg – MTS – Guest: Mob Rules
15.01.2020: Siegburg – Kubana – Guest: Mob Rules
16.01.2020: (NL) Enschede-Metropool – Guest: Mob Rules
17.01.2020: (NL) Tilburg – Little Devil – Guest: Mob Rules
18.01.2020: (NL) Den Haag – Musicon – Guest: Mob Rules

Präsentiert von: Hardline, Rock Hard, Rock It!, metal.de und RockWorld24.com

Tickets sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Mystic Prophecy – Metal Division
Fazit
Das Jahr ist noch jung und Metal Division schickt sich an, jetzt schon eines der mächtigsten Power Metal Alben im Jahr 2020 zu werden. Das Album weist über die elf Tracks hinweg überwiegend Stärken auf, vor allem das Songwriting ist erwachsen und braucht sich beileibe nicht zu verstecken. Die Songstrukturen und die Melodien sind in der Tat herausragend. Da wurde rein gar nichts dem Zufall überlassen. Mystic Prophecy beanspruchen mit Metal Division nicht weniger als schließlich zu einer der professionellsten deutschen Power Metal Bands zu avancieren. Alles andere wäre aus meiner Sicht eine Farce. Und ich bin mir sicher, dass dies über die deutschen Grenzen hinaus ebenso wahrgenommen wird. Größter Respekt vor dieser Leistung!

Anspieltipps: Here Comes The Winter, Metal Division und Curse Of The Slayer
Peter H.
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