Fractured Insanity – Massive Human Failure

Todesattacke aus Westflandern

Artist: Fractured Insanity

Herkunft: Westflandern, Belgien

Album: Massive Human Failure

Spiellänge: 40:14 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 21.02.2020

Label: Massacre Records

Link: https://www.facebook.com/FracturedInsanityOfficial/

Produktion: Produziert von Ignace Verstraete im Mortsella Studio
Gemischt und gemastert von den Wiesławski Brüdern im Hertz Studio, Polen

Bandmitglieder:

Bass, Gesang – Stefan Van Bael
Schlagzeug – Ignace
Gitarre – Kenny
Gitarre – Dieter
Gasttsänger: Karl Wiletts (Bolt Thrower)

Tracklist:

01. Crusade Of The Offended
02. M.A.D.
03. Baphomet Bringer Of A Free Mind
04. Hell Of No Man’s Land
05. Massive Human Failure
06. Reflecting Of The Soul
07. Rothschild’s Disease
08. Panic Abuser
09. Rise All Above

Westflandern ist eine schöne Gegend in Belgien, aber nicht gerade als Nabel der Metalwelt bekannt, aber immerhin ist dort die Band Fractured Insanity ansässig. Seit 2004 lärmen sie bereits herum und bestehen immerhin noch zu 50 % aus Originalmitgliedern. Das Quartett hat es auf drei Alben gebracht und schmettert uns nun Album Nummer vier um die Ohren.

Crusade Of The Offended ist genau das, was ich von ihnen erwartet habe. Ich hatte sie irgendwann einmal auf dem Face Of The Underground Sampler (oder so ähnlich) gehört (belgischer Underground Sampler), fand sie recht geil und hab mir dann ne CD geordert. Allerdings habe ich FI nicht mehr sehr richtig auf dem Schirm, sondern nur, dass sie irgendwie technischen Death Metal abliefern und so ist es auch. Der Opener brilliert mit geilem Riffing. Vorwegspieler, Doublebass und Blastattacken und hinzu die geilen Growls.

Das technische Riffing klingt verspielt, aber nicht nervend, sondern zum Punkt kommend. Richtig geil sind sie, wenn sie grooven und die Doubelbass rotiert wie eine Nähmaschine – darüber ein kleines, melodisches Solo, das hat was. Megafetter Song zu Beginn des Albums.

Der Rest geht quasi genauso weiter, wobei mir der Opener schon am besten gefällt. Die Burschen mögen gerne spielen und dieses auch zeigen und so blitzt das technische Können natürlich überall auf. So klingt der eine oder andere Song ein bisschen durcheinander, zumindest für den Zuhörer, aber man verliert sich nie ins Nirwana oder so, sondern experimentiert gerne herum.

Klingt jetzt echt negativer, als es wirklich ist, denn die Burschen machen ordentlich Spaß. Der technische Death Metal geht einher mit brutalem Death Metal. So auch z.B. bei M.A.D., da schleppt man sich erst so durch die Botanik, die Doublebass gibt wieder Zunder, Break und dann Attacke. Der Blast und richtig geile Leads beherrschen den Song und der Gesang wird teilweise gedoppelt. Technische Midtempoelemente, und dann eben ein technisch verspielter Part, der aber durch das Riffing absolut fett klingt.

Dass die Burschen ihre Finger dann teilweise nicht im Griff haben, hört man bei Baphomet Bringer Of A Free Mind. Nur am Flitzen und am Abhacken und zwischendurch ein jazziger Einspieler.

Zur Abwechslung und Beruhigung bringen sie dann mal einen richtigen Groover und Kopfnicker. Hell Of No Man’s Land schleppt sich durch Westflandern und bekommt Härte durch die rasselnde Doubelbass.

Bei Massive Human Failure klingen sie richtig düster und böse. Es wird im Takt gegrowlt und es folgen am Ende chorähnliche Gesänge. Gute Idee, guter Song.

Fractured Insanity – Massive Human Failure
Fazit
Fractured Insanity haben mit Massive Human Failure ordentlich einen rausgehauen. Freunde des technischen Death Metal werden Strahlen vor Freude. Überwiegend ist es brutal, aber es werden auch thrashige Elemente mit eingebaut und teilweise klingt man auch recht düster. Ansonsten eben schön technisch. Das Songwriting ist überwiegend nachvollziehbar und das macht den Spaß für den normalen Zuhörer aus. Gutes Album.

Anspieltipps: Crusade Of The Offended, M.A.D. und Massive Human Failure
Michael E.
8
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7.5
8
Punkte
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