Imminence – Turn The Light On: Album Tour PT. II – 24.01.2020 im Mergener Hof in Trier

Metalcore Mix lässt Augen leuchten und Herzen höher schlagen

Eventname: Imminence – Turn The Light On: Album Tour PT. II

Headliner: Imminence

Vorband(s): The Oklahoma Kid, Acres

Ort: Mergener Hof, Rindertanzstraße 4, 54290 Trier

Datum: 24.01.2020

Kosten: 21,40 € VVK, 22,00 € AK

Genre: Metalcore, Modern Metal, Melodic Hardcore, Post Hardcore, Progressive Metal

Besucher: ca. 200

Veranstalter: Contra Promotion GmbH, Exzellenzhaus e.V.

Link: https://exhaus.de/2020/01/24/imminence-24-jan-2020/

Setlisten:

The Oklahoma Kid

  1. Oasis
  2. High Stakes
  3. Shaking Off The Disease
  4. Feed Me Fear
  5. Solar Ray
  6. Dreambender
  7. Scharlatan

Acres

  1. Deathbed
  2. Medicine
  3. Miles Apart
  4. In Sickness Health
  5. Taking In Your Sleep
  6. Lullaby
  7. Lonely World

Imminence

  1. Erase
  2. Scars
  3. Room To Breathe
  4. Saturated Soul
  5. Lighthouse
  6. Up
  7. Broken Love
  8. This Is Goodbye (Acoustic)
  9. Crawling (Acoustic)
  10. The Sickness
  11. Disconnected
  12. Paralyzed
  13. Death Of You
  14. Infectious
  15. This Is Goodbye

Imminence kündigen in Verbindung mit ihrem neuen Album Turn The Light On ihre bisher größte Tour an. Dieses Jahr können im zweiten Teil der Tour die Fans in Trier und Umgebung davon profitieren. Die schwedische Metalcore Formation, bestehend aus Eddie Berg (Gesang, Violine), Harald Barrett und Alex Arnoldsson (Gitarre), Peter Hanström (Schlagzeug) und Christian Höijer (Bass), bringt uns zwei Special Guests mit, die im Vorbericht meiner Kollegin Heike L. bereits erwähnt sind.

Als The Oklahoma Kid starten, haben sich bereits sehr viele schaulustige Metalheads versammelt. Grund genug, um mit dem Opener Oasis auf hohe Drehzahl zu kommen. Seit der Gründung im Jahr 2012 ist die Band mit zwei EPs und dem im letzten Jahr erschaffenen Album Solarray, aus dem der Großteil ihrer Setlist besteht, bestens bewaffnet. Die fünf anstrebenden Rostocker zeigen uns damit einen modernen Mix aus Metalcore, Post Hardcore und Progressive Metal, der uns auf Betriebstemperatur bringt.

Damit wir nicht zu sehr abkühlen, heizen uns Acres nach einer kurzen Pause weiter ein. Zu viert veröffentlichten die aus Hampshire im Vereinigten Königreich stammenden Post Hardcore Artisten ebenfalls letztes Jahr einen neuen Silberling. Dementsprechend ist auch ihr Repertoire geschärft. Sie zeigen sich teilweise mit langsameren und melodisch untermalten Songs wie In Sickness & Health oder Lullaby, doch hier wird niemand müde. Kräfte sammeln ist während der ruhigen Phase angesagt. Überwiegend ist hier Clean-Gesang zu hören. Lonely World sorgt als Albumtitel nochmals für aufgerichtete Ohren, bevor Imminence das Finale antreten.

Wie ihre zwei Vorboten bringen die Schweden im Jahr 2019 mit Turn The Light On eine frische Platte auf den Tisch. Doch gerade mal zwei Wochen vor dem Konzert lassen sie mit einer Akustik-Ausgabe ein weiteres Licht in ihrer Diskografie leuchten. Turn The Light On: Acoustic Reimagination lässt so manche Vorstellung übertreffen. Wir müssen uns aber an diesem Abend nichts weiteres vorstellen, denn wir können mit eigenen Augen sehen, was sie uns aus dieser Ausgabe vorführen. Natürlich erwartet man dann auch ein paar akustische Lieder aus diesem Schmuckstück.

Nachdem Erase das Feuer eröffnet, wird bis zur Hälfte ihres Konzertes mächtig getobt. Dann kommt die Akustik-Session, in der Gitarrist Harald Barrett sein Instrument wechselt und Vocalist Eddie Berg die zarte Seite seiner Stimme und die Saiten seiner Violine klingen lässt. This Is Goodbye leitet die Pause vor allem für diejenigen ein, die im Moshpit die Sau rauslassen wollen. Danach kommt ein Song, der nicht nur Imminence selber etwas bedeutet, weil sie ohne die Band, dessen Song sie covern, laut Eddie vermutlich nicht hier stehen würden. Die Rede ist von Linkin Park. Den Verlust von Chester Bennington verarbeiten viele Musiker auf ihre Art und Weise. So entsteht die akustische Version von Crawling.

Nach der Ruhe drehen Imminence noch mal mit The Sickness richtig auf. Die E-Gitarren kommen wieder zum Einsatz und mit den passenden Beats am Drumset sind wir wieder im Metalcore-Feeling von tobenden Freunden der Musik umgeben. Mit Disconnected verabschiedet sich Eddie vorerst und geht mit seinen Bandkollegen zur Hintertür raus, die jedoch nicht komplett schließt. Unseren Rufen „One more Song!“ folgen sie nach kurzer Zeit und kehren noch einmal aus dem Backstage Bereich zurück, um mit dem unverzichtbaren Hit Paralyzed fortzufahren. Doch mit This Is Goodbye heißt es auch wirklich auf Wiedersehen. Ein letztes Mal wird der Keller zum Beben gebracht. Eine Wall of Death, welche die Breite der Bühne umfasst, sorgt für den endgültigen Abriss. In diesem Moment gibt es kein Entkommen.

Nun heißt es wirklich auf Wiedersehen. Doch das Wiedersehen findet insofern statt, dass sich gleich nach dem Konzert am Merchandise-Stand getroffen wird, um nicht nur Fotos zu machen, sondern auch ein paar Sätze miteinander zu reden. Selbst für längere Gespräche nehmen sich alle drei Bands die Zeit. Laut Aussage machen sie das nach jedem Konzert. Bei größeren Gigs kann das sehr zeitaufwendig sein, aber das macht einen riesen Pluspunkt, denn die Gespräche auf Augenhöhe werden von Fans sehr geschätzt. Der Abend ist somit perfekt ausgeklungen. Wir warten dann mal auf die nächste Tour-Bestätigung, bei der auch Trier hoffentlich in naher Zukunft wieder im Fahrplan vermerkt ist.

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