Baltic Open Air 2019 vom 22.- 24. August 2019 in Haddeby bei Schleswig

Das Festival der kurzen Wege geht in die 9. Runde

Eventname: Baltic Open Air 2019

Bands: Zaunpfahl, Unantastbar, Stinger, Primal Fear, Accept, Schandmaul, Ensiferum, Stahlmann, Schlussakkord, Frei.Wild, Tri State Corner, Canterra, Axxis, Backyard Babies, John Diva, Kissin Dynamite, Stainless Steel, Hannes Wendt Band, Tears For Beers, Die Stromies, Outfield-Westwood, Blind Man‘s Gun, Big Harry

Ort: Wikingerland – Haddeby bei Schleswig

Datum: 22. – 24. August 2019

Zuschauer: Donnerstag ca. 5000, Freitag ca. 12.000, Samstag ca. 13.000

Kosten: Drei-Tages-Ticket, 86,50 € VK, Tages Ticket, 66,50 €, Camping Ticket, 18,90 €, Wohnmobil, Wohnanhänger inkl. 1 Camping Ticket, 23,90 €

Genre: Rock, Heavy Metal, Neue Deutsche Härte, Folk Rock

Veranstalter: Baltic Eventmanagement GmbH

Link: http://www.baltic-open-air.de/de/home/

http://www.openair-gmbh.de/

Nun ist es da, das Baltic Open Air 2019. Wie bereits im vergangenen Jahr, ist bereits am Donnerstag ab 12:00 Uhr die Auffahrt zum Gelände möglich. Das interessiert viele aber nicht wirklich, und so sind bereits weitaus früher eine große Anzahl an Gästen vor Ort. Das führt zwangsläufig zum Handeln der Polizei, die die Straße zum eigentlichen Gelände freihalten muss. Dadurch werden alle, die pünktlich anreisen, zunächst auf den Tagesparkplatz geleitet, um einen Puffer zu bilden. Wohnmobile und Wohnwagen werden durchgelassen, so dass zusammenhängende Gruppen auch gern mal getrennt werden. Nach einer guten Stunde wird dann der Autoparkplatz nach und nach ohne viel Organisationstalent geleert, so dass die Campgrounds befüllt werden können. Derer gibt es bereits sechs, und C1 und C2 sind demzufolge recht schnell voll.

Vor Ort erfolgt dank der ausreichenden Ordner die Zuteilung zügig, und dem Aufbau des Platzes steht nichts im Wege. Nach getaner Arbeit gibt’s ein Stück Grillfleisch und eine Kaltschale, die sich redlich verdient wurde. Das Programm am ersten Tag ist ja noch sehr übersichtlich, und so haben wir Gelegenheit, unsere Bändchen und das aktuelle T-Shirt zu erwerben. In der Zwischenzeit spielt auf der Viking Stage der Rock Dj einige gute Songs.

Donnerstag

Das eigentliche Programm beginnt um 18:00 Uhr auf der

Viking Stage

Big Harry

Big Harry und seine Band beginnt heute auf dieser vorgelagerten Bühne. Wie immer sind hier die Meinungen zwiegespalten. Einige sagen, das ist gut zur Einstimmung. Andere sind da nicht so freundlich gesinnt, aber er macht seine Sache für den Anfang recht gut, und nicht wenige bleiben auch vor der Bühne stehen und lassen ihre bierselige Freude lautstark raus. Geboten werden stimmungsmachende Coversongs von Torfrock, AC/DC oder CCR. Was sofort auffällt, ist das große, leere Schlagzeugpodest. Er ist wegrationalisiert und kommt von einem Drumcomputer. Der Infield Vorplatz ist gut gefüllt, und es gibt immerhin Pizza, Pasta und Getränke. Die Jungs und Mädels beim Getränkestand können einem fast schon leid tun. Groß ist der Andrang und da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Vielleicht ein zweiter Bierwagen in der Nähe, und dem Problem könnte begegnet werden. Es sind eben schon viele durstige Gäste da. Trotzdem ist die Stimmung gut, auch wenn es zu höherem Getränkekonsum hätte kommen können.

Tears for Beers rocken den Donnerstag!

Nach Big Harry wird umgebaut, damit Teers For Beers um 20:00 Uhr beginnen kann. Die unterhalten mit schmissigem Folk Rock die Gemeinde und begleiten die Anwesenden in die Dämmerung. Bei Coversongs wie Home Boys Home und Black Betty ist gute Laune vorprogrammiert. Aber auch eigene Songs begeistern. Nach dem spontanen Ausstieg von Sängerin Joy Smith in der letzten Woche wird wieder die härtere Gangart eingelegt. Raggle Taggle, Sam Hall oder Devil Watch Out bringen die immer größer werdende Menge vor der Bühne zum Tanzen. Der anderthalbstündige Auftritt zeigt mal wieder, dass hier auf der Bühne auch am Donnerstag etwas geboten wird. Der Wandel in der Setlist hingegen kommt an. „Endlich wieder Speed-Folk, wie damals“ gröhlt mir ein ebenfalls langjähriger Fan zu. Gegen 22:00 Uhr darf dann die Hannes Wendt Band den Abend musikalisch beschließen. Da sind wir bereits wieder auf dem Campground und lassen den Abend gemütlich ausklingen. Die Nacht verläuft allerdings sehr unruhig, weil unsere lieben Zeltnachbarn der Meinung sind, dass das Stromaggregat durchlaufen muss. Wir bekommen also kaum ein Auge zu.

Freitag

Übernächtigt sitzen wir heute Morgen am Frühstückstisch, als das lärmende Etwas endlich den Geist aufgibt. Wir halten uns dezent mit Hilfestellung oder gut gemeinten Ratschlägen zurück und genießen die einkehrende Ruhe. Na ja, genießen geht anders, aber erst mal ist zumindest der Lärmpegel erträglich geworden. Da war dann noch die Sache mit dem Stuhl … aus vier mach zwei ^^ Einer unserer Kollegen hatte noch am Donnerstagabend eine unsanfte Begegnung mit einem bösen Campingstuhl, der das Duell für sich entschieden hat. Das Resultat daraus ist ein gebrochener Fuß. Heute Mittag ist die Entscheidung gefallen, dass es das Beste ist, samt „Pflegerin“ den Heimweg anzutreten. Noch zwei Tage mit dem lädierten Fuß über das Festivalgelände zu asseln, kommt nicht mehr infrage. Gegen 15:30 trudelt unsere Ablösung ein, die eigentlich das Team weiter aufstocken sollte. Somit sind wir jetzt doch noch zu zweit unterwegs und holen uns etwas später als geplant unsere Festivalbänder an der Ausgabestelle ab. Zu dem Zeitpunkt spielt bereits die zweite Band des Tages auf der

Viking Stage

Guilty Deafness aus Schleswig bringen ab 14:00 Uhr die ersten halb wachen Fans, die nach dem Gelage von Donnerstag bereits auferstanden sind, mit Hardrock Songs wie Killing In The Name Of (Rage Against The Machine) und Keep On Rocking In A Free World auf Kurs. Um 15:00 Uhr unterhält dann das Quintett Outfield Westwood das immer noch recht übersichtliche Partyvolk mit Irish Folk und Rock. Wir bekommen davon nur wenig mit, da wir uns schon auf die Socken zum Opener machen, der in wenigen Minuten das Baltic Open Air Festival eröffnet.

Odin Stage

Zaunpfahl

Pünktlich um 16:00 Uhr geht es los. Veranstalter Daniel Spinler ergreift das Mikro und eröffnet offiziell das 9. Baltic Open Air. Danach legt sich die Punkrock-Combo Zaunpfahl, die Ihre Musik selbst als hardcorebeeinflussten Deutsch-Metal-Punk-Rap bezeichnen, bei einem noch mäßig gefüllten Infield gleich ins Zeug. Der Start ist etwas holprig … Kaum erklingen die ersten Akkorde, ist die erste Saite gerissen. Einer von den Jungs erklärt dann, dass die Gitarren frisch bespannt sind und es keine Ersatzinstrumente gibt. Mit Galgenhumor nehmen Zaunpfahl die Panne gelassen hin und spielen unverdrossen weiter. „Kann nichts passieren ham se gesagt…“ Nach dem zweiten Song ertönt ein fröhliches „Prost Ihr Säcke“ von der Bühne. Weiter geht es dann mit Punkrock gegen Rechts.

Wir ziehen weiter in Richtung VIP-/ Pressebereich namens VIP-HALLA, um unseren Durst bei sonnigen 25 Grad zu stillen und ein wenig Schatten zu finden. Nach dem Genuss des Kaltgetränks ist es auch schon wieder Zeit sich zum nächsten Gig zu rüsten.

Thor Stage