Das Interview mit Hannes Holzmann zu J.B.O. und dem neuen Album 11

Artist: J.B.O.

Herkunft: Erlangen, Deutschland

Genre: Fun Metal

Label: AFM Records

Link: https://www.jbo.de/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Hannes „G.Laber“ Holzmann
Gesang und Gitarre – Veit „Vito C.“ Kutzer
Bass – Ralph Bach
Schlagzeug – Wolfram Kellner

 

Erst morgen wird im Hause J.B.O. das elfte Album mit dem passenden Titel 11 (Review) veröffentlicht, doch schon jetzt trudeln bei Time For Metal die Antworten von Hannes „G.Laber“ Holzmann ein, der uns sowohl zur Band als auch zu dem Album Rede und Antwort steht.

Time For Metal / Martin W.:
J.B.O.! Das Erlanger Blödelquartett; die quietschpinken Verteidiger des (wahren!) Blödsinns; Champignons (nein, das ist kein Schreibfehler) der Herzen und die Sterne am deutschen Fun Metal-Himmel. Entweder man liebt oder hasst sie. Anlässlich des Anfang Juli erscheinenden Albums 11 hat Hannes „G.Laber“ Holzmann sich die Zeit genommen uns ein paar Fragen zu beantworten.
Schön, dass Du die Zeit gefunden hast, ich hoffe es geht Dir soweit gut, die Laune ist oben und der Hosenstall zu?

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Ich kuck mal – jou, passt!

Time For Metal / Martin W.:
Zunächst eine Frage, die zwar an vielen Stellen schon gestellt wurde, aber bei uns noch nicht. Wie kam es zur Entstehung der Band und wie kam es zu dem Namen J.B.O.?

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Vito und ich lernten uns 1989 im Alter von 3 Jahren kennen und wollten nur schnell mal wieder live spielen.
J.B.O. hiess mal „James Blast Orchester“, das wurde uns aber von der Plattenfirma von James Last untersagt.

Time For Metal / Martin W.:
Von Euch stammen mittlerweile zahlreiche Songs mit halbernstem Inhalt, Blödelbarderei oder Coversongs, welche ihre „Originale“ in Sachen Humor und auch in Qualität gerne mal in den Schatten stellen.
Wie viel Spaß bereitet Euch das Schreiben komplett eigener Songs und das Covern anderer Titel? Was macht Ihr lieber?

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Wir machen, was wir gut und lustig finden und selber gerne hören würden. Die besten Ideen werden ausgearbeitet, egal ob’s ´ne Idee für einen eigenen Song, ein Cover oder sonstigen Blödsinn ist.

Time For Metal / Martin W.:
Nach gefühlt drölfmillionen gespielten Shows und grob geschätzt mittlerweile elf Studioalben: Seid Ihr vor Auftritten noch nervös? Habt Ihr ein bestimmtes Ritual zur Vorbereitung? Wie nüchtern seid Ihr noch, wenn Ihr auf die Bühne springt?

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Ich persönlich bin nicht sonderlich nervös, sondern freue mich immer auf ´ne Show. Nervt mich eher, wenn ich lang warten muss, bevor’s endlich losgeht. Ein gemeinsames Ritual gibt es, das ist aber streng geheim!

Time For Metal / Martin W.:
Und wo wir gerade beim Thema nüchtern sind: Was wird im Hause J.B.O. neben Kitzmann noch so getrunken?

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Ich selber trinke gerne und viel Milch. Oder Rotwein.

Time For Metal / Martin W.:
Die pinke 11 auf schwarzem Grund ist als Albumcover ab dem 08.07. im Handel zu finden. Von wem stammt das Artwork des Albums und wie zufrieden seid Ihr mit dem Aussehen von dem Teil?

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Das Artwork stammt von der befreundeten Firma Huckleberry King, mit der wir schon seit dem letzten Jahrtausend zusammenarbeiten.

Time For Metal / Martin W.:
Nun ist Aussehen natürlich nicht alles (außer bei handgeschriebenen, quietschpinken Notizzettelchen) – auf die inneren Werte kommt es an. Erzählt unseren Lesern doch bitte etwas über den Entstehungsprozess von 11 und sagt uns, wie zufrieden Ihr mit dem Ergebnis Eurer Arbeit seid.

J.B.O. / Hannes Holzmann:
11
ist nicht nur das beste Album, das wir jemals veröffentlicht haben, es ist sogar das beste Album, das irgendjemand jemals veröffentlicht hat! Der Entstehungsprozess war wie immer: Ideen sammeln – beste Ideen auswählen – in einem „Arbeitscamp“ weg von zuhause Demos machen – im Studio ausproduzieren – sich übers Ergebnis freuen.

Time For Metal / Martin W.:
Mehr als nur einmal habe ich mich bei Euch bereits gefragt: „Wie, bei allen Höllenhunden, kommt man bitte auf solche Ideen? Was stimmt denn da bloß nicht?“ Genau hierauf erwarte ich nun eine Antwort: Wie kommt man auf grandiose Lyrik-Ergüsse wie den Panzer Dance oder Metaller?

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Born blöd! Naja, gerade beim Panzer Dance schwingt schon auch ernsthafte Empörung über sowohl DJ Ötzis „Burger Dance“, als auch über die menschenverachtende Waffenindustrie mit.

Time For Metal / Martin W.:
„Wir Lassen Uns Das Blödeln Nicht Verbieten“ ist ebenfalls eine Aussage, die mit der Vergangenheit verknüpft zu sein scheint. Wie geht Ihr mit negativen, teils reißerischen Kritiken um, die Eure bewusste Blödelei mit Füßen treten? Geht Euch das mittlerweile noch nah, oder ging es das generell nie?

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es dem Erfolg zuträglicher ist, geliebt UND gehasst zu werden. So können wir mit allen Verrissen sehr gut leben. Und von einigen Leuten will man ja gar nicht gemocht werden.

Time For Metal / Martin W.:
Wie steht Ihr generell zu Reviews und Konzertberichten?

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Schon interessant, aber halt immer sehr subjektiv. 10 Menschen haben zur selben Show oder CD 10 verschiedene Meinungen.

Time For Metal / Martin W.:
Wer sind eigentlich Eure größten Vorbilder?

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Vorbilder im Sinne von „genau so wollen wir sein“ haben wir nicht. Aber es gibt natürlich unzählige Künstler, vor denen wir alle Hüte ziehen, die wir finden.

Time For Metal / Martin W.:
Bitte bitte sagt mir, dass Ihr auf den nächsten Konzerten den Panzer Dance vorspielt und das Publikum zum Mitmachen anregt! Apropos erregen – äh anregen – gibt es bereits feststehende Konzerttermine für die nächste Zeit? Wann werdet Ihr wo spielen?

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Im Sommer einige Festivals, im Herbst dann eine Tournee durch Deutschland, Österreich und Luxemburg. Alle Termine auf www.jbo.de/tour

Time For Metal / Martin W.:
Auch unsere Leser bekommen ab und an die Chance, ihre Fragen mit einzubringen. Unser Leser Tomi wüsste gerne, wer hinter der Stimme der Mutter bei ‚Elter Schelter‘ steckt.

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Vito C. Das „Kind“ bin ich.

Time For Metal / Martin W.:
Außerdem interessiert Torge sich für Kriminalfälle: „Warum ist Bolle denn nun eigentlich tot?“

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Ich werde ihn fragen, wenn ich ihn das nächste Mal sehe.

Time For Metal / Martin W.:
Und last but not least sorgt sich unser Leser Marco um Euer leibliches Wohl: „Lieber Jäger- oder Zigeunerschnitzel?“

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Ich persönlich wähle da den Zigeuner. Müsste das heutzutage nicht „Sinti und Roma-Schnitzel“ heissen?

Time For Metal / Martin W.:
Ich bedanke mich riesig für den kleinen Einblick in die Welt von J.B.O. und werde demnächst irgendwo im Nord-Westen einem Konzert beiwohnen – vielleicht sieht man sich ja. Viel mehr fällt mir an dieser Stelle nicht ein, also gehören die letzten Zeilen dieses Interviews Euch und Eurer Blödelei:

J.B.O. / Hannes Holzmann:
Habt Spaß und guten Sex!

Liebe Grüße vom Hannes

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