Gran Duca – Beneath Thy Roots

In The Mood For Rock

Artist: Gran Duca

Herkunft: Detmold (Deutschland)

Album: Beneath Thy Roots

Genre: Stoner Rock, Classic Rock, Hard Rock

Spiellänge: 55:22

Release: 28.06.2019

Label: Self-release (Independent)

Link: Bandmitglieder:

Gitarre, Gesang – Johannes Gerber
Gitarre – Hendrik Friedel
Bass – Christoph Bextermöller
Schlagzeug – Felix Hoffmeyer

Tracklist:

  1. Monstrosity
  2. Howlin‘ Rollin‘
  3. Open End
  4. Fields To Plow
  5. Witchwoman
  6. All Hail The Autowagen
  7. Fly With Me
  8. House of Fools
  9. Panta Rhei
  10. The Walk
  11. Blackend Son

Gran Duca sind ein Stoner / Hard Rock Quartett aus Detmold. Am 28.06.2019 haben sie im Self-release ihr erstes Album mit dem Titel Beneath Thy Roots herausgebracht. Neben dem Download ist das Album auch als CD erhältlich.

Aufgenommen wurde es live im Institut für Wohlklangforschung in Hannover. Aha, dann wollen wir mal forschen, ob es auch einen wohligen Klang hat.

Schwere Riffs führen uns mit Monstrosity schon einmal toll und monströs in das Album ein. Schweren Sound gibt es um die Ohren. Irgendwie kommt es mir bekannt vor. Ich muss ein wenig überlegen. Oh ja, solch einen Sound kenne ich von den alten Spiritual Beggars.

Howlin‘ Rollin‘ kommt ein wenig Crossover rüber. Irgendwie bleibt bei dem Album ein Open End, wie sich der dritte Track nennt, denn der eröffnet ein wenig sphärisch, wird jedoch mächtig schwer. Beeindruckend hier die Voices, die dem Ganzen einen besonderen Drive geben. Da kann man wirklich von einem Open End sprechen. Wenn dann noch so eine fast verträumte Heavy Rock Ballade wie Fields To Blow folgt, weiß man spätesten zu diesem Zeitpunkt nicht, wo dieses Album endet. Ich bin ja nicht unbedingt der Balladenfan, aber dieses Ding zieht wirklich.

So geht es in unterschiedlicher Coleur mit den Songs durch das Album, welches dadurch wirklich abwechslungsreich ist und immer eine volle Ladung Power bereit hält.

Der Sound klingt bei dieser Produktion rau, roh und dreckig. Grundsequenz sind Stoner Rock, Classic Rock und Hard Rock. Die Seventies sind allgegenwärtig. Gewürzt werden sie mit einem Schuss Nineties mit Crunchelementen. Auf jeden Fall immer spannend, wenn auch gleich kein Alleinstellungsmerkmal vorhanden ist. Dafür rockt man sich dann doch zu vehement durch die Geschichte und manches meint man bereits schon einmal gehört zu haben. Dabei bleibt es jedoch bis auf wenige Ausnahmen meist spannend und man merkt, dass sich die Jungs in dem Metier gut auskennen.

Dadurch, dass das Album live aufgenommen wurde, wirkt es sehr authentisch und rund. Bei den letzten drei Songs scheint den Jungs jedoch ein wenig die Puste auszugehen, denn mit Panta Rhei kommt ein akustisches Intermezzo. Da verstehe ich bis jetzt noch nicht, was das überhaupt auf dieser Platte zu suchen hat!? Auch The Walk im Anschluss kann mich nicht wirklich überzeugen. Bei Blackend Son wird aus meiner Sicht dann zu Beginn mit einem Schuss Country auch noch der selige Johnny Cash zitiert, bevor der Song zu einem schweren Heavy Rocker wird. Da hätte man doch bloß die Finger von Johnny Cash am Anfang weglassen sollen.

Gran Duca – Beneath Thy Roots
Fazit
Solides Erstwerk mit einigen Höhepunkten der Detmolder Band Gran Duca, welches stark beginnt, jedoch zum Ende hin ein wenig die Luft ausgeht. Zwei oder drei Songs wären wohl effektiver gewesen. Die Musiker bearbeiten geschickt und gekonnt den Hard und Classic Rock der 70er. Hinzu kommt die Würze aus Einflüssen der 90er. Oft kommen einem zumindest Songfragmente bekannt vor. Da gibt es für die Musiker sicherlich einige Einflussgeber, nicht nur die alten Spiritual Beggars.

Anspieltipps: Monstrosity, Open End, All Hail The Autowagen
Juergen S.
7.9
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Pro
Contra
7.9
Punkte
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