“36 Crazyfists + Support am 26.02.2015 in der Stadtmitte Karlsruhe“

Headliner: 36 Crazyfists

Vorband(s): Grizzly, All Hail The Yeti

Ort: Stadtmitte, Karlsruhe

Datum: 26.02.2015

Kosten: 24 € VVK, 28 € AK

Genre: Metalcore

Besucher: ca. 400

Veranstalter: Caldera Promotions (https://www.facebook.com/CalderaPromotionsKA)

Link: http://36crazyfists.net/

36 crazyfists tour 2015 februar

Die 36 Crazyfists laufen mit haarigem Support in der Karlsruher Stadtmitte auf. Regionaler Opener des Abends sind die Bärenbande Grizzly und im Anschluss gibt es den Toursupport All Hail The Yeti auf die Ohren. Die Grizzlys sind noch recht neu in der Karlsruher Szene und mit Papa Roach-artigem Metalcore genau richtig zum Warmwerden, aber nichts, was einen schon unerwartet aus der Puste bringen würde.

All Hail The Yeti kommen aus Hollywood und ziehen auf der Bühne eine kleine Redneck-Show ab. Vor dem Gig kannte ich die Truppe nicht, ihr Southern Metal klingt aber beim Vorabhören sehr vielversprechend. Vor allem die Mundharmonika im Song The Art Of Mourning finde ich ganz nett, passt eben ins Konzept. Leider gibt es diese nur auf der Aufnahme, in der Stadtmitte ist sie erst im Outro der Show zu hören. Insgesamt bringt die Truppe einen ordentlich groovigen Southern-Sound auf die Bühne mit ab und an losgelassener Dampfwalze – einwandfreier Krach zum lässigen Kopfnicken. Wermutstropfen ist in der Stadtmitte leider immer der matschige Sound, der auch Hall Hail The Yeti nicht in die Karten spielt. Das macht es doch schwierig, eine neue Band wirklich kennenzulernen.

Bei 36 Crazyfists ist das nicht mehr nötig. Bisher hatte ich noch nie das Vergnügen, sie mal live zu erleben. Obwohl mich 36 Crazyfists vor zehn Jahren einfach mal umgehauen haben mit der charakteristischen Stimme von Brock Lindow, ihrem ganz eigenen Sound und der Energie, die diese Band aus Alaska einfach ausstrahlt. Und davon haben sie bis heute nichts verloren. Am heutigen Abend in der Stadtmitte sieht und gespürt man, dass sie genau für solche Shows leben – kleine Clubshows, bei denen die erste Reihe eigentlich schon auf der Bühne steht.

Brock Lindow begrüßt jeden Crowdsurfer per Handschlag und zieht ihn auf die Bühne. Gegengewicht hat er mittlerweile genug, denn der dürre Rothaarige aus den Anfangstagen der Band ist mittlerweile ein ganz schöner Bär geworden – mit viel Bart und Bauch. Ein bisschen Resonanzraum in der Bauchgegend ist für Sänger ja nicht unbedingt schlecht. Seine Shouts haben auf jeden Fall mehr Volumen abbekommen und die Gesangslinien machen mit seiner krassen Stimme einfach immer Laune. Das Publikum in der Stadtmitte hat hart zu feiern, weil 36 Crazyfists echt alles geben. Auch der Sound ist bei ihnen ein bisschen brauchbarer, aber viel ist auch bei deftigem Alaska-Krach leider nicht zu machen in der Stadtmitte. Bei kleinen Clubshows nimmt man das gerne in Kauf, da so eine Stimmung in großen Hallen einfach nicht aufkommt. Brock Lindow hat’s gefallen und er möchte gerne bald wiederkommen. Ich nehm‘ ihn beim Wort.

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