Credit: Gyula Havancsak

Brainstorm – Wall Of Skulls

Genial von Anfang bis Ende

Artist: Brainstorm

Herkunft: Gerstetten, Deutschland

Album: Wall Of Skulls

Spiellänge: 44:36 Minuten

Genre: Heavy Metal, Power Metal

Release: 17.09.2021

Label: AFM Records

Link: https://www.brainstorm-web.net/site/news/

Bandmitglieder:

Gesang – Andy B. Franck
Gitarre – Milan Loncaric
Gitarre – Torsten Ihlenfeld
Bassgitarre – Antonio Leva
Schlagzeug – Dieter Bernert

Tracklist:

  1. Chamber Thirteen
  2. Where Ravens Fly
  3. Solitude
  4. Escape The Silence
  5. Turn Off The Light
  6. Glory Disappears
  7. My Dystopia
  8. End Of My Innocence
  9. Stigmatized (Shadows Fall)
  10. Holding On
  11. I, The Deceiver
  12. Cold Embrace (Ltd. Ed. Bonus Track)
Credit: Gyula Havancsak

Über 30 Jahre rocken Brainstorm schon die Bühnen der Welt. Mit Wall Of Skulls bringt die fünfköpfige Formation aus Gerstetten in Baden-Württemberg jetzt ihr 13. Album auf den Markt. Eine knappe dreiviertel Stunde satten und energiegeladenen Metal pressen die Jungs um die noch immer aktiven Gründungsmitglieder Dieter Bernert (Schlagzeug), Torsten Ihlenfeld und Milan Loncaric (beide Gitarre) auf die Tonträger. Die Limited Edition Version enthält zudem noch den fünfminütigen Bonustrack Cold Embrace. Als besondere Highlights können auf jeden Fall die Gastmusiker Peavy Wagner (Rage) und Seeb Levermann (Orden Ogan) hervorgehoben werden, die jeweils in einem Song den Gesang von Andy B. Frank um weitere Facetten ergänzen. Antonio Leva komplettiert die Rhythmusabteilung mit seinem Bass und vervollständigt seit bereits 14 Jahren das Power Metal Quintett. Seeb Levermann zeichnet neben seinem Gastauftritt auch für die Produktion dieses Albums verantwortlich. Seinen Greenman Studios sind auch schon Alben von Branchengrößen wie Orden Ogan oder Rhapsody Of Fire entsprungen.

Foto: Alex Kuehr

Leise Töne und ein Männerchor fangen die Aufmerksamkeit der Hörer ein. Vor meinem inneren Auge entsteht ein mittelalterliches Kloster, das in eine düstere Stimmung getaucht ist. Okay, neben der musikalischen Inszenierung werden meine Gedanken sicherlich auch durch das fantastische Cover-Artwork von Gyula Havancsak beeinflusst. Im weiteren Verlauf des fast zweiminütigen Intros Chamber Thirteen wird in eine Aufbruchstimmung à la Indiana Jones übergeleitet und so der Weg ins Abenteuer bereitet. Der Opener Where Ravens Fly wurde bereits vorab als Single veröffentlicht, die auch als Lyric-Video zu streamen ist. Ein kraftvoller Titel, der das Album anschiebt und den geneigten Hörer auf Betriebstemperatur bringt. Etwas ruhiger folgt der Midtemposong Solitude, in dem die Dynamik von Andy B. Francks Gesang überzeugt. Danach wird es zusammen mit den Gastmusikern rasanter. Auf Escape The Silence mit Peavy Wagner, dem Frontmann von Rage, folgt Turn Off The Light mit Seeb Levermann, Frontmann und Mastermind von Orden Ogan. Zu beiden vorgenannten Titeln sind ebenfalls bereits vorab Video-Singles erschienen. Auch Glory Disappears wurde als Single inklusive Musik-Video vorab veröffentlicht. Der Wechsel ruhiger und kraftvoller Passagen prägt diesen Song. Neben der harmonischen Melodie lädt der eingängige Refrain zum Mitgrölen ein. Wie der Titel bereits andeutet, ist die Stimmung in My Dystopia etwas düsterer. Dies wird durch raffinierte Riffs und harte Klänge aus der Rhythmusfabrik von Dieter Bernert verstärkt. Weiter geht es mit End Of My Innocence, Stigmatized (Shadows Fall) und Holding On im Brainstorm typischen Sound-Gewand. Als offiziell letzter Titel des Albums rundet I, The Deceiver das Werk ab. Wer sich für die Limited Edition des Longplayers entscheidet, kann sich zusätzlich noch über den Bonustrack Cold Embrace freuen.
Die düstere Stimmung des Intros findet sich oft in den Songs wieder. Inhaltlich dreht es sich häufig um das Ende des ‚Abenteuers‘. Dennoch spürt man die unfassbare Spielfreude und Energie, die Brainstorm in dieses Album investiert haben. Kraftvolle, melodische Songs mit eingängigen Refrains und dem unverwechselbaren Sound der Band prägen dieses absolut gelungene Meisterwerk.

Brainstorm – Wall Of Skulls
Fazit
Brainstorm haben da ein richtig fettes Brett abgeliefert. Die Band hat sich nochmals weiterentwickelt und das ohne Einbußen der Wiedererkennbarkeit des Band-typischen Sounds. Zusätzliche Highlights werden durch die beiden Gastmusiker Peavy Wagner und Seeb Levermann gesetzt. Wall Of Skulls ist kraftvoll, energiegeladen, dynamisch, abwechslungsreich und melodisch, für mich zählt das Album schon jetzt zu den besten Veröffentlichungen des Jahres.

Anspieltipps: Where Ravens Fly, Turn Off The Light und I, The Deceiver
Lars T.
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9
Punkte
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