Iron Maiden: 160 Orchestermusiker aus aller Welt spielen gemeinsam „Fear Of The Dark“

Fette Orchester-Pandemie-Version des Iron Maiden Klassikers online

Im Moment ist es ja eher so, dass die Corona-Pandemie die Menschen auseinanderbringt. Durch die geltenden Kontaktverbote dürfen wir uns nicht mehr uneingeschränkt treffen, gemeinsame Unternehmungen sind untersagt und vieles findet nur noch von zu Hause aus statt. Dass Musik die Menschen aber auch zusammenbringen und verbinden kann, ist nichts Neues, gerade in solch schweren Zeiten, in denen Veranstaltungen und Konzerte nicht stattfinden können. Ein gutes Beispiel dafür war im letzten Jahr das Project United mit dem alten Scaramouche-Song Side By Side, für den das punchline studio Lahr insgesamt 70 Musiker aus zehn verschiedenen Ländern vereinte.

Nun haben sich 160 Orchestermusiker aus der ganzen Welt zusammengefunden und haben sich gemeinsam den Iron Maiden Klassiker Fear Of The Dark vorgenommen. Die Idee dazu stammte von Ulf Wadenbrandt, dem weltweit bekannten Dirigenten des Sweden Symphony Orchestra und dem Hauptgastdirigenten des Russian Philhamonic Orchestra. In normalen Zeiten reist der Dirigent um die Welt, um Musiker aus ganz verschiedenen Bereichen zusammenzubringen und in symphonischen Pop- und Rock-Konzerten zu dirigieren. So hat er bereits mit vielen Größen wie Susan Boyle, Loreen, Elena Paparitzou, Robert Wells, E-Type und Agnes Carlson zusammengearbeitet. Mit einer schier unglaublichen Leichtigkeit zwischen den verschiedenen Musikrichtungen zu wechseln, sei es auf der Bühne oder bei der kreativen Zusammenarbeit im Studio, setzt Wadenbrandt mit seiner Kühnheit völlig neue musikalische Maßstäbe und zeigt immer wieder aufs Neue, wozu ein Symphonieorchester in der Lage ist. Doch nicht nur das, auch mit der Heavy Metal Band Aria arbeitete der Schwede bereits zusammen. Doch in Pandemie-Zeiten ist auch für einen großartigen Dirigenten alles anders und so musste er seine musikalischen Weltreisen für unbestimmte Zeit auf Eis legen.

„Viele meiner Musikkollegen auf der ganzen Welt können derzeit nicht zusammen spielen und nicht in der Öffentlichkeit auftreten. Deshalb habe ich mich an viele wundervolle Orchestermusiker gewandt, um zu sehen, ob wir etwas zusammen spielen können“, so der Dirigent.

So hat er in letzter Zeit keine Kosten und Mühen gescheut, um Musiker auf der ganzen Welt zu unterweisen und zu inspirieren. Er konnte Musiker aus Deutschland, Schweden, Russland, Spanien, Belarus, China, Brasilien, Norwegen, Argentinien, Neuseeland und einigen weiteren Ländern für seine einmalige Idee gewinnen. Von Deutschland sind z.B. die Dortmunder Philharmoniker bei diesem Projekt dabei. Die verschiedenen Zeitzonen erschwerten die Arbeit an diesem Projekt erheblich, doch Wadenbrandt arbeitete quasi rund um die Uhr.

Wadenbrandt selbst spielte mit einer Handvoll ausgesuchter Musiker von Schweden aus, alle restlichen Orchestermusiker wurden dann per Videokonferenz hinzugeschaltet. Die Arbeit hat sich gelohnt, herausgekommen ist ein Video mit einer Instrumentalversion des Iron Maiden Klassikers Fear Of The Dark, für das Wadenbrandt den Song extra für das 160-köpfige Symphonieorchester umarrangierte.

„Dieses Lied hat alles, von schönen melodischen Linien mit viel Energie und einem pochenden Tempo. Es ist ein magisches Arrangement, das die Energie und den fantastischen Klang des Orchesters freisetzt. Iron Maiden haben damals ganz einfach einen großartigen Song geschrieben, der perfekt für Sinfonieorchester und ihr wunderbares Timbre geeignet ist.“, so der stolze Stardirigent.

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