Black Porta Project feat. Mary’s Funky Pillars am 14.08.2020 im Brunnenhof in Trier

Wegen Corona um fünf Monate verschoben

Eventname: Black Porta Project feat. Mary’s Funky Pillars

Headliner: Black Porta Project feat. Mary’s Funky Pillars

Vorband: Brightside Delight

Ort: Brunnenhof, Trier

Datum: 14.08.2020

Kosten: 13,00 € VVK, 15,00 € AK (Sold Out)

Genre: Funk, Soul, R’n’B, Alternative Rock

Besucher: 150

Veranstalter: Musiknetzwerk Trier

Link: https://www.facebook.com/events/677701676149270

Setlisten:

  1. Slippin Into Darkness (Instr.)
  2. Am I Your Woman
  3. Cook It
  4. Losing You
  5. People Say
  6. What A Man
  7. Working Woman
  8. Good 2 Your Earhole
  9. Fire
  10. Inner City Blues
  11. Look How Far We’ve Come
  12. I Don’t Need No Doctor
  13. Pacified
  14. Whole Woman
  15. Love You Left Behind
  16. Them Changes
  17. Slippery When Wet
  18. Fire On The Bayou
  19. Funkiest Man Alive
  20. Thank You

  1. Stumble
  2. Decisions
  3. Wolfpack
  4. Obey
  5. Attraction
  6. Hope
  7. Diva
  8. Soldiers Dream
  9. Rage
  10. Hero’s Tragedy
  11. Lost At Sea
  12. Interlude
  13. Crazy
  14. Boundaries

Seit einem halben Jahr haben wir dieses Corona an der Backe. Mittlerweile hat sich die Lage jedoch in einigen Regionen gebessert und die aktuellen Auflagen machen es möglich, im gewissen Rahmen wieder Veranstaltungen zu organisieren. So bekomme ich überraschenderweise auf der Instagram-Seite von Brightside Delight mit, dass sie zusammen mit Black Porta Project am Freitag, den 14. August, im Brunnenhof der Altstadt Trier vor 150 ausverkauften Sitzplätzen ihr erstes Konzert seit der Corona-Krise spielen. Es sollte ursprünglich am 14. März stattfinden und wurde um genau fünf Monate verschoben. Neben der großen Freude des Abends werden wir auch noch mit dem besten Wetter beschert. Diese Gelegenheit darf man sich gerade in dieser Zeit nicht entgehen lassen!

Als ich im Brunnenhof ankomme, läuft alles entspannt ab. Beim Eintritt werden die persönlichen Daten erfasst und die Maske hat man neben dem Personalausweis sowieso immer dabei. Im Hof befinden sich Tische und Stühle, die nach der Abstandsregel platziert sind. So spielen die Bands nicht wie üblich vor dem Publikum, was direkt vor der Bühne tanzt.

Um 19 Uhr betritt Uwe Reinhard die Bühne, um uns im Namen des Musiknetzwerk Triers zu begrüßen. Bereits jetzt fallen dankende Worte, während er diesen wundervollen Konzertabend einleitet. Er gibt die Bühne frei für Brightside Delight. Sie bestehen seit Ende 2017 aus den fünf wilden Musikern Elias (Gesang), Nico und Chris (Gitarre), Maxi (Bass) und Jaron (Drums).

Die in Trier ansässigen Alternative Rocker betreten sehr motiviert (Sänger Elias sogar barfuß) die Bühne und starten mit Strumble aus ihrem kürzlich geschlüpften Frischling Late Night Decisions. Somit bietet sich trotz der schwierigen Zeit die beste Gelegenheit, ihr erstes Album nicht nur digital, sondern auch live zu präsentieren.
Die Jungs fangen mit ruhigen Gitarrenriffs und Gesang an, kurz danach geben sie aber schon Gas und bringen die ersten Gäste in Bewegung. Nico und Maxi sind zur gesanglichen Unterstützung ebenfalls mit Mikros bewaffnet. Sänger Elias weiß, dass alle gerne mittanzen würden, doch dieser Abend verläuft eben nicht ganz normal, aber davon lässt sich keiner die Stimmung versauen. Mit Partysongs wie Decisions oder der groovigen Nummer Hope bringen sie trotzdem die Gäste in Bewegung. Die ersten 30 Minuten begleitet uns noch die Sonne, bevor sie hinter Wolken und Bäumen verschwindet. Nicht nur das Wetter spielt mit, auch die Location eignet sich hervorragend für ein Konzert mit diesem Rahmenprogramm.

Elias hält sich aufgrund der kurzen Spielzeit zurück mit großen Reden, damit mehr Zeit zum Spielen bleibt – vor allem können die Alternative Rocker in dieser wertvollen Stunde ihr komplettes Werk Late Night Decisions präsentieren. Zum Schluss drehen Brightside Delight noch mal mit Crazy auf und bringen wieder ihre sitzenden Gäste in Bewegung, denn genau das soll mit der neuen Scheibe auch erreicht werden. Eine Zugabe wollen sie uns trotz der kurzen Spielzeit nicht vorenthalten. Die Alternative Rock Band hat nämlich schon neue Pläne und lässt uns als Zugabe ein neues Werk hören, welches auf dem nächsten kommenden Album erscheinen wird. Mit Boundaries ist der Abschluss perfekt und die gut gelaunten Fans klatschen vor Freude, die seit der Pandemie nicht größer sein könnte.

Während einer kurzen Pause kommt Uwe Reinhard nochmals auf die Bühne und kündigt den Headliner Black Porta Project an. Als die Band oder genauer gesagt, ein Teil der Band, die Bühne betritt, stelle ich bereits fest, dass es sich hier nicht nur um eine Fünf-Mann-Band handelt. Der erste Song Slippin Into Darkness startet rein instrumental, beim zweiten jedoch kommen drei gut aussehende Sängerinnen hervor, einige Songs später sogar ein vierter Sänger. So befinden sich jetzt ganze zwölf Musiker auf der Bühne. Dementsprechend vielfältig sieht die Besetzung aus. Vorne am Gesang befindet sich Oz Frick und zu seiner Rechten das weibliche Trio aus Diana Götzke, Sabine Dengel und Milana Simbarg. Auf der anderen Seite stehen die Blechbläser Steffi Fritsch (Bariton Saxophon), Laszlo Anducska (Altsaxophon) und Armin Neises (Trompete, Flügelhorn). Markus Feltes sitzt am Keyboard und lässt ab und zu auch mal einen Orgelsound erklingen. Neben Schlagzeuger Fred Noll begleiten die Gitarristen Chris Kolz, Hendrik Winkels und Bassist Frank Haasenritter das Project aus der Stadt mit dem schwarzen Tor.

Im Unterschied zu Brightside Delight spielen Black Porta Project zur Zeit nur Coversongs, die durch die große Aufstellung der Band mit sehr coolem Stil gelingen. Die Auswahl ihrer Songs spielt sich hauptsächlich in den 70er-Jahren ab. Beispiel? In ihrem Liveset handelt es sich bei People Say um einen Popsong von The Meters. Der Funk Rock Song Good 2 Your Earhole kommt original von Funkadelic. Ebenso aus den 70ern stammt Slippery When Wet von der Funkband Commodores. Im Jahr 1968 brachte Marvin Gaye als R&B und Soul Künstler den Inner City Blues in die Diskografie. Eine Mischung aus R&B, Soul, Jazz, Rock und Pop stellen die zwölf talentierten Musiker großartig auf ihre Art und Weise auf die Beine. Hier kommen auch schon mal Gitarren- und Schlagzeugsoli, bevor die vier Vokalisten in reinem a cappella ausklingen. Auch die Blechbläser haben Soloeinsätze vom Feinsten, die bei den Gästen für viel Aufmerksamkeit und einen extra Applaus sorgen.

Zum Klatschen und Tanzen wird nach wie vor animiert. Doch anders als sonst wird hier mehr auf als vor der Bühne getanzt. Wer von den Musikern nicht gerade an seinem festen Platz gebunden ist, bewegt sich gerne mal etwas mehr. Aus den Kopfbewegungen der sitzenden Gäste kann man annehmen, wie viel in deren Gedanken gerade getanzt wird. Der akustische Sound lässt eine angenehme Atmosphäre in den Abendstunden auf sich wirken. Die Hitze macht zwar auch Black Porta Project noch etwas zu schaffen, doch mit stillem Wasser versorgt, können sie weiterhin alles geben, was sich im letzten halben Jahr Zwangspause angestaut hat.

So schön der Abend auch ist, endet er leider schon um 22 Uhr, da hier schließlich die Nachtruhe eintritt. Deshalb möchten die zwölf Musiker zum Schluss noch einmal mit Funkiest Man Alive von Rufus Thomas zum dezenten Tanzen anregen, bevor sie am Ende auf musikalische Weise Thank You sagen.
Nach dem grandiosen Konzert betritt Uwe Reinhard ein letztes Mal die Bühne, um sich im Namen vom Musiknetzwerk Trier für die Stimmung und Disziplin zu bedanken, die von Anfang an eingehalten wurde. Daraus folgt die Erkenntnis, dass in der ganzen Runde große Dankbarkeit herrscht. B
eide Bands liefern an diesem Abend ein exzellentes Programm ab, egal ob Alternative Rock oder R&B und Jazz. Sie sind schließlich dafür bekannt und locken erst recht die Fans der ersten Stunde an.

Bassist Frank Haasenritter kann in einem kurzen Gespräch nach der Show bestätigen, dass viele Leute nicht nur für Brightside Delight oder Black Porta Project kamen, sondern vor allem, um überhaupt wieder Konzertluft zu schnuppern. Zum Programm seiner Band erwähnt er, dass es sich bei ihren Songs um viel Interpretation handelt. Sie möchten aber in Zukunft auch eigene Lieder schreiben. Darauf dürfen wir nach dieser Performance sehr gespannt sein. Bei der Besetzung hat Stefan Weis an der Posaune gefehlt und ein weiteres Mitglied ist Klaus Lieser, der für das Arrangement zuständig ist. Ich bin mir sicher, dass auf diesem Konzert nach so einer langen, stillen Zeit sogar ein Metalhead Spaß hat, der sich seit einem halben Jahr nur über Livestreams erfreuen kann. Hauptsache, es wird wieder live und laut gespielt. Zum Schluss informiert mich Frank etwas mehr über das Musiknetzwerk Trier. Der Verein sorgt nämlich dafür, dass viele Bands in der Region zusammenkommen und auftreten können, um die Musikszene in der Region aufrecht zu erhalten. Unter dessen Namen wird es in Zukunft weitere Veranstaltungen geben. Während des Abbaus treffe ich auch Brightside Delight an, die wie Black Porta Project aus eigenem Empfinden auf einen erfolgreichen Abend zurückblicken können.

Die nächste gemeinsame Show soll am Samstag, den 16.01.2021, im Kasino am Kornmarkt in Trier stattfinden. Tickets können dafür bereits unter Ticket-Regional gekauft werden.

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